Kunstvolles Handwerk
aus dem Alten Ägypten
Vorschau auf die Auktion Works of Art vom 26. März 2026
Koptische Stoffe aus dem 3. bis 10. Jahrhundert nach Christus zeugen von der Meisterschaft ägyptischer Kunsthandwerker. Die meisten erhaltenen koptischen Textilien stammen aus Gräbern. Meist handelt es sich um Kleidungsstücke und liturgische Gewänder; daneben sind auch Ausstattungstextilien für Kirchen überliefert. In unserer März-Auktion präsentieren wir einen monumentalen, aus deutschem Privatbesitz stammenden Wandbehang von musealer Qualität. Die detailreichen Figuren und Ornamente weisen auf eine frühe Phase christlicher Ikonographie hin, Stoffe mit vergleichbarer Feinheit sind äusserst selten. Der Archäologe Dr. Klaus Parlasca (1925–2020) untersuchte die Herkunft des Textils und identifizierte Sheikh Abadeh in Mittelägypten als wahrscheinlichen Fundort. Parlasca vermutete zudem eine Verbindung zu einem Fragment im Detroit Institute of Art. Beide Stücke könnten in derselben Werkstatt entstanden sein, vielleicht sogar als ursprüngliche Gegenstücke. Eine weitere enge Verwandtschaft besteht zu einem Vorhangstoff in der Abegg-Stiftung bei Riggisberg im Kanton Bern. Wie auch unser Exemplar stammt das Berner «Pendant» aus einer Luzerner Auktion im Jahr 1959/60.
Monumentaler
Registerbehang
Koptisch, Ägypten, Fundort wohl Sheikh
Abadeh, 5.–7. Jh. n. Chr. Tapisserie.
ca. 405 × 310 cm.
Schätzung: CHF 300 000/500 000
Ebenfalls in der Auktion findet sich eine publizierte ägyptische Mumienmaske aus der ptolemäischen Epoche aus dem Besitz des Schweizer Sammlerpaars Konrad Wolf und Regina Wolf-Schweizer. Zwischen 500 und 200 vor Christus bedeckte man Verstorbene mit dekorativen Kartonage-Elementen: Masken, Kragen, Brust- und Beinplatten sowie Fussabschlüssen. Aufwändige Exemplare wie das aus unserer Auktion wurden zusätzlich vergoldet und mit Steinen verziert.
MUMIENMASKE
Ägypten, wohl aus Fayum,
Spätzeit/ptolemäisch, ca. 500–200 v. Chr.
Stuckierte und bemalte Kartonage, teils vergoldet.
H 45,5 cm.
Schätzung: CHF 20 000/30 000
MUMIENMASKE
Ägypten, wohl aus Fayum,
Spätzeit/ptolemäisch, ca. 500–200 v. Chr.
Stuckierte und bemalte Kartonage, teils vergoldet.
H 45,5 cm.
Schätzung: CHF 20 000/30 000
GRABSTELLE
Griechisch, Attisch,
ca. 1. Drittel 4 Jh. v. Chr.
Pentelischer Marmor im Relief behauen.
H 71,5 cm (Ohne Sockel).
Schätzung: CHF 20 000/30 000
ÄGYPTISCHES
LEICHEN-TUCH-FRAGMENT
Ägyptisch, römische Periode, ca 1./2. Jh.n. Chr.
Polychrome Malerei auf stuckiertem Leinenstoff.
Blattgrösse 62,7 x 44,5 cm.
Schätzung: CHF 10 000/15 000
ÄGYPTISCHES
LEICHEN-TUCH-FRAGMENT
Ägyptisch, römische Periode, ca 1./2. Jh.n. Chr.
Polychrome Malerei auf stuckiertem Leinenstoff.
Blattgrösse 62,7 x 44,5 cm.
Schätzung: CHF 10 000/15 000


