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Lot 3123 - A144 Old Master Paintings - Tuesday, 18. March 2008, 02.00 PM

Studio of JAN SANDERS VAN HEMESSEN

(Hemiksem circa 1500–circa 1557 Antwerp) The unfortunate bride. Oil on panel. 66.2 x 78 cm. Provenance:–Lichtenham collection, Basel, c. 1950/1. Literature:–Wallen, B.: Jan van Hemessen. An Antwerp Painter between Reform and Counter–Reform, Ann Arbor 1983, No. 22b.
Die unglückliche Braut.
Öl auf Holz.
66,2 x 78 cm.

Provenienz: - Sammlung Lichtenham, Basel, c. 1950/1. Literatur: - Wallen, B.: Jan van Hemessen. An Antwerp Painter between Reform and Counter - Reform, Ann Arbor 1983, Nr. 22b. Der Prototyp dieser Darstellung entstand um 1540, Öl auf Holz, 52 x 62 cm, und befindet sich in der Narodni Galerie in Prag (siehe B. Wallen, ebd., Kat. Nr. 22, Abb. 59). Laut Wallen ist das hier angebotene Gemälde eine etwas spätere Variante, wobei der Kirschenkranz der Braut auf dem Prototyp hier durch einen Blumenkranz ersetzt wurde; eine zweite Variante wurde bei Christie's in London, am 28 Februar 1936, Lot 46 angeboten und an den Händler Hartveldt in Antwerpen verkauft (Siehe B. Wallen, ebd., Nr. 22a). Mit der Darstellung der weinenden Braut, die möglicherweise als Pendant zum Dudelsackpfeifer und Dame (Musees Royaux des Beaux Arts, Brüssel; Wallen, ebd., Kat. Nr. 21) konzipiert wurde, schaffte Hemessen die erste satyrische Genreszene in der flämischen Malerei des 16. Jahrhunderts. Dieses Genre wurde später von Joachim de Beuckelaer und Pieter Aertsen in Szenen wie der Eiertanz und anderen Kompositionen weiter aufgenommen. Zur Interpretation des Themas siehe Renger, K: Tränen in der Hochzeitsnacht, in: Festschrift für Otto von Simson zum 65. Geburtstag, 1977, S. 317/8. Die Satire unserer Darstellung ist, dass die Braut zwar weint, doch durch ihr durchlebtes Gesicht nicht den Eindruck erweckt, noch jung und unerfahren zu sein.


CHF 40 000 / 60 000 | (€ 37 380 / 56 070)

Sold for CHF 42 000