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Lot 3024 - Z30 Swiss Art - Friday, 24. June 2011, 02.00 PM

ALBERT ANKER

(1831 Ins 1910)
Mädchenbildnis.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Anker.
41 x 32 cm.

Provenienz: - Hotel Krone, Rheinfelden. - Privatbesitz Safenwil (1962). - Privatbesitz Schweiz. Literatur: - Der Schweizerische Beobachter, 26.Jg., Nr. 17, 30. November 1952, Abb. Titelbild und S. 1148-1150. - Huggler, Max / Walterskirchen, Katalin von: Albert Anker. Katalog der Gemälde und Ölstudien. Bern, Kunstmuseum und Verlag Berner Tagblatt, Nr. 266 (Brustbild eines blonden Mädchens). - Kuthy, Sandor / Battacharya-Stettler, Therese: Albert Anker. Werkkatalog der Gemälde und Ölstudien. 1995 Bern, S. 197, Nr. 418 (Mädchenbildnis). Bei diesem Werk handelt es sich um das Gegenstück zum Bildnis eines Knaben, welches unter der Nummer 3025 angeboten wird. Die beiden Bildnisse eines Mädchens und eines Knaben hat Albert Anker als Pendent konzipiert und an den gleichen Privatsammler verkauft. Durch Erbschaft gelangten die Gemälde in verschiedene Hände und wurden getrennt. Während das Werkverzeichnis des Kunstmuseum Bern aus dem Jahre 1962 die beiden Gemälde als Gegenstücke noch erfasst hat, fehlt im Verzeichnis der Gemälde und Ölstudien aus dem Jahr 1995 dieser Hinweis der Zusammengehörigkeit. Durch einen glücklichen Zufall wurden uns diese beiden Werke aus zwei verschiedenen Schweizer Sammlungen innerhalb weniger Wochen für die Auktion eingeliefert, ohne dass die Besitzer jeweils von dieser dadurch entstandenen Wiedervereinigung von Mädchen und Knabe wussten. Beide Gemälde beeindrucken durch das tiefe Verständnis der Charaktere, welches Albert Anker darin mit seinen überragenden künstlerischen Mitteln zum Ausdruck bringt. Während das Mädchen, bereits etwas älter und reifer als der Knabe, ruhig aber dennoch schon recht selbstbewusst dasitzt, scheint der Knabe - vielleicht ihr jüngerer Bruder - noch ganz in der kindlichen Welt der Träume zu schweben, welche gleich einer durchsichtigen aber kaum durchdringbaren Glocke um seine Person sich auszubreiten scheint. Doch erst durch die Gegenüberstellung zeigt sich das ganze Potential, welches Albert Anker in diese als Paar konzipierten Bildnisse gelegt hat. Im direkten Vergleich werden die Unterschiede der beiden Persönlichkeiten erlebbar, wodurch sich gleichzeitig beide in ihrem ganzen Charakter entfalten. Die kompositorische Zusammengehörigkeit wird auch durch die aufeinander bezogene Farbgebung der beiden Gemälde deutlich. Da es sich wie oben erwähnt um zwei verschiedene Besitzerfamilien handelt, müssen die beiden Gemälde einzeln an der Auktion ausgerufen werden. Es wäre zu wünschen, dass sie danach in derselben Sammlung zusammenbleiben können.


CHF 500 000 / 700 000 | (€ 515 460 / 721 650)

Sold for CHF 3 815 000