Geschichte

"Das Wichtigste ist die Leidenschaft."
Pierre Koller


Seit 1958 – Koller feiert 2018 sein 60Jähriges Jubiläum

Koller Auktionen steht für sechzig Jahre Engagement für den Schweizer Kunstmarkt. Das vom renommierten Kunstmarktjournalisten Christian von Faber Castell verfasste Buch zur bewegten Firmengeschichte erschien 2008 zum 50-jährigen Jubiläum im Zürcher Werd Verlag.







Unsere Firmengeschichte

1958 – Der in Lausanne und Zürich aufgewachsene Romand Pierre Koller macht seine Leidenschaft für Pferdestiche zum Beruf und eröffnet mit 34 Jahren an der Zürcher Dufourstrasse die Galerie Koller. Für hochwertiges Mobiliar und anspruchsvolle Antiquitäten besteht eine Marktlücke, welche sich der junge Unternehmer dank hervorragender Kontakte zunutze macht.

1959 – Pierre Kollers Schwester, Antoinette, steigt in das Geschäft ein und erweitert dieses um die Spezialgebiete Asiatica und Porzellan. Gleichzeitig bietet ein deutscher Sammler der Galerie eine Uhren-Kollektion an, welche mit CHF 100 000 den Ankaufsetat des Unternehmens gesprengt hätte. Man entschliesst sich zur Durchführung einer Auktion.

1960 – Die erste Auktion findet im Zürcher Kongresshaus statt. Rund 1000 Lose werden katalogisiert und verkauft. Ein Jahr später folgt die zweite Versteigerung mit Möbeln, Porzellan und mehreren Werken moderner Malerei internationaler und Schweizer Künstler von Hodler bis Boudin.

1961 – Die Galerie Koller zieht in die grosszügigen Räumlichkeiten der Rämistrasse 8 und ist in unmittelbarer Nähe zu Kunsthaus, Schauspielhaus und Opernhaus im damaligen Zürcher Kulturzentrum beheimatet. Neben dem traditionellen Ladengeschäft gewinnen Versteigerungen zunehmend an Bedeutung. Sie werden von nun an zweimal jährlich veranstaltet.

1977 – Der Geschäftszweig "Koller Tiefenbrunnen" für tiefpreisige Objekte wird eröffnet. Es ist die Geburtsstunde des heutigen "Koller West". Die Aufteilung in Topsegment und günstigere Objekte erlaubt Koller die Versteigerung grösserer Sammlungen und ganzer Nachlässe.

1980 – Die Filiale Koller Genf wird gegründet und zum zweiten Versteigerungsstandort des Geschäfts. Mit Spezialauktionen Mai und November für Jugendstil, Art Déco, Design, Moderne Kunst, Möbel des 20. Jahrhunderts sowie für Wein und französische Bücher verschafft sich die Genfer Dependance ein eigenes Profil.

1990 – Der Zürcher Hauptsitz wird in schwierigen Zeiten an die Hardturmstrasse 102 verlegt. Die neue Adresse eignet sich mit umfangreichen Ausstellungs- und Büroräumen und verkehrsgünstiger Lage in der Nähe von Hauptbahnhof und Flughafen hervorragend für den Auktionsbetrieb. Gleichzeitig steigt Cyril Koller, der älteste der drei Söhne von Pierre und Ursula Koller, mit 23 Jahren ins Geschäft ein.

1995 – Die Versteigerung einer höchst erlesenen Napoleonica – Sammlung mit bedeutenden Möbeln, Skulpturen, Vasen und Bronzen, die mit der Person des Kaisers und dem breiten Kreis seiner Familie in Beziehung stehen sorgt für grosses internationales Aufsehen und macht Koller für die nächsten Jahre zu einer der wichtigsten Adressen für den Handel mit Möbeln aus dem Empire.

1997 – Koller eröffnet eine eigene Repräsentanz in München.

1998 – Cyril Koller übernimmt die Geschäftsleitung. Er führt das Auktionshaus vom "Gemischtwarenladen" in ein modernes Unternehmen mit spezialisierten Expertenteams unter einem gemeinsamen Dach. Der Tod von Antoinette Koller, welche der Asiatica bei Koller zu internationalem Renommee verhalf, trübt das 40. Geschäftsjahr.

1998 – Das Auktionsunternehmen tritt zur Erweiterung seiner internationalen Plattform den "International Auctioneers" bei, einem Zusammenschluss von acht internationalen Auktionshäusern in acht Ländern. In den folgenden Jahren werden Filialen in Paris, Shanghai, Düsseldorf, Moskau und London gegründet.

2001 – Koller eröffnet eine eigene Repräsentanz in Moskau.

