Lot 1041 - A146 Möbel, Porzellan & Dekoration - Donnerstag, 18. September 2008, 10.00 Uhr

PENDULE mit Sockel,

Louis XV, auf Emailkartusche sign. FONCK A BERNE (Daniel Beat Ludwig Funk, 1726-1787), Bern um 1750/60.
Ebonisiertes Holz und vergoldetes Messing. Rechteckiges, dreiseitig verglastes Gehäuse mit mehrfach geschweiftem, eingezogenem Kranz, auf sich nach unten verjüngendem Sockel. Reich reliefierter, teils durchbrochener Fronton mit 24 teils überarbeiteten Emailkartuschen mit arabischen Minuten- und römischen Stundenzahlen. Spindelwerk mit 4/4-Stundenschlag auf 2 Glocken. Zugrepetition. Vergoldete Beschläge und Applikationen in Form von Maskaronen, Putti, Girlanden, Blumen und Blättern. 29x19x79 cm.

Provenienz: Schweizer Privatbesitz. Feine und frühe Pendule von bestechender Qualität. D.B.L. Funk war der älteste Sohn des berühmten Ebenisten Mathäus Funk, Uhrmacher und Hauptmann. Über Funks Jugend und Ausbildung ist bis heute nur wenig bekannt; er zeigte schon in seiner Jugend eine technische Begabung, die ihn zum Uhrmacherberuf führte. Ab etwa 1750 arbeitete Funk mit seinem Vater, seinem Onkel Johann Friedrich I. und seinem Vetter Johan Friedrich II. zusammen und fertigte verschiedene Uhrenmodelle - Taschenuhren, kleine Nachtuhren, Monstranzuhren und grosse Pendulen. In seinen letzten Lebensjahren beschäftigte sich Funk auch mit den komplizierten Mechanismen der sog. "tableaux mouvants". Lit.: H. von Fischer, Fonk à Berne, Bern 2001, S. 133ff. (biogr. Angaben).

CHF 6 000 / 10 000

€ 5 610 / 9 350

Verkauft für CHF 6 000 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr