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Lot 3034* - A203 Schweizer Kunst - Freitag, 02. Dezember 2022, 14.00 Uhr

FERDINAND HODLER

(Bern 1853–1918 Genf)
Bildnis Giulia Leonardi. 1910/11.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: F. Hodler.
45 × 50,8 cm.

Provenienz:
- Sammlung Louis Glatt, Genf, 1975.
- Galerie Rämi AG, Zürich 1991.
- Schweizer Privatbesitz, 1991.

Literatur:
- Hermann Röthlisberger: Ein Hinweis zu Ferdinand Hodlers Studien, in: Schweizerisches Jahrbuch für Kunst und Handwerk, 1912, Biel: Stotz, 1913, S. 21 (mit Abb.).
- Oskar Bätschmann und Paul Müller: Ferdinand Hodler. Catalogue raisonné der Gemälde, Hrsg. Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Bd. II, Die Bildnisse, Zürich 2012, S. 232/233, Nr. 859 (mit Abb.).

Giulia Leonardis Ausstrahlung scheint Ferdinand Hodler fasziniert zu haben. In vielen Bildern feiert er sie und ihr südländisches Temperament. Ihre Porträts, Einzeldarstellungen und Studien zu grösseren Kompositionen gehören zu Hodlers schönsten und gleichzeitig sinnlichsten Figurenbilder. 1910 lernte Ferdinand Hodler Giulia Leonardi in einem Genfer Café kennen, wo sie zusammen mit ihrem Mann in einem Gitarrenquartett auftrat. Mit vierzehn Bildnissen und zwei Ölstudien gehört sie zu den am meisten porträtierten Frauen in Hodlers Œuvre. Zudem stand Leonardi ihm Modell für die Figurenbilder Schreitendes Weib, La Romanichelle und Entzücktes Weib. Wichtig ist der Hinweis, dass Hodler Giulia Leonardi zuerst mehrfach porträtiert hatte, bevor sie ihm auch für grössere Figurenbilder Modell stand. Die Porträtköpfe sind hier deshalb nicht wie in anderen Fällen als Vorbereitungen zu grösseren Kompositionen, sondern als eigenständige Bildnisse zu verstehen.

CHF 300 000 / 500 000 | (€ 309 280 / 515 460)