Lot 3050* - A213 Art Suisse - vendredi, 27. juin 2025, 14h00
LOUIS SOUTTER
(Morges 1871–1942 Ballaigues)
Perles vives. 1937–42.
On the reverse: Deux nus et deux têtes d'hommes.
On the reverse: Deux nus et deux têtes d'hommes.
India ink on paper (finger painting).
Inscribed centre left: Perles Vives.
32 × 50 cm.
Provenance:
- Galerie M. Knoedler, Zurich, 1981.
- Hess Art Collection, acquired in the above gallery.
Exhibited:
- Yountville 2006-11, Hess Art Collection Winery, Napa Valley.
- Paris 2012, Louis Soutter. Le Tremblement de la Modernité, La Maison Rouge, 20.6.–23.9.2012.
Literature:
- Michael Thévoz: Louis Soutter. Catalogue de l'œuvre, Zurich 1976, vol. II, p. 336, no. 2677 (with ill.).
- Donald M. Hess and Myrtha Steiner: Hess Art Collection, Berlin 2009, pp. 296 and 300.
Louis Soutter stammte aus gutbürgerlichem Haus und zeigte früh Interesse an Kunst, Architektur und Musik. Er studierte in Lausanne, Genf, Brüssel und Paris. 1897 heiratete er die Amerikanerin Madge Fursman und zog mit ihr nach Colorado Springs, wo er Kunstgeschichte unterrichtete. Nach gesundheitlichen und persönlichen Krisen kehrte er in die Schweiz zurück. 1923 wurde er im Alter von 52 Jahren in ein Pflegeheim eingewiesen, in dem er bis zu seinem Tod lebte.
Dort begann er im Verborgenen intensiv zu zeichnen. Ohne Vorstudien entstanden aus fein verwobenen Texturen scheinbar zufällige Figuren und Szenen – ein Universum geprägt von Metamorphosen und Assoziationen, das der Logik von Traum und Wahn folgt (Michel Thévoz, 2016, SIKART).
Ab 1930 entwickelte Soutter eine freiere, expressivere Bildsprache in grösseren Formaten. Seine Themen verfolgte er mit obsessiver Intensität. Ab 1937, durch Sehschwäche und Arthritis eingeschränkt, trug er die Tusche mit dem Finger auf – es entstanden die dramatisch kontrastierenden Fingermalereien der letzten Jahre, zu denen auch das hier angebotene Werk zählt.
Soutters Malerei entzieht sich eindeutiger Einordnung und bewegt sich in einem eigenen Kosmos rätselhafter Zeichen. Sein Werk, entstanden im Rückzug ins Persönliche, blieb aber offen für die Impulse der künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts.
Dort begann er im Verborgenen intensiv zu zeichnen. Ohne Vorstudien entstanden aus fein verwobenen Texturen scheinbar zufällige Figuren und Szenen – ein Universum geprägt von Metamorphosen und Assoziationen, das der Logik von Traum und Wahn folgt (Michel Thévoz, 2016, SIKART).
Ab 1930 entwickelte Soutter eine freiere, expressivere Bildsprache in grösseren Formaten. Seine Themen verfolgte er mit obsessiver Intensität. Ab 1937, durch Sehschwäche und Arthritis eingeschränkt, trug er die Tusche mit dem Finger auf – es entstanden die dramatisch kontrastierenden Fingermalereien der letzten Jahre, zu denen auch das hier angebotene Werk zählt.
Soutters Malerei entzieht sich eindeutiger Einordnung und bewegt sich in einem eigenen Kosmos rätselhafter Zeichen. Sein Werk, entstanden im Rückzug ins Persönliche, blieb aber offen für die Impulse der künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts.
CHF 80 000 / 140 000 | (€ 82 470 / 144 330)
Vendu pour CHF 137 500 (frais inclus)