Lot 3267 - A215 Impressionismus & Moderne - Freitag, 28. November 2025, 16.30 Uhr
CHAÏM SOUTINE
(Smilawitschy 1893–1943 Paris)
Garçon russe. 1935–38.
Öl auf Holz.
Unten rechts signiert: Soutine.
36,8 × 18,7 cm.
Gutachten:
Provenienz:
- Schweizer Privatsammlung, am 15.5.1938 in obiger Galerie erworben und durch Erbschaft an die heutigen Besitzer.
Ein besonderes Juwel ist das kleinformatige Porträt von Chaïm Soutine. Geboren als zehntes von elf Kindern eines jüdischen Flickschneiders in einem kleinen Schtetl des damaligen Russischen Kaiserreichs (heute Belarus) wuchs Soutine unter sehr ärmlichen und strengen Bedingungen auf. Dieser kunstfeindlichen Umgebung entfloh er 1913 im Alter von zwanzig Jahren nach Paris, wo er mit der Avantgarde der École de Paris in Berührung kam.
Das hier gezeigte Werk entstand in den 30er-Jahren, als Soutine bereits eine beachtliche öffentliche Anerkennung genoss. Trotzdem scheint er seine Herkunft nie ganz vergessen zu haben, wie die zahlreichen Porträts von einfachen Dienstboten und Handwerkern, oft mit osteuropäischem Hintergrund, bezeugen.
Mit Soutines charakteristischen, expressiven Pinselstrichen gemalt, füllt der "Garçon russe" sitzend den gesamten Bildraum. Der pastose Farbauftrag und der heftige und impulsive Duktus verleihen dem Werk eine lebendige, beinahe vibrierende Textur und Intensität.
Und dennoch geht von diesem kleinen auf Holz gemalten Bild eine Ruhe und Intimität aus. Die dunklen Rot- und Brauntöne sowie die Haltung und der Ausdruck des Jungen, der völlig in sich gekehrt dasitzt, tragen dazu bei. Auch sein Blick ist nach innen gerichtet – und doch fesseln die leuchtend blauen Augen, in denen man versinken mag.
Das hier gezeigte Werk entstand in den 30er-Jahren, als Soutine bereits eine beachtliche öffentliche Anerkennung genoss. Trotzdem scheint er seine Herkunft nie ganz vergessen zu haben, wie die zahlreichen Porträts von einfachen Dienstboten und Handwerkern, oft mit osteuropäischem Hintergrund, bezeugen.
Mit Soutines charakteristischen, expressiven Pinselstrichen gemalt, füllt der "Garçon russe" sitzend den gesamten Bildraum. Der pastose Farbauftrag und der heftige und impulsive Duktus verleihen dem Werk eine lebendige, beinahe vibrierende Textur und Intensität.
Und dennoch geht von diesem kleinen auf Holz gemalten Bild eine Ruhe und Intimität aus. Die dunklen Rot- und Brauntöne sowie die Haltung und der Ausdruck des Jungen, der völlig in sich gekehrt dasitzt, tragen dazu bei. Auch sein Blick ist nach innen gerichtet – und doch fesseln die leuchtend blauen Augen, in denen man versinken mag.
CHF 50 000 / 70 000 | (€ 51 550 / 72 160)
Verkauft für CHF 268 750 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr.