Lot 1180 - A140 Mobilier, Porcelaine & Décoration - jeudi, 22. mars 2007, 10h00
LARGE BUREAU-PLAT,Louis XV, stamped CAREL (Jacques Philippe Carel, maitre 1723), Paris circa 1730/40. Walnut, tulipwood, rosewood, maple and various precious woods in veneer and finely inlaid with flowers, cartouches, fillets and frieze. The shaped top lined with reddish brown gold-stamped leather and edged in bronze, with broad central drawer flanked by 1 drawer each side and the same but sham arrangement verso. Gilt bronze mounts and sabots. Requires some restoration. 172x101x75 cm. Provenance: - Galerie Koller on 6.5.1982 (Lot No. 2502). - private collection, Locarno. An imposing and high quality piece
Louis XV, sign. CAREL (Jacques Philippe Carel, Meister 1723), Paris um 1730/40.
Nussbaum, Rosenholz, Palisander, Ahorn und diverse Edelhölzer gefriest sowie fein eingelegt mit Blumen, Kartuschen, Filets und Zierfries. Geschweiftes, rechteckiges, mit rotbraunem, goldgepresstem Leder bezogenes und in profilierten Bronzestab gefasstes Blatt auf wellig ausgeschnittener Zarge in "contour à l'arbalète" mit markant geschweiften Beinen. Front mit breiter Zentralschublade, flankiert von je 1 Schublade. Gleiche, jedoch blinde Einteilung auf der Rückseite. Vergoldete Bronzebeschläge und -sabots. Etwas zu überholen. 172x101x75 cm.
Provenienz: - Auktion Galerie Koller am 6.5.1982 (Katalognr. 2502). - Privatbesitz, Locarno. Imposantes Bureau-Plat von hoher Qualität. J.P. Carel erlernte seine Handwerkskunst in Paris und Grenoble, wo er als "compagnon" bei den Gebrüdern Hache tätig war. 1720 war er wieder in Paris, erlangte 1723 die Meisterwürde und führte ein relativ kleines Atelier. Die spärliche Quellenlage liefert wenig Informationen über seine Tätigkeit, jedoch sind verschiedene Aufträge für "marchands-merciers" belegt. Von grosser Bedeutung ist J.P. Carels Zusammenarbeit mit Vater und Sohn Gaudreaux, die seit 1726 den königlichen Hof in Versailles belieferten. Das Auftragsvolumen für die riesigen Paläste und Residenzen war so gross, dass sie auf die Mitarbeit bedeutender Ebenisten angewiesen waren, wie z.B. M. und A. Criaerd und F. Mondon. Carel fertigte u.a. einen Sekretär "en pente" für Madame de Pompadour und einen weiteren für "Mesdames Louise et Sophie de France à Versailles". Das umfangreiche Werk evidenziert die Vielfalt dieses Ebenisten, der die Stilform des Louis XV in allen Facetten meisterhaft darzustellen vermochte - Blumen, Diamantspitz, Lack, reicher Bronzezierat. Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1989; S. 149f. (biogr. Angaben). S. de Souis, Jacques Philippe Carel, in: L'Estampille - l'Objet d'Art 319 (1997); S. 63-82 (biogr. Angaben).
CHF 70 000 / 120 000 | (€ 72 160 / 123 710)
Vendu pour CHF 96 000 (frais inclus)