Lot 3108 - A196 Gemälde des 19. Jahrhunderts - Freitag, 26. März 2021, 16.00 Uhr

CARL SPITZWEG

(1808 München 1885)
Landschaft mit Flusslauf, vorne drei Staffagefiguren, hinten links im Tal eine Kirche. Um 1870.
Öl auf Zedernholz.
Unten links signiert: S im Rhombus. Verso mit Nachlassstempel.
9,9 × 21 cm.

Provenienz:
- Auktion Lempertz, Köln, 23.–26.11.1983, Los 2288.
- Bei obiger Auktion erworben, Privatbesitz.
- Auktion Dorotheum, Wien, 10.1.1989, Los 524.
- Privatsammlung Fürstentum Liechtenstein.

Ausstellung:
München 2003, Carl Spitzweg. Reisen und Wandern in Europa. Der glückliche Winkel. Haus der Kunst, München, 24.1.–4.5.2003, Nr. 127 (verso mit Etikett).

Literatur:
- Siegfried Wichmann: Carl Spitzweg. Verzeichnis der Werke. Gemälde und Aquarelle, Stuttgart 2002, S. 437, Nr. 1098 (mit Abb.).
- Ausst.-Kat.: Carl Spitzweg. Reisen und Wandern in Europa. Der glückliche Winkel, hrsg. v. Siegfried Wichmann, Stuttgart 2002, S. 215, Nr. 127 (mit Farbabb.).

Carl Spitzweg durchstreifte auf der Suche nach Inspiration und neuen Motiven unterschiedliche Landschaftszüge in Oberbayern, darunter führte ihn einer seiner Ausflüge immer wieder in die Gegend rundum Tölz (heute bekannt als Bad Tölz). Isaraufwärts wanderte er bis nach Lenggries. Mehrfach bildete er die Motive, die er hier auf seiner Wanderung entdeckte, in abgewandelter Form im Querformat ab. Horizontale Vordergründe, die sich vor dem Flussbett der Isar erstrecken, mit dahinter hochragenden Bergen oder ansteigendem Gelände und kleinen Dörfern, scheinen bei dieser Motivreihe zu dominieren. Mit der Wahl des Querformats vermochte es Spitzweg, die Weiten der Landschaft einzufangen und mit Tiefsicht zu versehen. Vorliegende Komposition stellt die etwas kleinere Zweitfassung zur Version dar, die um 1865 entstand und sich heute in Privatbesitz befindet (WWZ 1249).

CHF 20 000 / 30 000

€ 18 690 / 28 040