Nachlass der Grafen zu Münster / Freiherren von Grothaus - 26.3.2012 / Highlights
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Die Versteigerung des Nachlasses der Grafen zu Münster / Freiherren von Grothaus war sehr erfolgreich. 91 % der rund 150 Objekte fanden einen Käufer; der Umsatz belief sich - bei einer Gesamtschätzung von CHF 300 000 / 450 000 - auf CHF 1,2 Mio. Das höchste Resultat erzielte das Gemälde aus der Schule von Marco Ricci (Lot 1621): CHF 312 000. Für einen sehr guten Preis von CHF 27 600 konnte auch die "Lampe bouillotte" aus dem Besitz von Kaiser Napoleon I. verkauft werden.
Sie wurde nach den Koalitionskriegen vom Zar Alexander I. der Familie Münster als Geschenk überreicht (Lot 1626).
Der Zeremonienstab, der George IV dem Grafen Ernst Friedrich Herbert zu Münster als Zeichen seiner Marschallwürde verlieh, wurde für CHF 156 000 verkauft (Lot 1629). Die beiden Ströhling-Gemälde des Grafen und der Gräfin zu Münster erzielten zusammen einen Preis von CHF 112 800 (Lots 1628 und 1630).
Silber und Porzellan aus der Münster-Sammlung glänzten ebenfalls: Für CHF 43 200 sicherte sich ein Bieter die massive silberne Helmkanne, die auf CHF 7 000 / 9 000 geschätzt worden war (Lot 1659); die 23 Konfektteller wurden für CHF 36 000 verkauft (Lot 1639).
2078   A160/1629
BEDEUTENDER ZEREMONIENSTAB FÜR DEN LANDMARSCHALL DES KÖNIGREICHES HANNOVER,
London, John Northam, 1816.
Gold und Email.
Zusammengesetzt aus drei zylindrischen Schäften in Gold, emailliert in Hellblau,
mit erhabenen Löwen 'passant guardant' mit Krone, ausgespart und graviert.
Die Endstücke in Gold auf der einen Seite bekrönt von einem Löwen über der königlichen Krone von Grossbritannien in Gold, darunter das Motto des Hosenband Ordens 'Order of the Garter', appliziert mit dem Wappen von Münster, neu bereichert durch einen Herzschild mit zwei gekreuzten Marschallstäben und zusätzlicher Helmzier.
Die Rückseite beschriftet: "GEORG PRINZ REGENT VON GROSS BRITANNIEN IRLAND
UND HANNOVER ERTHEILTE NACH WEEDER HERSTELLUNG DER OEFFENTLICHEN RUHE BEFREYUNG UND ERWEITERUNG DER DEUTSCHEN STAATEN SEINER MAYESTAT DEM GRAFEN ERNST FRIDERICH HERBERTH VON MÜNSTER SEINEM STAATS UND CABINETS MINISTER DIE ERBLICHE MARSCHALL WÜRDE DES KONIGREICHS HANNOVER ZUR BELOHNUNG SEINER DIENSTE AM 12TEN AUGUST 1814."
Das Gegenstück mit dem 'Sachsenross' über der Krone von Hannover, darunter
das Motto 'NEC ASPERA TERRENT', appliziert mit dem königlichen Wappen von Grossbritannien und Monogramm.
Gemarkt für John Northam, London und das Jahr 1816.
In orignalem Lederetui.
L 64,8 cm.

Verkauft für CHF 156 000 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1631
BEDEUTENDE KÖNIGLICHE VERMEIL VASE,

London, Philip Rundell, 1821.
Mit dem Königlichen Wappen Georg IV. König von Grossbritannien zu beiden Seiten.
Die Schauseite mit einer klassischen antikisierenden Szene, verso mit einer Gedenk-inschrift graviert "The Gift of His Majesty King George IV. To the Count and Countess Münster. In Commemoration of His Majesty having stood Sponsor in Person.
At the Baptism of Their Son George Herbert Count Münster, 11 May 18212,
His Excellency Count Münster Being at That Time, His Majesty's Minister of State.
For the Kingdom of Hanover."
Mit originaler Holzschatulle.
H 37 cm.

