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Lot 3227* - Z39 Impressionismus & Moderne - Freitag, 04. Dezember 2015, 16.00 Uhr

CÉSAR KLEIN

(Hamburg 1876–1954 Ratekau)
Oberitalien. 1915.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert: CESAR KLEIN 1915.
52 x 61 cm.

Provenienz: - Galerie Michael, Bremen. - Privatbesitz Deutschland. Ausstellung: Bonn 2005, César Klein. 1876 - 1954. Metamorphosen, August-Macke-Haus, 13. Mai - 11. September 2005, Bonn. Literatur: - Pfefferkorn, Rudolf: Cesar Klein. Oeuvrekatalog, Berlin 1975, Nr. 43. - Däubler, Theodor: César Klein (Junge Kunst, Bd. 5). Mit einer Selbstbiographie des Künstlers, Leipzig 1919. Als der 1876 geborene César Klein seinen Eltern gegenüber den Wunsch äussert, Künstler zu werden, stösst er auf wenig Begeisterung. Er fügt sich dem elterlichen Willen und geht bei einem Maler und Lackierer in die Lehre. Sofort nach dem Abschluss der Ausbildung schreibt er sich in der Hamburger Kunstgewerbeschule ein, besucht wenig später für eine kurze Zeit die Kunstakademie Düsseldorf und wechselt dann zur Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums. Klein ist als Maler, Grafiker und Bühnenbildner tätig, illustriert Bücher, entwirft Wand- und Fussbodendekorationen sowie Glasfenster für Lichthöfe. 1910 gehört er zu den Gründern der "Neuen Secession", einer Gruppe meist expressionistischer Künstler, die sich aufgrund der Abweisung durch die Jury von der "Berliner Secession" abgespaltet hat. Wenige Jahre später entwickelt Klein seinen eigenen Stil, der ganz unverkennbar von berühmten Köpfen wie Picasso und Max Ernst beeinflusst wird; Kleins Weg als Künstler führt ihn fort vom Impressionismus hin zum aufkommenden Expressionismus und später zum Kubismus. 1918 gründet er zusammen mit Max Pechstein die Novembergruppe, zu der sich sehr schnell viele Künstler aus dem deutschsprachigen Raum dazugesellen. Die Zeichen stehen auf Erneuerung nach dem Ende des Krieges und im Zuge der der Gruppe namendgebenden Novemberrevolution. Leider endet die immens produktive und erfolgreiche Phase im Jahr 1933, als er von den Nationalsozialisten per sofort Malverbot erhält und auch von seiner Professur beurlaubt wird. Vier Jahre später wird sein Werk in der Wanderausstellung "Entartete Kunst" gezeigt, seine Person wird diffamiert und abgelehnt. Klein kehrt Berlin den Rücken und zieht sich nach Pansdorf zurück. Nach dem Krieg intensiviert er die zunehmend abstrahierende Entwicklung seines Schaffens; die Werke, die kurz vor seinem Tod entstehen, sind gänzlich abstrakt.

CHF 20 000 / 30 000 | (€ 20 620 / 30 930)

Verkauft für CHF 14 815 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr