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Lot 1364 - A140 Mobilier, Porcelaine & Décoration - jeudi, 22. mars 2007, 10h00

MANTEL CLOCK,Revival style, the dial and movement signed and numbered BREGUET NO 1237, Paris, end of the 19th century Brass and cut glass. The case glazed on four sides. The clock with enamel dial and anchor escapement with quarter hour striking on bell. 21x17x33 cm. Provenance: Zurich private collection. The gallery has the certificate of authenticity from the Breguet firm dated 20.11.1913.

Historismus, das Zifferblatt und Werk sign. und num. BREGUET NO 1237 (gegr. von A.L. Breguet 1775), Paris, Ende 19. Jh.
Messing und geschliffenes Glas. Rechteckiges, vierseitig verglastes Gehäuse auf profiliertem Sockel. Emailzifferblatt mit arabischen Minuten- und römischen Stundenzahlen. Ankerwerk mit 1/4-Stundenschlag auf Glocke. 21x17x33 cm.

Provenienz: Zürcher Privatsammlung. Der Galerie liegt das Echtheitszertifikat der Firma Breguet vom 20.11.1913 vor. Einer der bedeutendsten Uhrmacher überhaupt war Abraham Louis Breguet. Er wurde 1747 in Neuchâtel geboren und zeigte schon sehr früh Interesse an der Uhrmacherei seines Stiefvaters. Dieser schickte ihn 1762 - gerade mal 15-jährig - zu einem berühmten Uhrmacher in Versailles in die Lehre. Dreizehn Jahre später gründete Breguet ein Geschäft am Quai d'Horologe und erlangte schnell einen hohen Bekanntheitsgrad - zu seinen Kunden gehörten auch Louis XVI und Napoleon. Breguet besass einen immensen Ideenreichtum und das Talent, bereits bestehende Lösungen zu verbessern, aber auch neue technische Möglichkeiten zu entwickeln. Mit viel beruflicher Begeisterung variierte er seine Erfindungen und experimentierte mit ihnen herum. So kam es, dass von den ca. 4000 Uhren, die in seiner Werkstatt entstanden sind, beinahe keine einer anderen gleicht. Breguet pflegte enge Kontakte zu anderen berühmten Uhrmachern seiner Zeit, wie zum Beispiel zu Ferdinand Bertoud und John Arnold. Die Firma, die Abraham Louis Breguet gegründet hatte, wurde nach seinem Tod 1823 von Enkeln und Urenkeln weitergeführt. Sie befindet sich heute an der Place Vendôme in Paris. Breguet verbesserte entscheidend die Automatik-Taschenuhr durch die Verwendung zweier Federhäuser und nannte sie "Perpetuelles". Sie funktionierten mittels eines Platin-Gewichtes. Er fertigte zudem Blindenuhren ("montres à tact") mit drehbarem Gehäuseboden, an dem ein Zeiger befestigt war; damit und anhand von Markierungen am Rand der Taschenuhr liess sich die Zeit ertasten.Breguet produzierte auch Schlagwerkuhren in höchster Vollendung, die bis dahin kein Uhrmacher fertiggebracht hatte. Das Talent Breguets zeigt sich in allen Bereichen der Uhrmacherkunst. Er hinterliess nicht nur in technischer, sondern auch in ästhetischer Hinsicht ein unvergleichliches Werk. Seine Uhren wurden so oft kopiert, dass er ab 1795 eine Geheimsignatur auf dem Zifferblatt anbringen lies: eine spezielle Gravur, die normalerweise unsichtbar war und nur aus einem bestimmten Blickwinkel gesehen werden konnte. 1783 erhielt er den Auftrag, die bis dato komplizierteste Uhr anzufertigen. Sie sollte alle bis dahin bekannten Komplikationen in sich vereinigen. Breguet wurde nicht unter Zeitdruck gesetzt, und so kam es, dass dieses Wunderwerk erst 1820 vollendet wurde. Die Uhr, die den Namen "Marie Antoinette" bekam und Räder, Platinen und Brücken aus Gold besitzt, wurde mit einem Minutenrepetitions-Schlagwerk versehen, d.h. die Zeit wird auf Knopfdruck und auf die Minute genau akustisch angegeben. Breguet fügte auch einen "Ewigen Kalender", ein Kalendarium, das selbsttätig die verschiedenen Monatslängen und sogar die Schaltjahre berücksichtigt, und einen Selbstaufzug mit Auf- und Abzeiger, anhand dessen sich die Energiereserve der Zugfeder ablesen liess. Ferner zeigte die Uhr die Differenz zwischen zwölf Uhr Mittag und den tatsächlichen Höchststand der Sonne an. Dieses Wunderwerk der Uhrentechnik befindet sich heute im Mayer-Museum in Jerusalem.

CHF 15 000 / 25 000 | (€ 15 460 / 25 770)

Vendu pour CHF 24 000 (frais inclus)