Lot 3033 - A217 Art Suisse - vendredi, 26. juin 2026, 14h00
HANS EMMENEGGER
(Küssnacht 1866– 1940 Luzern)
Stillleben mit Früchten. 1911.
Oil on canvas.
Signed and dated lower right: HANS EMMENEGGER 11.
24 × 31.5 cm.
Provenance:
- By descent to the present owner.
Die beiden angebotenen Stillleben (Los 3034) von Hans Emmenegger, beide aus der Sammlung von Dr. jur. L. F. Meyer, einem Förderer des Künstlers zu dessen Lebzeiten, stehen exemplarisch für eine Werkgruppe, die nach seinem Aufenthalt in Südfrankreich einsetzt und innerhalb seines Oeuvres eine bedeutende Rolle einnimmt. Diese rund einen Fünftel seines Schaffens umfassende Gruppe verdeutlicht eindrücklich Emmeneggers kontinuierliche Auseinandersetzung mit reduzierten Bildmotiven und malerischer Konzentration. Zwei weitere angebotene Blumenstillleben (Lose 3053 und 3063) ergänzen diese Werkphase als spätere Ausprägung des Themas.
Die frühen Stillleben zählen zu den überzeugendsten Beispielen einer zurückhaltenden, fein nuancierten Malerei. Auf der Grundlage einfacher Sujets, Früchte, sparsam auf neutralem Grund arrangiert, entwickelt Emmenegger eine bemerkenswerte formale Präzision. Die Objekte erscheinen in einer nüchternen, beinahe neusachlich anmutenden Formgewissheit, die an Vallotton erinnert, zugleich jedoch von einer eigentümlichen Intensität durchdrungen ist. Entscheidend ist dabei die ausgefeilte Lichtregie: präzise gesetzte Hell Dunkel Kontraste, reflektierende Oberflächen und fein abgestufte Schattenzonen strukturieren den Bildraum und erzeugen dichte visuelle Eindrücke.
Die Kompositionen sind streng inszeniert und von konzentrierter Geschlossenheit. Raum und Gegenstand stehen in einem spannungsvollen Verhältnis von Flächigkeit und Plastizität. Gerade in dieser kontrollierten Reduktion entfalten die Bilder ihre suggestive Wirkung, die über das rein Gegenständliche hinausweist. In ihrer Klarheit und gleichzeitigen Irritation erinnern sie an die Stillleben Félix Vallottons, ohne jedoch deren dekorative Flächigkeit zu übernehmen. Emmeneggers Zugriff bleibt stärker auf die Wahrnehmung von Licht und Stofflichkeit gerichtet.
Die frühen Stillleben zählen zu den überzeugendsten Beispielen einer zurückhaltenden, fein nuancierten Malerei. Auf der Grundlage einfacher Sujets, Früchte, sparsam auf neutralem Grund arrangiert, entwickelt Emmenegger eine bemerkenswerte formale Präzision. Die Objekte erscheinen in einer nüchternen, beinahe neusachlich anmutenden Formgewissheit, die an Vallotton erinnert, zugleich jedoch von einer eigentümlichen Intensität durchdrungen ist. Entscheidend ist dabei die ausgefeilte Lichtregie: präzise gesetzte Hell Dunkel Kontraste, reflektierende Oberflächen und fein abgestufte Schattenzonen strukturieren den Bildraum und erzeugen dichte visuelle Eindrücke.
Die Kompositionen sind streng inszeniert und von konzentrierter Geschlossenheit. Raum und Gegenstand stehen in einem spannungsvollen Verhältnis von Flächigkeit und Plastizität. Gerade in dieser kontrollierten Reduktion entfalten die Bilder ihre suggestive Wirkung, die über das rein Gegenständliche hinausweist. In ihrer Klarheit und gleichzeitigen Irritation erinnern sie an die Stillleben Félix Vallottons, ohne jedoch deren dekorative Flächigkeit zu übernehmen. Emmeneggers Zugriff bleibt stärker auf die Wahrnehmung von Licht und Stofflichkeit gerichtet.
CHF 15 000 / 25 000 | (€ 15 460 / 25 770)
Vendu pour CHF 55 000 (frais inclus)