Drama auf hoher See
Dieses für Ivan Aivazovsky typische Seestück versammelt symbolisch aufgeladene Details: das gestrandete Schiffswrack, das den Naturgewalten ausgesetzte Rettungsboot und die steile Felsenküste. Wellen und Himmel schillern in vielen Blautönen. Der Romantiker setzt die Szene in dramatisches Licht, ihr Ausgang bleibt offen.
Ivan
Konstantinovich
Aivazovsky
(1817–1900)
Schiffbruch an der Felsküste.
1872. Öl auf Leinwand.
46,5 × 72 cm. Signiert.
Schätzung: CHF 180 000/250 000
Luxus-Möbel
Ab Mitte des 18. Jahrhunderts entstand im Raum Mainz eine neue Möbelgattung, «Cantourgen» genannt – eine französisierte Form des Wortes «Kantörchen» (von Kantor oder Comptoir). Es handelt sich um dreiteilige Schreibschränke mit Kommodenunterteil, Schreibfach und Aufsatzschrank, die zur Aufbewahrung und Verwaltung von Dokumenten dienten.
Aufsatzschreibschrank
«Cantourgen»
Rokoko, Mainz, um 1760. Nussbaum
und andere teils getönte Hölzer.
120 × 75 × 213 cm.
Schätzung: CHF 30 000/50 000
Zwei Torchèren in Form von Delfinen
Barocchetto. Genua, 17./18. Jh. In der Art
von Filippo Parodi (1630–1702). Holz,
bemalt und vergoldet. H 222 cm.
Schätzung: CHF 20 000/30 000
Im Zeichen des Delfins
Solche Torchèren beleuchteten im 17. und 18. Jahrhundert Prunksäle in Genua. Das Delfinmotiv geht wohl auf Zeichnungen von Filippo Parodi zurück. Ausgeführt wurden die Delfin-Torchèren vielfach von weniger bekannten oder anonymen Genueser Ebenisten. Unser Leuchterpaar wird von Kristallglas- Girandolenaufsätzen bekrönt.
Meissener Opulenz
Zwei Privatsammlungen von traditionellem Meissener Porzellan und Böttchersteinzeug geben Einblick in die schöpferische Phantasie des 18. Jahrhunderts. Die Stücke zeigen lebenslustige Harlekingruppen, hinter der Süsse von Rokokopaaren versteckte Lüsternheit und detailreiche Chinoiserien. Frühes Meissener Porzellan und Böttgersteinzeug aus zwei Schweizer Privatsammlungen.