Verkauft für CHF 52 800 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1639
FOLGE VON 23 "CONFECT TELLER MIT ALLERLEY BLUMEN",

Wien um 1819.

Verkauft für CHF 36 000 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1628
EDUARD PETER STRÖHLING
(Düsseldorf 1768 - 1826 London)
Portrait von Ernst Friedrich Herbert, Graf zu Münster, mit dem Zeremonienstab.
1822. Öl auf Leinwand.
Rückseitig bezeichnet: "Ernst Graf v. Münster. Erb-Landmarschall des Kgr. Hannover und Staats u. Cabinets Minister gemahlt durch E. Ströling. London 1822."
176 x 116 cm.


Verkauft für CHF 60 000 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1630
EDUARD PETER STRÖHLING
(Düsseldorf 1768 - 1826 London)
Portrait von Wilhelmine, Gräfin zu Münster, sitzend vor einem Fenster
mit der Präsentationsvase in Campana-Form.
1822. Öl auf Leinwand.
Rückseitig bezeichnet:" Wilhelmine Gräfin v. Munster geb. Reichsgräfin
zu Schaumburg Lippe gemalt 1822."
175 x 113,5 cm.

Verkauft für CHF 52 800 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1611
JOHANN HEINRICH WILHELM TISCHBEIN
(Haina 1751 - 1829 Eutin)
Portrait von Ernst Friedrich Herbert, Graf zu Münster.
1801. Öl auf Leinwand.
Rückseitig bezeichnet: "Ernst Friedrich Herbert Graf zu Münster gemalet 1801
vom Professor Tischbein aus Rom."
51,5 x 45 cm.

Verkauft für CHF 45 600 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1626
BEDEUTENDE BOUILLOTTE-LAMPE,
gemäss Inschrift aus dem Besitz des Kaisers Napoleon I.,
Empire, Paris vor 1814.
Gravur auf der Unterseite:"Dieser Leuchter stammt aus dem Reisewagen des Kaisers Napoleon Bonaparte, der sich desselben während seiner Feldzüge bediente, und wurde nach der Einnahme von Paris daselbst 1814 dem Kabinets Minister Ernst Friedrich Herbert Grafen zu Münster Erblandmarschall von Hannover von dem Kaiser Alexander von Russland als Andenken an den Befreiungskrieg überreicht, an dem Münster regen Anteil genommen, indem er das mit Hannover vereinigte England bewog die Befreiung Deutschland's von dem Joch Napoleons zu unterstützen."
H 59,5 cm.

Verkauft für CHF 27 600 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1659
BEDEUTENDE SILBER-HELMKANNE,
Geschenk von Königin Viktoria an Georg Herbert Graf zu Münster,
London, Marke Robert Garrard, 1873.
Gravierte Inschrift "Presented by Her Majesty, Queen Victoria, to Count G.H. Munster, on the occasion of the marriage of their Royal Highness the Duke and Duchess of Counnaught, 1879".
Mit originaler Holzschatulle.
H 48 cm. 3260 g.

Verkauft für CHF 43 200 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1621
MARCO RICCI, Nachfolger, um 1730.
(Belluno 1676 - 1730 Venedig)
Mediterrane Ruinenlandschaft mit Tempel von Castor und Pollux
auf dem Forum Romanum.
Öl auf Leinwand.
147,5 x 86,5 cm.

Verkauft für CHF 312 000 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1622
CHRISTOPH HEINRICH KNIEP
(Hildesheim 1755 - 1825 Neapel)
Arkadische Landschaft mit Diana und Endymion.
Feder in Braun, datiert und bezeichnet: C. Kniep inv. et. del. 1797 Napoli.
61 x 86,5 cm.

Verkauft für CHF 28 800 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1674
PAAR HOCKER,
Napoléon III, Frankreich um 1860/70.
56 x 51 x42 cm.

Verkauft für CHF 63 600 (inkl. Aufgeld)
2078   A160/1710
GIOVANNI MICHELE GRANERI Nachfolger, um 1770.
(1708 Turin 1762)
Supraporta-Gegenstücke: Allegorien des Geruchs- und Geschmackssinnes.
Öl auf Leinwand.
Je 74,5 x 100,2 cm.

Verkauft für CHF 20 400 (inkl. Aufgeld)