Lot 1256 - A139 Mobilier, Porcelaine & Décoration - jeudi, 07. décembre 2006, 10h00
IMPORTANT CLOCK "ORPHEE ET EURYDICE", late Empire, Paris, 19th century Burnished bronze, with matte and polished gilt bronze, also "Griotte Rouge" marble. With figures of Orpheus and Eurydice leaning on the stele shaped case, with fine relief depiction of Eurydice being bitten by a snake. The clock with bronze dial within gilt bronze ring with fine relief, Paris movement striking the 1/2 hours on bell. 74x28x122 cm. Provenance: private collection, Switzerland.
spätes Empire, Paris, 19. Jh.
Bronze brüniert, teils matt- und glanzvergoldet sowie "Griotte Rouge"-Marmor. Stehende Orpheus mit Lyra und Eurydike mit Lorbeerkranz, an das stelenförmige Uhrgehäuse gelehnt, auf gestuftem Rechtecksockel mit markanten, gequetschten Kugelfüssen. Feines Relief mit Darstellung der Eurydike, die von einer Schlange gebissen wird. In fein reliefierten, vergoldeten Bronzering gefasstes Bronzezifferblatt mit römischen Stundenzahlen. Pariser Werk mit 1/2-Stundenschlag auf Glocke. 74x28x122 cm.
Provenienz: Privatbesitz, Schweiz. Orpheus, Sohn des thrakischen Königs Oiagros und der Muse Kalliope, ist der berühmteste Sänger und Poet der griechischen Mythologie. Der Gott Apollo schenkte ihm eine Leier, die Musen lehrten ihn, darauf zu spielen. Orpheus' Gesang zähmte nicht nur die wilden Tiere, sondern entzückte auch die Bäume und Felsen, die ihre Plätze verliessen, um seiner Stimme zu lauschen. Orpheus übertönte sogar die Sirenen. Orpheus heiratete die schöne Eurydike. Eines Tages wurde sie von einer Schlange ins Bein gebissen. Eurydike starb am heimtückischen Gift des Tieres. Voller Trauer stieg Orpheus in die Unterwelt hinab, um seine Frau zurückzuholen. Im Totenreich bezauberte er mit seiner Musik selbst den wilden, finsteren Hades, bis dieser schliesslich Eurydike erlaubte, in die Oberwelt zurückzukehren. Er stellte nur eine Bedingung: Orpheus dürfe sich nicht umschauen, bis seine Frau sicher im Lichte der Sonne stehe. Doch Orpheus befolgte die Worte des Gottes nicht. Voller Sehnsucht blickte er zu Eurydike, noch ehe sie aus dem Reich der Schatten ins Licht getreten war. Traurig und zutiefst bekümmert musste er mitansehen, wie seine Frau wieder im Unterreich verschwand.
CHF 12 000 / 18 000 | (€ 12 370 / 18 560)
Vendu pour CHF 14 400 (frais inclus)