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Lot 1194 - A168 Furniture & Sculptures - Thursday, 27. March 2014, 10.00 AM

MANTLE CLOCK WITH SKELETON MOVEMENT, MOON PHASE AND DATE, Louis XVI, the cartouche signed RIDEL A PARIS (probably Laurent Ridel, active from ca. 1770 onwards), the enamel painting attributed to J. COTEAU (Joseph Coteau, Geneva 1740-1801 Paris) , Paris ca. 1780. Gilt bronze, white marble and exceptionally fine enamel. Fine enamel dial ring with Arabic hours and minutes, date and days of the week in French, as well as planet symbols. 5 fine hands. On top: window with moon phase. Fine brass movement striking the 1/2-hours on bell. Large sun pendulum. Fine mounts and applications. Requires servicing. 27x15.5x50 cm.

Louis XVI, die Kartusche sign. RIDEL A PARIS (wohl Laurent Ridel, tätig ab ca. 1770), die Emailmalerei J. COTEAU (Joseph Coteau, Genf 1740-1801 Paris) zuzuschreiben, Paris um 1780.
Vergoldete Bronze, weisser Marmor und ausserordentlich feines Email. Rundes Werkgehäuse auf bogenförmigen Beinen mit rechteckigem Sockel auf Kreiselfüssen. Feiner Emailzifferring mit arabischen Stunden- und Minutenzahlen, Monatstagen sowie französischen Wochentagen und Planetensymbolen. 5 feine Zeiger. Darüber feines Mondphasenfenster mit arabischen Monatstagen. Darunter Emailring mit französischen Monaten. Feines Messingwerk mit Scherengang und 1/2-Stundenschlag auf Glocke. Grosser Sonnenpendel. Feine Beschläge und Applikationen. Zu revidieren. 27x15,5x50 cm.

Die grosse Eleganz der Skelett-Pendulen zeichnet sich nicht nur durch die feingliedrige Struktur aus, sondern vor allem auch durch das Gewähren eines Einblickes in die Werkmechanik, was das für das ausgehende 18. Jahrhundert so typische Interesse an der Technik aufzeigt. J. Coteau erhielt den Titel "maître-peintre-émailleur" an der Académie de Saint-Luc in Genf. In den späten 1760er Jahren zog er nach Paris, wo er in der Rue Poupée sein Atelier installierte. Bald hatte er sich einen Namen als herausragender Emailmaler gemacht und fertigte die wohl bedeutendsten und akkuratesten Zifferblätter seiner Zeit. Er entwickelte ein neues Verfahren, das es ihm ermöglichte, mit Goldlegierungen auf Porzellanfond zu malen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass er auch für die königliche Manufacture de Sèvres arbeitete. Ridels Name findet sich ausschliesslich an Pendulen von herausragender Qualität. Er belieferte u. a. die "Mesdames" im Schloss Bellevue und arbeitete mit den wichtigsten "bronziers" und Uhrmachern seiner Zeit zusammen, wie zum Beispiel mit J.B. Lemoyne, den Feuchères, P. Mathelin oder J.D. Deverberie. Lit.: J.D. Augarde, Les ouvriers du temps, Genf 1995; S. 103 und 342 (Abb. zweier Skelettpendulen mit Zifferblättern von J. Coteau) sowie S. 103 und 340 (Abb. ähnlicher Pendulen). Thieme/Becker, Leipzig 1999; 7/8, S. 551 (biogr. Angaben zu J. Coteau). Tardy, Les plus belles pendules françaises, 1994; S. 84 (Abb. einer vergleichbaren Pendule). K. Lippincott, The story of time, Ausstellungskatalog des Greenwich Maritime Museum, Dez. 1999 bis Sept. 2000. S. 149 (Abb. einer vergleichbaren Pendule).


CHF 50 000 / 80 000 | (€ 46 730 / 74 770)

Sold for CHF 60 000