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Lot 1236* - A168 Furniture & Sculptures - Thursday, 27. March 2014, 10.00 AM

BRONZE FIGURE OF THE ANATOMY OF A HORSE, Empire, the cast after F. RIGHETTI (Francesco Righetti, 1738-1819), Rome, 19th century. Patinated bronze and red marble. H 44 cm. L 40 cm. Provenance: from a French collection.

Empire, der Guss wohl nach F. RIGHETTI (Francesco Righetti, 1738-1819), Rom, 19. Jh.
Bronze patiniert und roter Marmor. Stehender Hengst auf rechteckigem, profiliertem Sockel. H 44 cm. L 40 cm.

Provenienz: Aus einer französischen Sammlung. Das hier angebotene Bronzepferd ist eine reduzierte Ausführung des sog. "Mattei"-Pferd von G. Valadier (Giuseppe Valadier, 1762 Rom 1839). Als Vorlage diente ein Bronzepferd aus dem 16. Jahrhundert, welches heute Teil der Sammlungen des Palazzo Vecchio in Florenz ist, das sog. "Mattei" Pferd, das in Stichen des ausgehenden 16. Jahrhundert darsgestellt wurde; siehe hierzu C. Ruini, Anatomia del Cavallo. Der spätere Eigentümer, Giuseppe Mattei, wollte in den 1770er Jahren die Bronze verkaufen, erhielt jedoch ein Verbot hierzu von Papst Clemens XIV. Erst durch die Eroberungen Napoleons gelangte die Bronze in den Besitz von Kardinal Fesch. 1816 wurde das Pferd in der Vente Fesch versteigert, um später in den Besitz von Charles Loeser zu gelangen; es ist heute ausgestellt im Palazzo Vecchio in Florenz. Ein weiterer Guss war Teil der Sammlungen der Dukes of Northumberland und später des Baron Alexis de Rédé - es wurde schliesslich am 4.7.2013 (Katalognr. 10) bei Christie's London verkauft. Zwei weitere Ausführungen in "grandeur nature" sind bekannt; die eine gehört zu den Sammlungen des Museum of Fine Arts in Springfield, eine weitere befindet sich in den Sammlungen der Universität in Edinburg. Eine kleinere Ausführung, H 23 cm, und ebenfalls F. Righetti zugeschrieben, wurde bei Sotheby's Paris am 9.4.2008 (Katalognr. 163) verkauft, eine weitere im Palais Galliera, Paris, am 25.3.1977 (Katalognr. 79). Das hier angebotene Bronzepferd offenbart sehr schön die für die Renaissance typischen Synergien von Kunst und Wissenschaft. Die Darstellung von Lebewesen mit den freigelegten Muskeln ist für die Epoche charakteristisch. Im Inventar von F. Righetti aus dem Jahre 1795 wird ein "cheval écorché de Mattei au prix de 20 séquins romains" erwähnt. Der Künstler fertigte mehrere unterschiedlich grosse Ausführungen dieses Modells. Francesco Righetti war als Bildhauer und Bronzegiesser in Rom tätig. Für Neapel schuf er die Reiterstatuen Karls III nach Canovas Vorbild und Ferdinands I. nach Vorlagen von A. Calis. Ausserdem goss er Canovas Napoleon-Statue für Mailand. Lit.: Thieme/Becker, Leipzig 1999; 27/28, S. 353 (biogr. Angaben).


CHF 28 000 / 48 000 | (€ 26 170 / 44 860)

Sold for CHF 72 000