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Lot 1352 - A135 Mobilier, Porcelaine & Décoration - jeudi, 08. décembre 2005, 10h00

SET OF 4 FAUTEUILS "AUX DAUPHINS", Empire, stamped JACOB FRERES RUE MESLEE (the collaboration of François-Honoré-Georges and Georges II Jacob 1796 to 1803), Paris circa 1803. Carved mahogany finely inlaid "à l'antique" with rosewood and mother of pearl, with brown-black striped cushions. 56x44x42x87 cm.

Empire, sign. JACOB FRERES RUE MESLEE (die Zusammenarbeit von François-Honoré-Georges und Georges II Jacob zwischen 1796 und 1803), Paris um 1803.
Mahagoni beschnitzt sowie ausserordentlich fein mit Palisander und Perlmutt "à l'antique" eingelegt. Hufförmiger Sitz auf gerader Zarge mit Säbelbeinen. Wappenförmige, bogenförmig abschliessende Rückenlehne mit ausladenden Armlehnen auf Delphinstützen. Braun/schwarz gestreifte Stoffsitzkissen. 56x44x42x87 cm.

Provenienz: Privatsammlung, Zürich. Hochbedeutende Folge von grosser Eleganz. Ein nahezu identischer Fauteuil ist abgebildet in: D. Ledoux-Lebard, Le mobilier français du XIXe siècle, Paris 1989; S. 343. Am 13. April 1796 überschrieb G. Jacob die florierende Firma seinen beiden Söhnen Georges II und François-Honoré-Georges. Die Zusammenarbeit der Gebrüder Jacob war nur von sehr kurzer Dauer und wurde durch den plötzlichen Tod von Georges II beendet. Die Werke der Jacob Frères gehören zu den elegantesten und innovativsten der Jahre um 1800. Die "Légèrte" der Formgebung, die neuen Dekorationen "à l'égyptien" oder "à l'antique", die perfekte Ausführung und die Verwendung von bestem Mahagoni-Furnier waren die Markenzeichen ihrer Arbeit. D. Ledoux-Lebard hält diesbezüglich Folgendes fest: "Ces qualités les classent parmi les plus belles productions de cette maison, et leur relative rareté, vu la brièvite de cette période, ajoute encore à leur intêret." in: Le mobilier français du XIXe siècle, Paris 1989; S. 272-279 und 293f. In den "Expositions des produits de l'industrie française" jener Jahre erhielten die Brüder stets die höchsten Auszeichnungen, obwohl die Konkurrenz aus den bedeutendsten Kunsthandwerkern bestand. Trotz der Konkurrenz arbeiteten sie manchmal zusammen für die Paläste des angehenden Kaisers Napoleon und seine Entourage. Kaiserin Joséphine gab oft "ce qu'il y a de mieux" in Auftrag, und Napoleon erinnerte sich noch während seines Exils auf Sankt Helena mit Entsetzen an die horrende Rechnung der Jacob Frères. Nebst den Bonapartes war Madame de Recamier die wichtigste Kundin des Unternehmens, sie liess eine Vielzahl von Möbeln herstellen, die zu den bedeutendsten der Directoire-Epoche gehören. Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 434 (biogr. Angaben). D. Ledoux-Lebard, Le mobilier français du XIXe siècle, Paris 1989; S. 293-308 (biogr. Angaben).

CHF 12 000 / 18 000 | (€ 12 370 / 18 560)

Vendu pour CHF 130 400 (frais inclus)