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BOILLY, LOUIS LÉOPOLD

La Bassée 1761–1845 Paris

Louis-Léopold Boilly begann als Autodidakt bereits im Alter von ca. 13 Jahren mit dem Malen und spezialisierte sich auf die Darstellung von Alltagszenen der französischen Mittelklasse. Er besass eine Sammlung holländischer Genremalerei, insbesondere Werke von Gabriël Metsu (1629–1667), Willem van Mieris (1662–1742) und Gabriel ter Borch (1617–1681), von denen er sich inspirieren liess. 1794 wurde Boilly vom französischen Komitee für öffentliche Sicherheit wegen des erotischen Charakters seiner Arbeit verurteilt. Er entkam einer Strafe, indem er eine patriotische Arbeit, den "Triumph von Marat" anfertigte, welche sich heute im Musée des Beaux-Arts de Lille befindet (Inv.-Nr. P. 395). Nach 1794 malte er vermehrt vielfigurige Kompositionen und spezialisierte sich auf Historienmalerei und Bildnisse. Boilly erfreute sich grossem Erfolg bei seinem Publikum und häufte zu Lebzeiten einen beachtlichen Reichtum an mit dem Verkauf seiner Gemälde und Grafiken an. Dabei gehörte er zu den ersten Künstlern, der die 1796 erfundene Technik der Lithographie verwendete. So beispielsweise in seinem "Recueil de grimaces", welches zwischen 1823 und 1828 publiziert wurde und sein Interesse an Karikaturen der französischen Gesellschaft verdeutlicht. Sein jüngster Sohn, Alphonse Boilly (1801–1867) liess sich in New York nieder, wo er als Kupferstecher tätig war.



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