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Lot 1103* - A168 Furniture & Sculptures - Thursday, 27. March 2014, 10.00 AM

SET OF 4 LARGE FAUTEUILS "A LA REINE", Louis XV, stamped TILLIARD (Jean-Baptiste I or Jean-Baptiste II Tilliard, maître 1738 and 1752), Paris ca. 1750. Moulded beech wood, exceptionally finely carved with flowers, leaves, stylised shells, volutes, and ornamental frieze. Beige fabric covers with colourful pansies. 72s58x42x95cm. Provenance: - from a private collection, Switzerland. - Koller Auction, Zurich, 3 December 1996 (Lot No. 1071). - from a private collection, Munich.

Louis XV, sign. TILLIARD (Jean-Baptiste I oder Jean-Baptiste II Tilliard, Meister 1738 bzw. 1752), Paris um 1750.
Buche mouluriert und ausserordentlich fein beschnitzt mit Blumen, Blättern, stilisierten Muscheln, Voluten und Zierfries. Geschweifter, trapezförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Flache, bogenförmig abschliessende Rückenlehne mit ausladenden, gepolsterten Armlehnen auf zurückgesetzten -stützen. Beiger Stoffbezug mit bunten Stiefmütterchen. 72s58x42x95cm.

Provenienz: - Privatsammlung, Schweiz. - Auktion Koller Zürich, 3.12.1996 (Katalognr. 1071). - Privatbesitz, München. Seltene Folge von bestechender Qualität, gefertigt von dem wohl bedeutendsten Sitzmöbelproduzenten der Louis XV-Epoche. Jean-Baptiste I Tilliard (1686 Paris 1766) entstammt einer Handwerkerfamilie. Bereits 1717 erhielt er die Meisterwürde und führte an der Rue de Cléry "Aux Armes de France" ein florierendes Atelier, neben denjenigen der Foliots und l. Gresson. Er fertigte seine Modelle - für welche er mit der "sculpteurs" Portebois, Quintel, Hertaut, Roumier oder Foliot zusammen arbeitete - fast ausschliesslich auf offizielle "commandes" hin. Profitable Geschäftsbeziehungen unterhielt er mit den "ménusiers de la Maison du Roi", was ihm zahlreiche Aufträge für den königlichen Hof einbrachte. Zu seiner illustren Kundschaft gehörten aber auch die Ducs d'Aiguillon, d'Antin, de Noirmoutier, die Duchessa von Parma, die Duchesse de Mazarin usw. Sein Sohn Jean-Baptiste II (1723 Paris 1798) lernte die Handwerkskunst im eigenen Atelier. Nach dem Tod des Vaters übernahm er die Leitung der Werkstatt und erhielt den Titel "Menusier du Garde-Meuble du Roi", wobei er weniger Sitzmöbel für die Krone lieferte. Er konnte jedoch auf eine grosse Anzahl Kunden zählen, die von seinem Vater beliefert wurden. Er gebrauchte den gleichen Stempel wie sein Vater, so dass eine schlüssige Zuschreibung der Sitzmöbel aus den 1760er Jahren nicht möglich erscheint. Die kraftvolle, markante Schnitzerei sowie eine nahezu perfekt harmonisch gestaltete Form der Sitzmöbel zeichnen die Fauteuils und Stühle von Jean-Baptiste Tilliard aus. B.G.B. Pallot hält diese Eigenschaft wie folgt fest: "La production de Jean-Baptiste est parfaitement représentative de ce que fut le beau siège Louis XV: pareté des lignes, pareté des galbes, précision de la sculpture, finesse des ornements ." Lit.: P. Kjellberg., Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1998; 832-840. B.G. Pallot, Le mobilier du Musée du Louvre, Dijon 1993 ; II, S. 200 f.


CHF 18 000 / 28 000 | (€ 16 820 / 26 170)

Sold for CHF 40 800