Lot 3033 - A191 Schweizer Kunst - Freitag, 06. Dezember 2019, 14.00 Uhr

GIOVANNI SEGANTINI

(Arco 1858–1899 Pontresina)
L'ultima fatica del giorno (Die letzte Mühe des Tages). 1884–86.
Schwarze Kreide, Farbkreide und Aquarell auf Papier auf Holz.
Unten links signiert: G. Segantini.
59 × 43,8 cm.

Provenienz:
- Sammlung Alberto Grubicy, Milano 1894.
- Sammlung Dr. Istvan Schlegl, Zürich, bis 1967.
- Privatsammlung, Zürich.

Ausstellung:
- Mailand 1894, Esposizioni riunite al castello Sforzesco. Omaggio a Segantini, Società Permanente di Belle Arti.
- Zürich 1978, Giovanni Segantini. Zeichnungen, Kunsthaus Zürich, 19.1.–12.3.1978.
- Mailand 1978, Giovanni Segantini. Zeichnungen, Compagnia del Disegno, 28.3.–30.4.1978.
- München 1978, Giovanni Segantini. Zeichnungen, Villa Stuck, 10.5.–10.7.1978.
- Chur 2004, Giovanni Segantini. Zeichnungen, Kunstmuseum Chur, 5.6–5.9.2004, Nr. 6.
- Riehen 2011, Segantini, Fondation Beyeler, 16.1.-25.4.2011.

Literatur:
- Gottardo Segantini: Sechs farbige Wiedergaben seiner Werke, Zürich 1949.
- Maria Cristina Gozzoli und Francesco Arcangeli: L'opera completa di Segantini, Mailand 1973, Vol. 67, S. 171.
- Ausst.-Kat. Giovanni Segantini: Zeichnungen, hrsg. von Annie-Paule Quinsac, Zürich, Mailand und München 1978.
- Annie-Paule Quinsac: Segantini. Catalogo generale, Mailand 1982, Bd. II, S. 314, Nr. 390 (mit Abb.).
- Ausst. Kat. Giovanni Segantini. Zeichnungen, hrsg. von Beat Stutzer, Chur 2004, S. 44–45, Kat. Nr. 6 (mit Abb.).
- Ausst. Kat. Segantini, Fondation Beyeler, Riehen 2011, S. 55 (mit Farbabb.).

Das hier angebotene Pastell „die letzte Mühe des Tages“ entstand 1884, ein Jahr nachdem der 25-jährige Künstler für die erste Version von „Ave Maria bei der Überfahrt“ auf der Weltausstellung in Amsterdam mit der Goldmedaille ausgezeichnet worden war. Giovanni Segantini lebte zu dieser Zeit in einfachsten Verhältnissen mit seiner Lebensgefährtin Bice Bugatti und seinen zwei Söhnen Gottardo und Alberto in der Brianza.

Die thematische und stilistische Nähe dieses meisterhaften Pastells zum Werk des Realisten François Millet ist augenscheinlich. Die Kunst des Franzosen wurde Segantini ab 1881 durch den Händler Vittore Grubicy vermittelt, der ihm in dieser Zeit 50 bis 60 Reproduktionen nach Werken Millets vorlegte.

Unser Pastell nimmt das Thema des gleichnamigen Ölgemäldes auf, das Segantini 1884 vollendet hatte und sich heute im Szépművészeti Múzeum in Budapest befindet.

Wie die meisten Pastelle und Zeichnungen Segantinis ist auch das hier angebotene Werk nicht etwa eine Vorstudie zum genannten Gemälde, sondern eine weitere, in ihrem Anspruch auch für den Künstler autonome und gleichberechtigte Version zum Thema in anderer Technik.

CHF 150 000 / 250 000

€ 131 580 / 219 300