DORÉ, GUSTAVE
Strassburg 1832–1883 Paris
Gustave Doré zählt zu den bedeutendsten französischen Landschaftsmalern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Unter dem Einfluss des Schweizer Landschaftsmalers Alexandre Calame (1810–1864) begab er sich auf zahlreiche Studienreisen, unter anderem an die französische Küste, in die Pyrenäen, das Tirol, die Schweiz und Schottland. Als Autodidakt wechselte er zwischen Themen, Techniken und Gattungen. Dennoch priorisiert er die Landschaftsmalerei. Seine besondere Vorliebe galt Nacht- und Dämmerungsansichten, deren unterschiedliche Naturspektakel und mystisch anmutende Stimmung er in bemerkenswerter Weise auf dem Bildträger einzufangen vermochte. Die Behandlung des Lichts in Dorés Gesamtwerk entwickelte sich zum unverkennbaren künstlerischen Markenzeichen des gebürtigen Strassburgers. Einige dieser poetisch anmutenden Kompositionen zählen zu den eindrucksvollsten Landschaften der Jahrhundertmitte und erinnern mit ihrem harmonischen Kompositionsaufbau an die malerischen Naturspiele Caspar David Friedrichs (1774–1840).
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GUSTAVE DORÉ
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