Lot 1501 - A136 Silber - Montag, 20. März 2006, 14.00 Uhr

VERMEIL-BUCKELPOKAL. Zürich 1 H. 17. Jh.

Meistermarke wohl Hans Ulrich Oeri I.
Silber, getrieben, gegossen und ziseliert. 7fach gebuckelter Fuss. Schaft Silberspahnmanschetten mit Blüten. Kuppa 6fach gebuckelt. H 25 cm. .

Provenienz: - Ehemals Besitz der Familie Eschmann, " Regimentsfähige Bürgerfamilie des Freistaates Zürich". - Schweizer Privatbesitz. Die Familie Eschmann gehört zu den bedeutenden Familien der Zürcher Geschichte. Bereits im Hochmittelalter ist sie quellenmässig belegt; so wird im Jahre 1255 in der Kloster-Behausungsurkunde vom Kloster St. Martin auf dem Zürichberg ein Rudolf Eschmann erwähnt. Es wird vermutet, dass ein weiterer Eschmann Anführer der sog. "Zuzügerschar" von Wädenswil, Pfäffikon und Wollerau war, welcher den Zürchern in der Schlacht von Dättwyl zu Hilfe gekommen war und einen wesentlichen Beitrag zum Sieg erbrachte. Die Familie behielt auch im 16. und 17. Jh. ihren Wohnsitz und die Güter in Wädenswil, weshalb sie auch keine Ratsstelle in Zürich bekleidete. Sie erhielt jedoch aufgrund heroischer, militärischer Dienste im Auftrag der Stadt Zürich die sog. "Bürgerrechtsschenkung" im Jahre 1647. Dies muss als Beleg für die grosse Bedeutung der Familie verstanden werden. Zwischen 1560 und 1775 bekleideten Angehörige in aufeinanderfolgenden Generationen die militärische Charge eines Rittmeisters und hatten von 1567 bis 1773 ununterbrochen die Stelle eines Landschreibers der Herrschaft in Wädenswil inne. Der ursprüngliche Eigentümer des hier angebotenen Loses ist Hans Jakob Eschmann (1654-1742). Dieser zeichnete sich - wie zeitgenössische und spätere Berichte belegen - "rühmlichst" im Toggenburgerkrieg bei den Schlachten in Bällenschanz und Hütten aus. Die Familienmitglieder späterer Generationen im 18. und 19. Jh. führten die militärische Karriere teilweise fort, stellten aber auch wichtige Vertreter in akademischen und künstlerischen Kreisen. Der hier angebotene Pokal, hier zusammen mit weiteren Silbergegenständen fotografiert um 1900. Die anderen hier abgebildeten Pokale wurden im Jahre 1948 an das Landesmuseum verkauft.

CHF 14 000 / 18 000

€ 13 080 / 16 820

Verkauft für CHF 20 000 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr