CAHN, MIRIAM
* 21.7. 1949 Basel
Miriam Cahn wird 1949 in Basel geboren, nachdem ihre Eltern, ihr Vater ist Jude, vor dem NS-Regime in die Schweiz geflohen sind. Ihre Mutter, die an der École des Beaux-Arts in Paris studiert hat und selbst als Künstlerin arbeitet, unterrichtet ihre Tochter schon früh im Zeichnen. Zwischen 1968 und 1973 wird Miriam Cahn in der Grafikklasse der Kunstgewerbeschule in Basel ausgebildet. Sie verlässt ihr Elternhaus und unternimmt die erste von mehreren Reisen nach Südamerika. Nach ihrer Rückkehr arbeitet sie als wissenschaftliche Zeichnerin und gibt Zeichenunterricht. Sie beginnt, sich in der Anti-Atomkraft- sowie der Frauenbewegung zu engagieren und nimmt 1977 als Delegierte am Friedenskongress in Warschau teil. 1979/80 wird sie in Basel zu einer Geldstrafe verurteilt, nachdem sie an der Betonmauer und den -pfeilern der Nordtangente Kohlezeichnungen und den Schriftzug „mein frausein ist mein öffentlicher teil“ anbringt.
1982 wird Miriam Cahn von Rudi Fuchs zur documenta 7 eingeladen, die sie aber kurzfristig absagt, nachdem in ihren Ausstellungsraum ein zweiter Künstler kommen soll. In den kommenden Jahren entwickelt die Künstlerin neue Werkzyklen, die auch immer Bezug auf die weltpolitische Lage nehmen, denn wie Jana Baumann beschreibt, nimmt Cahn aktiv an politischen und gesellschaftlichen Diskursen teil: „In Zeiten von erneut aufflammendem Nationalismus, reaktionärem Konservatismus, Sexismus, Populismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und von Verachtung des Pluralismus hat Cahns künstlerisches Werk nicht nur enorm an Brisanz gewonnen, sondern ist dessen zentrale Bedeutung für ein radikal erweitertes Verständnis der Rolle der Frau in der Kunstgeschichtsschreibung unbestreitbar geworden. In ihrer langen künstlerischen Karriere werden der Schweizerin zahlreiche renommierte Preise verliehen. So bekommt sie 1988 den Preis der Hyposwiss verliehen, 1997 folgt der Karl-Ströher Preis, 1998 der Käthe Kollwitz Preis, 2005 der Prix Merkt Oppenheim und 2013 der Basler Kunstpreis. Vor allem in den letzten Jahren findet das Œuvre Miriams Cahns grosse Beachtung und wird durch zahlreiche Einzelausstellungen, wie im Haus der Kunst in München oder im Kunsthaus Bregenz geehrt. 2017 nimmt sie dann an der documenta teil. Miriam Cahn lebt und arbeitet in Basel.Werke aus unseren Auktionen
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ÜBER ALFRED SISLEY
Geboren 1839 in Paris als Sohn eines englischen Kaufmanns, kam Sisley früh mit der englischen Landschaftsmalerei in Berührung. Nach seiner Rückkehr nach Paris begann er 1862 seine Ausbildung im Atelier von Charles Gleyre, wo er Monet, Renoir und Bazille kennenlernte. Gemeinsam arbeiteten sie im Freien, insbesondere im Wald von Fontainebleau. Während Sisleys frühe Werke noch von dunklen Farbtönen und dem Einfluss Corots und Courbets geprägt sind, wendet er sich ab etwa 1870 zunehmend dem Impressionismus zu. Seine Palette hellt sich auf, der Pinselstrich wird freier.
Nach dem Verlust des Familienvermögens während des Deutsch-Französischen Krieges wird Sisley vom Kunsthändler Paul Durand-Ruel unterstützt. Er beteiligt sich an mehreren Impressionisten-Ausstellungen, bleibt jedoch zu Lebzeiten von der Kritik weitgehend unbeachtet. Erst nach seinem Tod 1899 erfährt sein Werk grosse Anerkennung. Heute gilt Sisley als einer der bedeutendsten Landschaftsmaler des Impressionismus.
Alfred Sisleys Werk zeichnet sich durch ein feines Gespür für Bildraum, Komposition sowie das subtile Zusammenspiel von Licht und Schatten aus. In dem beschriebenen Gemälde führt er den Betrachter an den Rand eines Waldes nahe eines kleinen Dorfes in der Île-de-France. Anstatt den Blick in die Tiefe des Raums zu lenken, konzentriert Sisley die Komposition auf das leicht ansteigende Gelände am Waldrand. Der Blick folgt dem unebenen Boden mit Grasflächen und Büschen, dem feinen Schattenspiel der noch kahlen Bäume und gelangt schliesslich zu einem am Wegesrand aufgeschichteten Heuschober. Die differenzierte Wiedergabe von Vegetation sowie die helle, sensible Farbpalette verleihen der Szene eine ruhige, atmosphärische Präsenz.
Werke von Alfred Sisley, die erfolgreich bei Koller Auktionen verkauft wurden
MIRIAM CAHN
CHF 18 000 / 28 000 | (€ 18 560 / 28 870)
Verkauft für CHF 85 700 (inkl. Aufgeld)
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MIRIAM CAHN
CHF 16 000 / 26 000 | (€ 16 490 / 26 800)
Verkauft für CHF 30 000 (inkl. Aufgeld)
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MIRIAM CAHN
CHF 10 000 / 15 000 | (€ 10 310 / 15 460)
Verkauft für CHF 22 260 (inkl. Aufgeld)
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MIRIAM CAHN
CHF 20 000 / 30 000 | (€ 20 620 / 30 930)
Verkauft für CHF 21 250 (inkl. Aufgeld)
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MIRIAM CAHN
CHF 5 000 / 7 000 | (€ 5 150 / 7 220)
Verkauft für CHF 11 250 (inkl. Aufgeld)
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MIRIAM CAHN
CHF 6 000 / 9 000 | (€ 6 190 / 9 280)
Verkauft für CHF 8 750 (inkl. Aufgeld)
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CHF 2 000 / 3 000 | (€ 2 060 / 3 090)
Verkauft für CHF 3 750 (inkl. Aufgeld)
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