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Lot 1040 - A148 Mobilier, Porcelaine & Décoration - jeudi, 26. mars 2009, 10h00

BUREAU CABINET, Baroque, attributed to the workshop of M. FUNK (Mathaus Funk, 1697-1783), Bern circa 1730. Walnut and burlwood. Gilt bronze mounts and drop handles. 114x62x(open 82)x206 cm. Provenance: - From a Swiss private collection. - Galerie Koller 15.4.1990 (Lot. No. 1036). - Swiss private collection.

Barock, der Werkstatt des M. FUNK (Mathäus Funk, 1697-1783) zuzuschreiben, Bern um 1730.
Nussbaum und -wurzelmaser. Rechteckiges, in der Mitte eingezogenes Kommodenunterteil mit leicht vorstehendem Blatt und 3 Schubladen ohne Traverse, auf gequetschten Kugelfüssen. Schräge, leicht gebauchte und abklappbare Schreibplatte. Inneneinteilung mit 1 Zentralschublade und 6 stufenmässig angeordneten seitlichen Schubladen. Mehrfach geschweifter Aufsatz mit profiliertem, jochförmigem Kranz, 1 Zentraltüre und 12 Schubladen. Vergoldete Bronzebeschläge und -hänger. 114x62x(offen 82)x206 cm.

Provenienz: - Aus einer Schweizer Privatsammlung. - Auktion Galerie Koller am 15.4.1990 (Katalognr. 1036). - Schweizer Privatbesitz. Eine ähnliche Schreibkommode ist abgebildet in: H. von Fischer, Fonck à Berne, Bern 2001; S. 65 (Abb. 74). M. Funk stammte aus einer berühmten Berner Kunsthandwerker-Familie. Seine etwa acht Jahre dauernde Gesellenzeit als Ebenist verbrachte er unter anderem in Frankfurt am Main und Paris; 1724 kehrte er nach Bern zurück, wo er von der "Burgerkammer" die Erlaubnis erhielt, in der Stadt als "kunstreicher Ebenist und Vergolder" Wohnsitz zu nehmen. Ein Jahr später heiratete er die Tochter eines Tuchmachers und Färbers, Maria Magdalena Wäber. Zusammen mit anderen Familienmitgliedern, Johann Friedrich - Bildhauer und -schnitzer - und Daniel Beat Ludwig - Uhrmacher -, führte Mathäus Funk in Bern eine florierende Werkstatt, die im gesamten deutschsprachigen Raum für herausragende Werke bekannt war und nicht nur Einzelstücke, sondern auch ganze Hauseinrichtungen lieferte; man denke an das sog. "Blaue Haus" in Basel. Funks Notorietät lässt sich auch daran erkennen, dass in seiner Werkstatt Gesellen aus verschiedenen Regionen des deutschen Reiches und aus Schweden arbeiteten. Lit.: H. von Fischer, Die Kunsthandwerker-Familie Funk im 18. Jahrhundert, Bern 1961. Ibid., Fonck.a.Berne, Bern 2001.

CHF 15 000 / 25 000 | (€ 15 460 / 25 770)

Vendu pour CHF 28 800 (frais inclus)