Lot 1319* ♣ - A198 Sammlung von Elfenbeinobjekten - Donnerstag, 30. September 2021, 11.00 Uhr

JAGDPOKAL

Erbach oder Michelstadt, um 1860/70. In der Art von Friedrich Hartmann (1833–1898).
Elfenbein geschnitten im Hochrelief, Darstellung einer Hirschjagd mit Hunden. Bezeichnet: Kissingen. Auf gedrechseltem Säulenschaft und Rundfuss. Kupfereinsatz.
H 27 cm.
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Feine Risse.

In den 60er Jahren nahm man sich in Erbach neben der hauptsächlich für den Export geschaffenen Produktion von Schirmgriffen, Tierbroschen, Manschettenknöpfen... vermehrt auch wieder der figürlichen Elfenbeinschnitzerei an. Friedrich Hartmann war bei den geschnitzten Tierdarstellungen einer der wichtigen Exponenten. Er studierte nach der Lehre in Erbach an der Münchner Akademie und eröffnete nach seiner Rückkehr eine eigene Werkstatt, in der er neben in Elfenbein geschnitzten Rosenknospen, für die er an der Wiener Weltausstellung 1873 eine Auszeichnung erhielt, auch zahlreiche Pokale, Humpen sowie Figuren schuf. Jagdmotive als Dekor gehörten dort zu seinen beliebtesten Motiven. Vergleiche etwa zwei Lichtschirme aus der Zeit um 1860 (Meinrad Maria Grewenig: Macht & Pracht. Europas Macht im 19. Jahrhundert, 2006) oder einen Jagdpockal bei: Christian Scherer: Elfenbeinplastik seit der Renaissance, Leipzig 1903, S. 125, Abb. 104.

CHF 800 / 1 200

€ 750 / 1 120

Verkauft für CHF 2 500 (inkl. Aufgeld)
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