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拍品 3408 - Z34 战后和当代 - Samstag, 22. Juni 2013, 04.00 PM

RICHARD PAUL LOHSE

(1902 Zurich 1988)
Verschränktes rotes Kreuz mit blaugrünen und gelbgrünen Quadratgruppen. 1952/71.
Öl auf Leinwand.
Verso auf Leinwand signiert: Lohse, sowie auf dem Keilrahmen bezeichnet und datiert.
73 x 73 cm.

Provenienz: Privatsammlung Schweiz. "Verschränktes rotes Kreuz mit blaugrünen und gelbgrünen Quadratgruppen" ist eine exakte Beschreibung dessen, was wir sehen, wenn wir vor vorliegendem Werk stehen. Die gesamte Komposition setzt sich aus einzelnen Quadraten zusammen, die teils durch das Nebeneinander derselben Farbe nicht sofort als Quadrat in Erscheinung treten. Das Quadrat ist Lohses Grundelement, das er durch modulare oder serielle Anordnung zur Bildkomposition zusammenfügt. Der Autodidakt Richard Paul Lohse ist ein Systematiker, was sich eindrücklich in seiner Farbgestaltung widerspiegelt. Auf den ersten Blick sind wir beeindruckt von den kräftigen und z.T. grellen Farben, erkennen aber beim zweiten Blick das klare Konzept. Die Mitte wird durch das verschränkte rote Kreuz beherrscht, dass mit Aussparungen über 4x4 Quadrate läuft, die Aussparung wiederum sind im Uhrzeigersinn abwechselnd Blaugrün und Gelbgrün, wobei diese Farben nur in Einzelquadraten vorkommen und nach einer Paarung immer ein rotes Quadrat kommt. Farbe und Form bilden in seinen Werke eine Einheit. Mit der Verbannung der Farben Schwarz und Weiss aus seiner Farbpalette, wendet er sich vollkommen den Primär- und Komplementärfarben zu, die ab den 1950er Jahre seine Gemälde beherrschen. Die Farbe wird das alles bestimmende Element seiner Werke: "In seinem Oeuvre, das der Farbfeldmalerei zuzurechnen ist, werden die Eigengesetzlichkeiten der Farbe untersucht, und seine Farbfeldsystematik aufgebaut, die so sehr von den Erfordernissen der darstellenden Selbstständigkeit der Farbe bestimmt ist, dass es zur Aufhebung des Dualismus von Farbe - Form kommt." (Ausst.Kat.: Richard Paul Lohse, u.a. Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen 1992, S. 12). Durch die Auseinandersetzung mit dem Kubismus und vor allem mit der holländischen De Stijl-Bewegung findet der Schweizer Richard Paul Lohse zu Beginn der 1940er Jahre zur Konkreten Kunst. Lohse analysiert und systematisiert Werke anderer Künstler sowie seine eigenen Werke. So kommt er zu der Überzeugung, dass sein grosses Vorbild Piet Mondrian an der "Schwelle der endgültigen Findung universeller, genormter Bildmittel" steht (ebenda, S. 12). Lohse nimmt dies als Ansporn mit seiner Kunst neue Möglichkeiten zu entwickeln "alles in einem Bild vom Erarbeitungsvorgang bis zur Verwirklichung zu kontrollieren, so dass jedes individualistische oder subjektive Moment ausgeschlossen ist." (Lemoine, Serge, in Ausst.Kat.: Richard Paul Lohse. 1902-1988 Retrospektive, Museum Fridericianum, Kassel 1988). So entwickeln sich einige feststehende, unumstössliche Prinzipien: ab den 1950er Jahren basieren seine Werke auf dem Quadrat, die Komposition ist parallel zum Bildrand angelegt, Farben stehen in Beziehung zu einander, die Farbfläche muss neutral sein, so dass der Farbauftrag unpersönlich ist. Nichts liegt dem Systematiker Lohse ferner als die Idee von l'art pour l'art. Kunst muss etwas bewirken und er ist der "Überzeugung, dass mittels Kunst ein Einfluss auf die Menschen ausgeübt werden könne: die Veränderung seiner Umwelt und letztlich auch der Gesellschaft. Die Kunst wird als eine Form des sozialen und des politischen Engagements betrachtet." (ebenda)

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