2006 – Koller veröffentlicht ihren ersten Spezialkatalog für Schweizer Kunst. Diese neue Abteilung wird in den nächsten Jahren zu einem der wichtigen Standbeine des Auktionshauses wachsen. Als eines der ersten europäischen Auktionshäuser veranstaltet Koller in Zürich eigene Auktionen für zeitgenössische chinesische Kunst.

2007 – Das Metropolitan Museum of Art kauft eine Andrea del Sarto zugeschriebene Rötelzeichnung für die eigene Sammlung an.

2008 – Koller kann im Dezember feierlich auf seine 50-jährige Geschäftstätigkeit zurückblicken. Seiner Hauptgeschäftstätigkeit, der Veranstaltung von Auktionen, entsprechend, erfolgt eine Namensänderung von "Galerie Koller" in "Koller Auktionen". Das von Koller in einer Privatsammlung entdeckte Stillleben auf Kupfer des Niederländers Ambrosius Bosschaert wird zum Weltrekordpreis von 5,7 Mio. im September versteigert. Im Jubiläumsjahr findet auch die erste Spezialauktion für zeitgenössische Kunst statt.
Koller eröffnet eine eigene Repräsentanz in Düsseldorf.

2011 – Koller eröffnet eine eigene Repräsentanz in Peking.

2012 – Der Markt für Asiatische Kunst befindet sich auf einem vorläufigen Höhepunkt. Die seit Jahrzehnten bei Koller bestehende Abteilung Asiatika versteigert u.a. die Tibetische Bronze einer Pancaraksha-Göttin für den Rekordpreis von CHF 3.24 Mio. In demselben Jahr kommt die Sammlung Nessi mit über 500 seltenen antiken Werkzeugen und Instrumenten zur Versteigerung.

2013 – Koller versteigert im Juni mehrere Gemälde aus der berühmten Sammlung Corboud – darunter eine Landschaft von Vincent van Gogh aus dem Jahre 1887 für CHF 6,6 Mio. Grosses Aufsehen erweckt auch der Rekordpreis für die Turnstunde von Albert Anker, welche 7,5 Mio. erzielt. In diesem Rekordjahr lassen zahlreiche weitere Werke aus den Bereichen Alter und Moderner Meister die Millionengrenze hinter sich. Es handelt sich um Gemälde von Renoir, Monet, Signac, Pissarro, Caillebotte, Dou, Reni u.v.m.
Koller eröffnet eine eigene Repräsentanz in Italien.

2014 – Ein äusserst seltenes Bureau-plat des ebenso berühmten wie bedeutenden französischen Ebenisten André-Charles Boulle erzielt CHF 3 Mio. Dieses Möbel, dessen Geschichte sich bis zur Familie des französischen Finanzministers Charles-Henri Malon de Bercy (1678 – 1742) zurückverfolgen lässt, wird zu einem der wichtigsten Referenz-Exemplaren französischer Ebenistenkunst des 18. Jh.

2015 – Eines der bedeutendsten Gemälde von Albert Anker, „Das Winzerfest“, wird für CHF 4.2 Millionen verkauft. Es gehörte ursprünglich zur Sammlung eines Winzers, der es verkaufte, um sein Dach reparieren zu können und wurde vom Einlieferer 1977 für die moderate Summe ebendieser Reparaturkosten erworben.
Koller eröffnet eine eigene Repräsentanz in Hamburg.
Koller veranstaltet die erste eigene Spezialauktion für Uhren. Zwei Jahre später erreichen die Zuschläge für dieses Gebiet regelmässig ein internationales Niveau, die Verkaufsquote liegt bei annähernd 100%.

2016 – Koller erzielt einen neuen Auktions-Weltrekord für ein Werk des Schweizer Künstlers Giovanni Giacometti. Das "Panorama von Flims" – viele Jahre lang vergessen und im Keller eines Luxushotels gelagert, wieder aufgefunden in den 1980er Jahren – wird von einem Privatsammler für CHF 4.05 Millionen erworben. Gesamtzuschläge von CHF 9.2 Millionen platzieren Koller erneut im Spitzenfeld der weltweit führenden Häuser für dieses Gebiet.

2017 – Eine deutsche Privatsammlung hochbedeutender kaiserlich-chinesischer Kunst wird versteigert. Nicht zuletzt dank intensiver Marketing-Arbeit vor Ort finden die Objekte reissenden Absatz bei chinesischen Sammlern und erreichen Zuschläge im sechs- bis siebenstelligen Bereich.

2018 – Das Haus Koller, noch immer im Familienbesitz, feiert sein 60jähriges Jubiläum.