Lot 3098 - A181 Schweizer Kunst - Freitag, 30. Juni 2017, 16.00 Uhr

WÖLFLI, ADOLF

(Bern 1864 - 1930 Waldau)
China-Engel. 1916.
Farbstift auf Papier.
Unten links bezeichnet und datiert: China Engel. 1916.
64,5 x 49,5 cm.

Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.

Ausstellung:
Zürich, 27.11.1981 - Januar 1982, Louis Soutter, Adolf Wölfli, Zwei Schlüsselfiguren "Art brut", Abb. auf Titelseite der Einladungskarte.

Adolf Wölfli erschafft mit seinen zahlreichen Zeichnungen und Schriften seine eigene Welt, einen eigenen Kosmos, der als Wegbereiter der Art Brut in der Schweiz gilt. Wölflis Zeichnungen fallen zum einen durch sein eigenständig erdachtes Formeninventar bzw. Formenvokabular auf und zum anderen durch die strukturierte Rhythmik, die seine Bilder innehaben (siehe Ausst. Kat. Adolf Wölfli, Kunstmuseum Bern, Bern 1986, S. 50ff). Gefördert wurde Wölfli nach seiner Einweisung in die Anstalt Waldau bei Bern ab 1907 durch den dort tätigen Arzt und Psychiater Walter Morgenthaler. 1921 veröffentlichte Morgenthaler eine auf dem Gebiet der Psychopathologie und der Kunst wegweisende Monografie (Ein Geisteskranker als Künstler). „Wird das Werk von Adolf Wölfli anfänglich als Geheimtipp gehandelt, so erwacht nach dem Zweiten Weltkrieg – im Zusammenhang mit der Faszination für das Exotische, Aussenseiterische und Freuds Theorie des Unbewussten – das Interesse an seiner Kunst (Onlinedatenbank SIKART, Lexikon zur Kunst in der Schweiz, Adolf Wölfli).“ Der französische Surrealist André Breton nannte Adolf Wölflis Oeuvre "eines der drei oder vier wichtigsten Werke des zwanzigsten Jahrhunderts" und sieht es als einer der Hautpfeiler seiner Idee einer Art Brut an.

Die hier angebotene Arbeit von Arnold Wölfli besticht durch die klar strukturierte Anordnung seines Formen-Vokabulars, die an den Aufbau eines Mandalas erinnert und durch die Regelmässigkeit der zahlreichen Symbole bei genauerer Betrachtung eine innere Ruhe ausstrahlt.

CHF 40 000 / 60 000

€ 37 380 / 56 070

Verkauft für CHF 216 500 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr