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Lot 3616 - A187 Grafik & Multiples - Samstag, 08. Dezember 2018, 10.30 Uhr

PABLO PICASSO

(Málaga 1881–1973 Mougins)
Le sein. 1955.
Schale. Rote Keramik mit Relief und schwarzer Glasur auf der Unterseite. Aus der Auflage von 100. Durchmesser 17 cm. Auf der Unterseite mit den Stempeln: MADOURA PLEIN FEU und EMPREINTE ORIGINALE DE PICASSO.

Werkverzeichnis:
- Ramié, Nr. 272.
- Bloch, Nr. 58.

„Er stürzte sich in die Keramik mit der gleichen Leidenschaft wie in die Malerei, die Bildhauerei und in die Graphik.“ Daniel-Henry Kahnweiler

Für Pablo Picasso bedeutet Kunst schaffen bzw. ein Künstler zu sein, zu gestalten und Kreativ sein, und somit ist es für ihn nie eine Frage gewesen, dass sein keramisches Werk mit seinen Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen und Druckgrafiken gleichgestellt ist. Die Keramiken bieten ihm zum einen ein neues kreatives Betätigungsfeld, in dem er neue Techniken, Motive und Herangehensweisen austesten kann. Zum anderen kann er „Kunst für alle“ schaffen. Ende der 1940er Jahre ist er bereits ein angesehener Künstler, der gut von seiner Kunst leben kann. Gleichzeitig aber ist Picasso überzeugter Kommunist und möchte mit seiner Kunst nicht nur eine begrenzte, wohlhabende Bevölkerungsschicht erreichen, sondern jedem die Möglichkeit geben, einen „Picasso“ zu besitzen. Die Keramik bietet ihm dies.

Bei einem Besuch 1946 der jährlichen Keramik Ausstellung in Vallauris mit seinem Freund Louis Fort, lernt er das Ehepaar Georges und Suzanne Ramié von der Keramikwerkstatt Madoura kennen. Sie laden ihn ein, ihre Fabrik zu besuchen, wo er drei Keramiken anfertigt. Fasziniert vom Resultat fertigt er zwischen 1947 und 1971 ca. 600 weitere keramische Objekte bei Madoura an. Alles, was man im Alltag braucht – Vasen, Krüge, Aschenbecher, Teller, Schalen und ganze Service -, aber auch Skulpturen und Bildnisse gestaltet der Künstler mit Hilfe von Suzanne Ramié. Die Motive sind typisch für den spanischen Maler – Porträts, Stierkampfszenen, Tiere und Figuren aus der Mythologie – , und sie bestechen sowohl in Gestalt als auch in Farbe durch ihre Fröhlichkeit und Unbeschwertheit.

Pablo Picasso kauft sich nahe Vallauris die Villa Galloise und stattet der Keramikwerkstatt regelmässige Besuche ab. Hier lernt er auch die Verkäuferin Jacquline Roque kennen, die bis zu seinem Tod 1973 seine Lebensgefährtin sein wird.

CHF 1 000 / 1 500 | (€ 1 030 / 1 550)

Verkauft für CHF 1 750 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr