Lot 1733 - A186 Silber & Porzellan - Dienstag, 25. September 2018, 16.00 Uhr

SCHALE MIT DURCHBRUCH UND SELTENEM KAKIEMONDEKOR,

Meissen, um 1730. Aeskulapstabmarke (1722 bis 1731).
Form und Dekoration nach einem japanischen Vorbild, Ominaeshistrauch und Bambus. Durchbruch am Rand aus überlappenden Ringen, bemalt im Kakiemon-Stil. Unterglasurblaue Aeskulapstabmarke, Ritzzeichen / im Standring.
D 15,2 cm. Minime Randbestossung.

Die Form in leicht abgewandelter Form bei einer japanischen Schale aus Arita von 1680/1710 ( M. Shono, Japanisches Aritaporzellan im sogenannten Kakiemonstil als Vorbild für die Meissener Porzellanmanufaktur, München 1973, Abb. 44).
Diese spezifische Marke wurde seit 1722 verwendet und 1723 auf Vorschlag des Manufakturinspektors Johann Melchior Steinbrück (1673-1723) in Zusammenhang mit den Buchstaben "K.P.M.", Königliche Porzellan Manufaktur, durch die Schwertermarke abgelöst. Aber auch später noch wurde sie verwendet, einerseits für die Aufträge des Kaufmanns Lemaire, für den ebenso pseudochinesische Marken verwendet wurden und andererseits für die Aufträge aus der Türkei, die eine Marke von gekreuzten Schwertern als christliches Symbol missverstanden hätten (U. Pietsch, Frühes Meissener Porzellan, 1997, S. 130).

CHF 2 500 / 3 500

€ 2 190 / 3 070

Verkauft für CHF 5 000 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr