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Lot 3022 - A168 Tableaux de Maîtres Anciens - vendredi, 28. mars 2014, 15h00

Attributed to DIRCK JACOBSZ.

(1496 probably Amsterdam 1567) Portrait of a man. Oil on canvas. 80.5 x 66 cm. Provenance: –collection of André Lévy, 1935. –Collection of Jacques Seligmann. –Swiss private collection. Exhibited: Paris, Guy Stein, 60 tableaux en quête d'auteur, 1935, No. 57. Literature: Stein, Guy: 60 tableaux en quête d'auteur, Paris, 1935, No. 57, p. 29, with ill. (as Northern Italian school, circa 1520).
Bildnis eines Mannes.
Öl auf Leinwand.
80,5 x 66 cm.

Gutachten: Dr. Jaco Rutgers, 7.2.2014. Provenienz: - Sammlung André Lévy, 1935. - Sammlung Jacques Seligmann. - Schweizer Privatsammlung. Ausstellung: Paris, Guy Stein, 60 tableaux en quête d'auteur, 1935, Nr. 57. Literatur: Stein, Guy: 60 tableaux en quête d'auteur, Paris, 1935, Nr. 57, S. 29, mit Abb. (als Norditalienische Schule, um 1520). Nur wenige Werke des Künstler Dirck Jacobsz. sind bekannt, dazu zählt das erste Miliz-Gruppenporträt Hollands für die Amsterdamer Schützengilde (Rijksmuseum Amsterdam, Inv. Nr. SK-C-402, datiert 1529, Öl auf Holz, 119,3 x 174,4 cm). Dirck Jacobsz. fertigte einige Dreiviertelporträts an, so beispielsweise das Bildnis des Pompeius Occo (Rijksmuseum Amsterdam, Inv. Nr. SA-A-3924, um 1531, Öl auf Holz, 66,5 x 55,1 cm). Dabei lässt sich besonders die Haltung des ebenfalls in einem Fellmantel dargestellten Edelmannes vergleichen sowie die sich im Hintergrund erstreckende Landschaft und der im Vordergrund platzierte Schädel als Zeichen der Vergänglichkeit. Dieses Vanitas-Motiv steht in unserem Gemälde im Kontrast zur Jugendlichkeit des Porträtierten, die durch seine rote Kleidung ferner symbolhaft unterstrichen wird. Dirck Jacobsz., der sehr wahrscheinlich in Amsterdam geboren wurde, da sein Vater Jacob Cornelisz. van Oostsanen (1496 - 1567) dort nachweislich im Jahr 1500 ein Haus erwarb, war wohl etwa zeitgleich mit Jan van Scorel (1498 - 1562) Schüler bei seinem Vaters. Er blieb Zeit seines Lebens mit Jan van Scorel befreundet und sein Stil ist stark von seiner Kunst geprägt. Später übernimmt Dirck Jacobsz. wohl die Werkstatt seines Vaters und heiratet die Tuchhändlerin Marritgen Gerritzsdr., mit der er zwei Kinder hatte.

CHF 150 000 / 200 000 | (€ 150 000 / 200 000)

Vendu pour CHF 144 000