Lot 3041* - Z27 Swiss Art - Friday, 04. December 2009, 02.00 PM

HODLER, FERDINAND (Bern 1853 - 1918 Geneva) Portrait of a woman. Circa 1914. Oil on canvas. Signed lower right: F. Hodler. 40.2 x 29.8 cm. The painting is registered at the Swiss Art Institute as by the hand of Ferdinand Hodler. Provenance: - Kunstsalon Wolfsberg, Zurich, 1915. - Galerie Ernst Arnold, Dresden, 1923. - Private collection Germany since 1950. Literature: - Loosli, C. A. : Ferdinand Hodler, Leben, Werk und Nachlass, Bern, 1924, vol 4, p. 59, No. 159.

(Bern 1853 - 1918 Genf)
Frauenportrait. Um 1914.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: F. Hodler.
40,2 x 29,8 cm.

Das Gemälde ist im Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft als eigenhändiges Werk von Ferdinand Hodler registriert. Provenienz: - Kunstsalon Wolfsberg, Zürich, 1915. - Galerie Ernst Arnold, Dresden, 1923. - Privatbesitz Deutschland seit 1950. Literatur: - Loosli, C. A. : Ferdinand Hodler, Leben, Werk und Nachlass, Bern, 1924, Band 4, S. 59, Nr. 159. Das Portrait nimmt einen besonderen Stellenwert in Hodlers Oeuvre ein. Nebst mehreren Selbstportraits malte er einige seiner Freunde und natürlich ausgelesene Modelle. Vereinzelt entstehen diese Portrait-Studien in Bezug auf mehrfigurige Kompositionen, wie beispielsweise der Einzelkopf aus der Mittelfigur im "Blick ins Unendliche" aus dem Jahre 1915/16, welches sich heute in Privatbesitz befindet. (Vgl. Überwasser Walter und Spreng Robert: Hodler - Köpfe und Gestalten, Zürich 1947, Nr. 110). Bemerkenswert ist bei dem Vergleich zu dem Gemälde "Blick ins Unendliche" heute im Kunstmuseum Basel (ebda. Nr. 108), dass die fünf weiblichen Figuren alle ihren Kopf leicht zur Seite neigen, wie es das Mädchen auf dem hier angebotenen Portrait ebenfalls tut. Als ein weiterer Vergleich kann die "Heilige Stunde" mit den vier Figuren genannt werden. Das Gemälde entstand im Jahre 1911 und befindet sich heute ebenfalls in Privatbesitz (ebda. Nr. 102). Auch hier kann die besondere Haltung der Köpfe angemerkt werden. Die leichte Neigung des Kopfes nach rechts verlängert den Hals der Portraitierten und ermöglicht dem Künstler die Schulterpartie graziös zu gestallten. Alle die genannten Werke entstanden in den Jahren um 1911 bis 1915 und so ist auch das hier angebotene Gemälde datiert, 1914. Ein weiterer Vergleich kann mit dem, im vergangenen Juni bei Koller Auktionen verkauften Gemälde der Giulia Leonardi gemacht werden (Abb.). Mit dickem Pinselstrich, fein gewählten Schattierungen und gekonnt betonten Gesichtszügen ist hier ein sehr schönes Charaktergesicht von Ferdinand Hodler festgehalten worden.

CHF 250 000 / 350 000

€ 233 640 / 327 100

Sold for CHF 312 000 (including buyer’s premium)
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