Ich bin bereits registriert - Login:


Sie haben noch kein Login?

Klicken Sie hier um sich zu registrieren



Lot 3003 - A158 Gemälde Alter Meister - Freitag, 23. September 2011, 15.00 Uhr

JAN GOSSAERT genannt MABUSE, Nachfolger wohl nach 1532

(Maubeuge 1478–1532 Antwerpen)
Christus auf dem kalten Stein.
Öl auf Holz.
Unten auf Steinplinthe signiert: IOANNES MADBODIUS INVENIT.
24,5 x 18 cm.

Provenienz: - Privatbesitz Deutschland. - durch Erbfolge an heutige Besitzer, Privatsammlung Schweiz. Diese Darstellung des Christus auf dem kalten Stein geht auf den Prototypen von Jan Gossaert von 1527 im Szépmuvészeti Muzeum in Budapest (Öl auf Holz, 50,8 x 40,4 cm, Inv. Nr. 4362) zurück, von dem mehrere zeitgenössische Kopien, darunter der Grossteil in namhaften Museen, existieren (für eine Auflistung der bislang bekannten Kopien siehe: Man, Myth and Sensual Pleasures - Jan Gossaert's Renaissance. The Complete Works hrsg. von Maryan W. Ainsworth, New Haven/London 2010, Nr. 27, S. 207, Fussnote 7). Maryan W. Ainsworth geht davon aus, dass diese hier angebotene sowie die anderen Versionen in den Jahrzehnten nach Gossaerts Tod 1532 in Antwerpen entstanden sind. Ferner weißt sie darauf hin, dass unsere Version am verwandtesten mit derjenigen im Museum of Fine Arts in Ghent (Inv. Nr. S-62) und besonders mit derjenigen in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe (Inv. Nr. 150) ist und möglicherweise in der selben Werkstatt und von der selben Hand wie die Karlsruher Tafel angefertigt wurde. Während die Ghenter Tafel mit IONNIS MEBODIVS INVENIT und die Karlsruher mit IONNES MALBODIVUS PINGEB und der Datierung 1527 bezeichnet sind, findet sich bei unserer Darstellung die Beschriftung IOANNES MADBODIUS INVENIT. Aisnworth vermerkt, dass die selbe Buchstabenfolge "D" anstatt "L" bei MALBODIVUS bei der Kopie "Maria mit dem Kind" in der Münchner Pinakothek (ebd., Nr. 17C, S. 177-178) zu finden ist und sie schliesst daraus, dass dies auf einen Übertragungsfehler in der Werkstatt zurückzuführen ist. Die Thematik mit Christus auf dem kalten Stein ermöglichte Gossaert einen muskulösen, leicht gedrehten, unbekleideten Oberkörper darzustellen, wobei er auf das Vorbild des Torso von Belvedere zurückgreift, den er während seiner Reise nach Rom 1508-9 gesehen haben muss. Wir danken Maryan W. Ainsworth für die Begutachtung des Gemäldes anhand einer Fotografie und für ihre wissenschaftlichen Anmerkungen hierzu (Email vom 13.5.2011).

CHF 8 000 / 12 000 | (€ 8 250 / 12 370)

Verkauft für CHF 10 800