Lot 1078* - A214 Works of Art & Decorative Arts - Donnerstag, 18. September 2025, 13.30 Uhr
LOT VON DREI EMAILLE-MEDAILLONS - Slg. Embden
Limoges, 2. Hälfte 16. Jh. Werkstatt Pierre Reymond (1513–1584) zugeschrieben.
Polychrome und teilvergoldete Emaille-Medaillons mit je drei runden Durchbrechungen. Darstellung einer Kreuzigung, einem Hl. Johannes der Täufer und einem Hl. Hieronymus. Hl. Hieronymus rückseitig mit Resten einer alten Etikette; Kreuzigung rückseitig auf Etikette nummeriert 208.
Ø je 5,2 cm.
Allg. kleinere Randbestossungen. Hl. Hieronymus unter UV-Licht mit Haarriss unten rechts und Löwe mit kleinen Retuschen. Hl. Johannes der Täufer mit restauriertem Riss.
Provenienz:
Diese Medaillons stammen wohl aus einer Serie, so wie sie bspw. im Taft Museum of Arts in Cincinnati vorzufinden sind. Das Museum zählt insgesamt 12 Rundmedaillons mit Szenen aus dem Leben Christi und vier weiteren Heiligen, welche der Werkstatt Pierre Reymond zugewiesen werden. Die identische Darstellung des Hl. Hieronymus mit dem Löwen in einer Felslandschaft sowie die Kreuzigungsszene befinden sich dort in den Museumsbeständen (Inv.-Nr. 1931.511 & 1931.503). Die Medaillons aus dem Taft Museum weisen die gleichen Dimensionen auf, wobei die Perforationen für die Aufhängung von unseren Exemplaren abweichen. Bemerkenswert ist auch der Vergleich mit einer Plakette der Frick Collection, welche als zentrales Motiv die Agonie im Garten darstellt und von sechs Emaille-Medaillons gesäumt ist. Eines der sechs Medaillons ist identisch zu unserem Exemplar, das Johannes den Täufer zeigt. Die Frick Collection verweist darauf, dass die Rundmedaillons erst im 19. Jh. mit der Zentralplakette zusammengeführt wurde, sodass die Medaillons möglicherweise nicht aus dem gleichen Atelier stammen.
CHF 1 500 / 2 000 | (€ 1 550 / 2 060)
Verkauft für CHF 2 000 (inkl. Aufgeld)