Vous n'avez pas encore un login ?

Cliquez ici pour enregistrer »


Je suis déjà inscrit - Login :




Lot 1326* - A164 Mobilier & Sculptures - jeudi, 21. mars 2013, 10h00

SECRETAIRE "A ABATTANT" WITH "VERNIS MARTIN",Louis XVI style, after designs by J.H. RIESENER (Jean Henri Riesener, maitre 1768), attributed to P. SORMANI (Paul Sormani, born 1817 in Canzo), Paris circa 1880. Tulipwood, rosewood and satinwood in veneer, inlaid with fillets and reserves, the front with finely painted Venus and 4 putti musicians on cloud. Fall-front writing surface lined with gold-stamped brown leather above 3 adjacent drawers. Fitted interior of compartments and drawers. Fine, gilt bronze mounts and sabots.86x37x(open 75)x142 cm.

Louis-XVI-Stil, nach Vorlagen von J.H. RIESENER (Jean Henri Riesener, Meister 1768), P. SORMANI (Paul Sormani, geb. 1817 in Canzo) zuzuschreiben, Paris um 1880.
Rosenholz, Palisander Zitronenholz gefriest sowie mit Filets und Reserven eingelegt, die Front fein bemalt Venus und 4 musizierenden Putti auf Wolke, im Hintergrund Streitwagen und 2 Turteltauben. Prismierter Korpus mit leicht vorstehendem Kranz mit Abschlussgalerie auf bogenförmig ausgeschnittener Zarge mit durch Zwischentablar verbundenen Vierkantbeinen auf Säulenfüssen. Abklappbare, innen mit braunem, goldgepresstem Leder bezogene Schreibplatte über 3 nebeneinander liegenden Schubladen. Inneneinteilung mit grossem Zentralfach über Schublade "à l'anglaise", flankiert von je 6 Schubladen. Feine, vergoldete Bronzebeschläge und -sabots. 86x37x(offen 75)x142 cm.

Provenienz: Aus einer europäischen Sammlung. Die Bezeichnung "vernis Martin" geht auf die Malerdynastie Martin zurück. Eigentlicher Chef "du Clan" und Begründer der berühmten Werkstatt ist Guillaume Martin (1689-1749). Er führte zusammen mit seinem Bruder Etienne-Simone ein Atelier in der Grande Rue du Faubourg Saint-Denis. Aus den Jahren 1710 bis 1730 sind nahezu keine Quellen vorhanden, aber folgende Tatsache beweisen den Erfolg des Familienunternehmens: Guillaume Martin vom "vernisseur en verny de la Chine tant sur bois, ebenne, yvoir qu'autres tant pour toilette de femmes qu'autres ouvrages" zum "maistre vernisseur", "maistre peintre" und "maistre peintre vernisseur", 1725 erhielt er sogar den Titel "Vernisseur du Roy" als Anerkennung für die Erfindung des weissen Firnisses, eines sehr hellen, besonders transparenten Lackes. Die Farben "beau bleu de Prusse", "petit vert" und "jonquille" sind weitere Schöpfungen des Ateliers Martin. Während der 1710er und 1730er Jahre fertigte die Werkstatt vor allem Encoignuren und Kommoden. Die Jahre 1730 bis 1749 waren ungemein produktiv und erfolgreich; das Atelier Martin lieferte dem Königshof Kommoden sowie Encoignuren und ein "clavecin" für Mesdames in Versailles. Im nach dem Tod von Guillaume Martin verfassten Inventar fällt die unglaubliche Anzahl an Möbeln auf, wie auch die Vielfalt: Kommoden, Poudreusen, Encoignuren und Tische, Dosen, Schatullen, Paravents, Sänften und Kutschen. Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 128-142 (biogr. Angaben). A. Pradère, Die Kunst des französischen Möbels, München o.J.; S. 183. J.N. Ronfort / J.D. Augarde / B. Langer, Nouveaux Aspects de la vie et de l'oeuvre de Bernard (II) Vanrisamburgh, in: Estampille / L'Objet d'Art 290 (1995); S. 29-52 und 199 (biogr. Angaben). Für Angaben zu P. Sormani siehe Fussnote der Katalognr. 1310.

CHF 25 000 / 45 000 | (€ 25 770 / 46 390)

Vendu pour CHF 19 200 (frais inclus)