Lot 1294* - A140 Mobilier, Porcelaine & Décoration - jeudi, 22. mars 2007, 10h00
MANTEL CLOCK "LE BACCHUS NOIR",Directoire/Empire, the model probably by J.S. DEVERBERIE (Jean-Simon Deverberie, died 1824), the dial inscribed. A. PARIS, the springs dated AVRIL 1808, Paris circa 1808/10. Matte and polished gilt bronze and burnished bronze. With standing figure of black Bacchus bearing the barrel shaped clock case, set on decorated plinth with carafes, vines and ball feet. The clock with enamel dial and anchor escapement striking the 1/2 hours on bell. 26x10x36 cm. An exceptionally rare clock of perfect quality and elegance.
Directoire/Empire, das Modell wohl von J.S. DEVERBERIE (Jean-Simon Deverberie, gest. 1824), das Zifferblatt bez. A. PARIS, die Feder dat. AVRIL 1808, Paris um 1808/10.
Bronze matt- und glanzvergoldet sowie brüniert. Stehender, schwarzer Bacchus, das fassförmige Uhrgehäuse tragend, auf prismiertem Sockel mit 2 Karaffen, Trauben und hohen Kreiselfüssen. Emailzifferblatt mit arabischen Minuten- und römischen Stundenzahlen. Werk mit Ankerhemmung und Fadenaufhängung sowie 1/2-Stundenschlag auf Glocke. 26x10x36 cm.
Ausserordentlich seltene Pendule von perfekter Qualität und Eleganz, welche an die von J.S. Deverberie gefertigten Entwürfe für den sogenannten "Portefaix" und "La Nourrice Africaine" erinnert; beide Pendulen wurden in unserer Novemberauktion 1997 (Katalognr. 1146 und 1142) verkauft. Alle drei Pendulen weisen eine meisterhafte Darstellung von ausserordentlich fein gestalteten exotischen Figuren bei einer alltäglichen Tätigkeit auf. Ende des 18. Jahrhunderts gründete J.S. Deverberie mit J.G. Hertzog die Firma "Deverberie et Compagnie, Manufacturiers d'Horlogerie et de Bronze doré" und integrierte damit, wie viele andere "bronziers", eine Uhrmacherwerkstatt in seinen Betrieb. 1803 geriet er in finanzielle Schwierigkeiten, konnte aber mit seinen Gläubigern - unter anderem der Vergolder J.L. Foubert, Roger l'Ainé, Roger le Jeune, J.B. Trémet, J.C. Herouard, N. Paris, die Witwe Dartois, der "marchand de ressorts" G. Mouginot l'Ainé, der "marbrier" P.J. Gilles und die Uhrmacher Lemoine, Sandoz, Dubuc l'Ainé, Dubuc le Jeune, Mathieu und Marc Croutte - einen Vertrag über Rückzahlung in Raten aushandeln. Am 22.1.1799 liess J.S. Deverberie aus Gründen des Modellschutzes die Zeichnungen verschiedener Modelle in der "Bibliothèque Nationale" registrieren, wie zum Beispiel "Couple enlacé", "Indien et Indienne", "L' Amerique", "L' Afrique" und "Négrillon Porteur". Weitere Zeichnungen sind in der "Bibliothèque d'Art et d'Archéologie" in Paris. J.S. Deverberie gilt als der wichtigste Erfinder der sogenannten "pendules aux nègres", die sich im Empire grösster Beliebtheit erfreuten und für die er auch passende Girandolen schuf. Neben diesen Modellen schuf er solche mit dem Motiv der Leda und von Herkules und dem Löwen, eine teilweise emaillierte Skelettuhr und eine vasenförmige Pendule mit beidseitig fixierten Zifferblättern, die in der Mitte eines Tisches plaziert werden konnte. Das einzige noch erhaltene Exemplar hiervon befindet sich im Musée Marmottan in Paris. Lit.: Archiv J.N.R.-J.D.A. Paris (biogr. Angaben).
CHF 25 000 / 45 000 | (€ 25 770 / 46 390)
Vendu pour CHF 30 000 (frais inclus)