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Lot 1089* - A155 Furniture, Porcelain & Decoration - Thursday, 02. December 2010, 10.00 AM

PAIR OF IMPORTANT VASES WITH BRONZE MOUNTS "AUX TETES DE LIONS",late Regence/Louis XV, the porcelain from a European factory in "imitation de Celadon" of the Yuan period (1279-1368), the bronze from a Paris master workshop circa 1750. Fine, relief-decorated porcelain, painted in celadon style, with matte and polished gilt bronze. H 75 cm. Provenance: - In all likelihood, acquired by Edward Levy-Lawson, 1st Baron Burnham (1833-1913) for his Hall Barn estate in Beaconsfield, Buckinghamshire. - Harry Levy-Lawson, 2nd Baron Burnham (1862-1933). - William Lawson, 3rd Baron Burnham (1864-1943). - Edward Frederick Lawson, 4th Baron Burnham (1890-1963). - William Lawson, 5th Baron Burnham (1920-1993). - Christie's London auction on 22.9.1969 (Lot No. 96). - Christie's London auction on 11.6.1993 (Lot No. 8). - From a highly important European private collection.

späte Régence/Louis XV, das Porzellan aus einer europäischen Manufaktur in "imitation de Céladon" der Yuan-Periode (1279-1368), die Bronzen aus einer Pariser Meisterwerkstatt um 1750.
Fein reliefertes Porzellan, bemalt in der Art von Celadon, sowie matt- und glanzvergoldete Bronze. Birnenförmiger Gefässkörper "en forme zun" mit volutenförmig geschweifter Lippe und markanten Traghenkeln, auf markant eingezogenem und profilierten Volutensockel. H 75 cm.

Provenienz: - Aller Wahrscheinlichkeit nach erworben von Edward Levy-Lawson, 1. Baron Burnham (1833-1913) für sein Anwesen Hall Barn in Beaconsfield, Buckinghamshire. - Harry Levy-Lawson, 2. Baron Burnham (1862-1933). - William Lawson, 3. Baron Burnham (1864-1943). - Edward Frederick Lawson, 4. Baron Burnham (1890-1963). - William Lawson, 5. Baron Burnham (1920-1993). - Auktion Christie's London, 22.9.1969 (Katalognr. 96). - Auktion Christie's London 11.6.1993 (Katalognr. 8). - Aus einer hochbedeutenden europäischen Privatsammlung. Ausserordentlich feines Paar von bestechender Qualität und Eleganz. >R> Der hier angebotene Vasentypus findet sich zeichnerisch - inwendig nummeriert XII - auf einer Serie von Blättern, die aller Wahrscheinlichkeit vom "marchand-mercier" P. Poirier an den Grafen und die Gräfin von Sachsen-Teschen, in den Jahren 1780 bis 1792 Herrscher über die österreichischen Niederlande, gesandt wurden. Diese Zeichnungen sind heute Bestand der Sammlungen des Metropolitan Museums in New York und illustrieren diverse Objekte und Einrichtungsgegenstände aus den Beständen des bedeutenden Kunsthändlers P. Poirier. Der Text zur Zeichnung lautet: "Les ornements en rameau de fleurs et joncs de ce vase sont un peu en relief. Il est d'un vert un peu plus foncé que les suivants et tirant sur le gris. Les montures sont en bronze". Auf der Zeichnung ist eine zusätzlich Girlande, welche die beiden markanten Henkel verbindet und die in der Ausführung, ganz im "style rocaille" der Jahre um 1750 und mit den ausserordentlichen Löwenköpfen bereits den Neoklassizismus einläutend, keine Verwendung fand. Es sind fünf solche Henkelvasen "aux tètes de lions" bekannt: - Das hier angebotene Paar. - Eine Vase mit Céladon der Yuan-Periode mit divergierendem Abschluss, ehemals Samlung J. Ortiz-Patino und später K. Lagerfeld, verkauft bei Christie's Monaco, 29.4.2000 für 1 229 880 Euro (Katalognr. 350). - Eine Vase, womöglich stammend aus der Sammlung Lady Baillie, später Sammlung Charles Stein und verkauft in Paris, 14.5.1886 (Katalognr. 219) für beachtliche 12 200 francs or. - Eine Vase aus Marmor mit identischen Bronzen, heute Bestand der Sammlungen des Musée Carnavalet in Paris. Womöglich war diese Vase ursprünglich mit dem hier angebotenen Paar ein Ensemble bildete. Die Verwendung von Porzellan einer späteren Epoche auf Bronzemontierungen des 18. Jahrhunderts offenbart sich in exemplarischer Weise am hier angebotenen Paar und bestätigt die Katalogisierung des englischen Auktionshauses von 1993. Es bleibt festzuhalten, dass die herausragende Bronzequalität den bedutendsten Bronziers des 18. Jahrhunderts, Caffiéri, Duplessis und Vassoult, zuzuschreiben ist. Hall Barn un die Barone Burnham Der Staatsmann und Poet Edmund Waller (1606-1687) und seine Mutter erwarben das Anwesen Hall Barn in Beaconsfield. Seit 1651 entwarf er die Gartenanlage und ab 1675 begann er mit dem Wiederaufbau des Schlosses. Im frühen 18. Jahrhundert wurden bedeutende Erweiterungen des Gebäudes initiiert. Das Anwesen blieb in Familienbesitz bis 1832. Um 1880 wurde es von Edward Levy-Lawson erworben, Sohn von Joseph Moses Levy, der 1855 den Daily Telegraph übernommen hatte. Edward erhielt 1903 den Titel eines Barons. Er liess das prächtige Schloss weiter ausbauen und - wie viele seiner zu enormen Reichtum gekommenen Zeitgenossen - begann mit grossem Fachwissen und Geschmack seine Sammlung an bedeutenden Möbeln und Einrichtungsgegenstänen aufzubauen. Die Sammlung blieb über Erbschaft in Familienbesitz. 1927 wurde die Aktienmehrheit des Daily Telegraph verkauft, die Familie blieb jedoch Teil der Direktion bis 1986, als Lord Black Crossharbour das Unternehmen erwarb. Die Familie Levy-Lawson ist weiterhin Besitzerin von Hall Barn. Der 5. Baron Burnham liess - unter Leitung von R. Tyler - das Anwesen in seiner ursprünglichen Erscheinung umbauen; so wurden unter anderem die viktorianischen Seitenflügel abgerissen. Um diese umfangreichen Arbeiten finanzieren zu können liess er einen Teil der bedeutenden Sammlung für die Auktion von 1969 frei zu geben. Der aus Turin stammende J.C. Duplessis zog in den 1720er Jahren nach Paris, wo er zunächst als Entwerfer und Bildhauer tätig war. Später stellte er Bronzefassungen für die Porzellan-Manufakturen von Sèvres und Vincennes her; sehr bekannt wurde er mit der Lieferung des Bronze-Zierates für das von J.F. Oeben und J.H. Riesener gefertigte "bureau cylindre du Roi". Lit.: Thieme/Becker, Leipzig 1999; 9/10, S. 158f. (biogr. Angaben).


CHF 150 000 / 250 000 | (€ 140 190 / 233 640)

Sold for CHF 120 000