Lot 1217* - A196 Möbel, Porzellan & Silber - Donnerstag, 25. März 2021, 13.30 Uhr

TISCHREGULATOR MIT SEKUNDE, KALENDERWERK UND ÄQUATIONSGETRIEBE

Empire, Paris um 1810. Der Sekundenzifferring signiert Breguet Paris.
Rechteckiges, allseitig verglastes Gehäuse in Mahagoni, die Frontecken zieren Hermen mit Bronzeköpfen und -Füssen. Bronzeapplizierungen in Form von Fleuron sowie allegorischen Figuren. Teils skelettiertes Werk mit grossem versilbertem Zifferring für die Sekunden über einem Zifferring mit Kalender und Zeitgleiche. Im Sekundenzifferring exzentrisch angebrachtes weisses Emailzifferblatt für die Stunden- und Minuten. Werk mit Lepaute-Stiftengang sowie Halbstundenschlag auf Glocke. Kompensationspendel (Pendelfeder repariert, Spitze fehlt, Schraube auf Linse fehlt).
30 × 19 × 48 cm.

Gehäuse neu lackiert, Türen klemmen. Pendelfederhalterung unvollständig sowie umgebaut, ursprünglich wohl mit Schneideaufhängung. Teil des Stoppflügels abgebrochen.

Diese Präzisionsuhr verfügt über ein aufwändiges und bemerkenswertes Werk mit sichtbarem Lepaute-Stiftengang, konstanter Kraft, zentralem Sekundenzeiger sowie Kalenderwerk und Äquationsgetriebe. Der Sekunden-Zifferring ist signiert von Breguet Paris. Auch weist die Uhr die typischen Breguet-Zeiger auf. Hingegen finden sich keine weiteren Signaturen auf der Uhr, ebensowenig eine Nummerierung. Auch geht man davon aus, dass die Signatur Breguet Paris nur bis 1791 verwendet wurde.

Es existiert eine wohl identische Uhr im Centre National des Arts et Métiers in Paris, diese ist signiert von Griebel und wird auf ca. 1810 datiert. (Vgl. Tardy, La Pendule Française des origines à nos Jours, 2me partie, Du Louis XVI à nos jours. 6. Auflage, Paris 1987. Ebenso: Klaus Erbrich. Präzisionspendeluhren. Callway. München 1978. Nr. 307.)

CHF 50 000 / 80 000

€ 46 730 / 74 770

Verkauft für CHF 82 700 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr