Lot 3234* - A215 Impressionismus & Moderne - Freitag, 28. November 2025, 16.30 Uhr
HENRI CHARLES MANGUIN
(Paris 1874–1949 Saint-Tropez)
Femme endormie, petite Marie. 1911.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Manguin.
92 × 73 cm.
Provenienz:
- Arthur Hahnloser, Winterthur.
- Lucie Druet, Paris, 1927.
- Privatsammlung Frankreich, 1938 von Obiger erworben.
- Richard Green Gallery, London.
- Privatsammlung London.
Ausstellungen:
- Paris 1913, Manguin, Galerie E. Druet, 28.4.–10.5.1913, Nr. 12 (verso mit Etikett).
- Roanne 2008/09, Henri Lebasque, Henri Manguin. Palettes postimpressionniste et fauve en Méditerranée, Musée des Beaux-Arts et d'Archéologie Joseph Déchelette, 25.10.2008–19.4.2009 (verso mit Etikett).
- Les Baux-de-Provence 2019, Fauvisme et Harmonie – autour d'Henri Manguin, Musée Yves Brayer, 4.5.–10.10.2019 (verso mit Etikett).
Literatur:
"Femme endormie, petite Marie" entsteht 1911 in Henry Manguins Atelier in Neuilly-sur-Seine. Sujet ist die titelgebende "petite Marie", die in den Jahren 1910–13 eines seiner bevorzugten Modelle ist. Hier schlafend dargestellt, in zarter, ruhiger Intimität zwischen privater Natürlichkeit und der Anmut einer "Odalisque". Die weich vereinfachten Linien des weiblichen Körpers und das feine Spiel von Licht und Schatten verbinden sich mit der leuchtenden Farbpalette des Fauvismus, deren Anwendung Manguin seit 1905 virtuos beherrscht. Der orientalisch bestickte Diwan, auf dem sie ruht, scheint sich wie in einem Traum aufzulösen.
Mit diesem Werk knüpft Manguin bewusst an die Tradition des weiblichen Aktes in der französischen Kunst an, von Boucher und Ingres über Manet und Degas bis zu Renoir, dessen heitere, lebensbejahende Sinnlichkeit er besonders schätzte.
Das Gemälde war einst im Besitz des Sammlers Dr. Arthur Hahnloser, einem engen Freund des Künstlers und wichtigen Förderer der französischen Avantgarde. Manguin lernte ihn 1910 über Félix Vallotton kennen und hielt sich im selben Jahr bei den Hahnlosers in Winterthur auf. Das Paar spielte eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Manguins Werk in der Schweiz und unterstützte ihn auch in den Folgejahren.
Mit diesem Werk knüpft Manguin bewusst an die Tradition des weiblichen Aktes in der französischen Kunst an, von Boucher und Ingres über Manet und Degas bis zu Renoir, dessen heitere, lebensbejahende Sinnlichkeit er besonders schätzte.
Das Gemälde war einst im Besitz des Sammlers Dr. Arthur Hahnloser, einem engen Freund des Künstlers und wichtigen Förderer der französischen Avantgarde. Manguin lernte ihn 1910 über Félix Vallotton kennen und hielt sich im selben Jahr bei den Hahnlosers in Winterthur auf. Das Paar spielte eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Manguins Werk in der Schweiz und unterstützte ihn auch in den Folgejahren.
CHF 80 000 / 120 000 | (€ 82 470 / 123 710)
Verkauft für CHF 93 750 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr.