Lot 3258* - A215 Impressionismus & Moderne - Freitag, 28. November 2025, 16.30 Uhr
YVES TANGUY
(Paris 1900–1955 Waterbury)
Ohne Titel. 1929.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert: YVES TANGUY / 29.
50 × 65 cm.
Gutachten:
Provenienz:
- Galerie Jan Krugier, Genf (verso mit Etikett).
- Privatsammlung Deutschland.
Literatur:
- Daniel Marchesseau: Yves Tanguy, Berlin 1974, S. 20 (mit Abb.).
Wasser, Erde und Luft vermischen sich zu einer grenzenlosen, atmosphärischen Fläche, bestrahlt durch ein gedämpftes Licht und durch wenige, undefinierbare Formelemente angereichert.
Ein Teil dieser rätselhaften, poetischen Bildwelt Yves Tanguys hat seine Ursprünge wohl in seiner Kindheit und Jugend in der Bretagne. Als Achtjähriger stirbt sein Vater, der als Kapitän über die Weltmeere fuhr, und der Junge muss seine Mutter und Paris verlassen, um bei Verwandten an der bretonischen Küste zu wohnen. Er taucht in eine ihm bislang unbekannte Welt voller Legenden, symbolträchtiger Prozessionen und fantastischer Naturgebilde ein. An diesem Ort in Finistère, am "Ende der Welt", wo Unsichtbares und Mystisches zum Alltag gehören.
Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs begibt sich Tanguy auf ein Schiff der Handelsmarine, das ihn während 18 Monate durch die Meere führt. Auch diese Eindrücke scheinen ihn entscheidend inspiriert zu haben, als er als Künstler seine eigene surrealistische Bildsprache sucht und findet.
Die unendlichen Horizontlinien und die träge daliegenden Flächen seiner Werke erinnern an Küsten und Strände mit grossen Gezeiten. Die biomorphen Figuren und Formen, die seine Bilder bevölkern, erinnern an Strandgut, welches bei Ebbe angeschwemmt wird.
Tanguy schafft gewissermassen geistige Landschaften. Dafür eignet sich der Strand ideal, weil er erlaubt, unendlich weite Perspektiven einzunehmen, im formalen wie übertragenen Sinne. Das Meer bringt ständige Veränderungen sowie ein unerwartetes Zusammenspiel von Farben, Licht und Formen. Eine perfekte Metapher für das Unterbewusstsein.
Das hier vorliegende Werk ist ein frühes und faszinierendes Beispiel dieser geheimnisvollen und illusionistischen Traumwelten von Yves Tanguy.
Ein Teil dieser rätselhaften, poetischen Bildwelt Yves Tanguys hat seine Ursprünge wohl in seiner Kindheit und Jugend in der Bretagne. Als Achtjähriger stirbt sein Vater, der als Kapitän über die Weltmeere fuhr, und der Junge muss seine Mutter und Paris verlassen, um bei Verwandten an der bretonischen Küste zu wohnen. Er taucht in eine ihm bislang unbekannte Welt voller Legenden, symbolträchtiger Prozessionen und fantastischer Naturgebilde ein. An diesem Ort in Finistère, am "Ende der Welt", wo Unsichtbares und Mystisches zum Alltag gehören.
Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs begibt sich Tanguy auf ein Schiff der Handelsmarine, das ihn während 18 Monate durch die Meere führt. Auch diese Eindrücke scheinen ihn entscheidend inspiriert zu haben, als er als Künstler seine eigene surrealistische Bildsprache sucht und findet.
Die unendlichen Horizontlinien und die träge daliegenden Flächen seiner Werke erinnern an Küsten und Strände mit grossen Gezeiten. Die biomorphen Figuren und Formen, die seine Bilder bevölkern, erinnern an Strandgut, welches bei Ebbe angeschwemmt wird.
Tanguy schafft gewissermassen geistige Landschaften. Dafür eignet sich der Strand ideal, weil er erlaubt, unendlich weite Perspektiven einzunehmen, im formalen wie übertragenen Sinne. Das Meer bringt ständige Veränderungen sowie ein unerwartetes Zusammenspiel von Farben, Licht und Formen. Eine perfekte Metapher für das Unterbewusstsein.
Das hier vorliegende Werk ist ein frühes und faszinierendes Beispiel dieser geheimnisvollen und illusionistischen Traumwelten von Yves Tanguy.
CHF 280 000 / 380 000 | (€ 288 660 / 391 750)
Verkauft für CHF 350 000 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr.