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RENÉ MAGRITTE
Les voies et moyens. 1948.
Gouache und Gold auf Papier.
40,5 x 32,8 cm.
Ergebnis: CHF 440 000

PRESSENACHBERICHT

Moderne & Zeitgenössiche Kunst, Schweizer Kunst, Photographie, Schmuck, Armbanduhren, Design und Jugendstil Auktionen in Zürich: 26. – 29. Juni 2019

SOLIDE ERGEBNISSE FÜR MODERNE, ZEITGENÖSSISCHE UND SCHWEIZER KUNST BEI KOLLER ZÜRICH

Die Auktion „Impressionismus und klassische Moderne“ glänzte durch robuste Resultate und Zuschläge im Bereich der Schätzung oder sogar darüber. René Magritte malte „Les voies et moyens“ im Jahre 1948 für seine eigene Werkschau in Paris. Das Bild ist ein rares Zeugnis für die sogenannten “période vache”, eine kurze Schaffensphase in der René Magritte bewusst eine groben Stil verwendete um eine Reihe grotesker Figuren darzustellen, die für seine erste Einzelausstellung 1948 in Paris bestimmt waren.



ALFRED SISLEY
Autour de la forêt, juin. Um 1885.
Öl auf Leinwand.
54 x 72,7 cm.
Ergebnis: CHF 800 000



CUNO AMIET
Die Obsternte (sogenannte Wassmer-Fassung). 1912.
Öl auf Leinwand.
103 x 115 cm
Ergebnis: CHF 776 000

Das Werk wechselte den Besitzer für CHF 440‘000 und überstieg die vorangehende Taxe von CHF 250‘000/400‘000. „Paysage de Corbières” von Max Ernst, einem weiteren Vertreter des Surrealismus, wurde für CHF 116‘000 verkauft und Oskar Kokoschkas Portrait von Ann Windfohr überstieg mit einem Zuschlag bei CHF 146‘000 weitaus den Schätzpreis von CHF 60‘000/80‘000. Eine lichtintensive, impressionistische Landschaft mit dem Titel „Autour de la forêt, juin” (um 1885) von Alfred Sisley erzielte CHF 800‘000.

Die Auktion Schweizer Kunst vom 28. Juni trumpfte mit einer exquisiten Werkauswahl, welche beinahe alle wichtigen Künstler des 19. & 20 Jh. der hiesigen Kunstszene beinhaltete. Zahlreiche Werke von Cuno Amiet aus der Sammlung Loeb führten das Angebot an: darunter die bemerkenswerte „Obsternte“ aus dem Jahre 1912, welche CHF 775‘000 erzielte oder eine Frühlingslandschaft aus dem Jahre 1938, die für CHF 98‘000 verkauft wurde. Giovanni Giacometti malte seinen „Skiläufer” bereits 1899, wobei dessen noch heute extrem moderne Attitude dem Werk zu einem erfreulichen Resultat verhalf. Der Zuschlag erfolgte bei CHF 488‘000, was fast das Doppelte der vorangehenden Schätzung bedeutete. Obwohl Giovanni Giacomettis fünf Meter langes Alpenpanorama von Muottas Muragl während der Auktion keinen direkten Abnehmer fand, steht Koller zurzeit in Verhandlungen mit einem potentiellen Käufer, der an einem Nachverkauf interessiert ist. Zwei bedeutende Frühwerke „Abend am See mit roten Wolken” und „Vollmond über dem Untersee” des Autodidakten Adolf Dietrich erzielten jeweils CHF 183‘000 und CHF 171‘000. Die Ansicht eines Appenzeller Hofes von Johann Jakob Heuscher wurde für das Zehnfache des Schätzpreises für CHF 51‘000 verkauft, was somit einen neuen Auktionsrekord für den Maler darstellt.

Die Auktion “PostWar & Contemporary” vom 29 Juni bestätigte das vorangehende Schätztotal mit knapp über 100%. „Red with Green Ellipse / Black Frame”, von 1988/89, wurde für CHF 317‘000 verkauft und überstieg somit die vorangehenden Taxe von CHF 180‘000/240‘000. Zwei Reliefgemälde mit den Titeln „Cloud II” und „The City” aus schwarz bemalten und geschnitzten Holz der Künstlerin Louise Nevelson aus den 80er Jahren erzielten jeweils CHF 73‘000 und CHF 66‘000. Das aus dem Jahre 1947 stammende Gemälde von Jean Fautrier „La Passoire” verdoppelte seinen Schätzpreis und wechselte für CHF 208‘000 seinen Besitzer. Italienische Nachkriegskunst ist weiterhin gefragt, was sich in den Resultaten von Piero Dorazios „Mimet” von 1962 (CHF 88‘000) und einem unbetitelten Gemälde aus dem Jahre 1963 (CHF 33‘000) widerspiegelt.

Die Pop Art dominierte mit Werken von heiß umstrittenen Künstlern wie Andy Warhol Keith Haring und Jeff Koons einmal mehr die Auktion Prints & Multiples vom 29. Juni. Warhols „Apple”-Serigrafie verkaufte sich bei CHF 110‘000 und Koons „Animals II”, eine Serie von drei Luftballon Tierskulpturen überschritt den Schätzpreis um das Zweifache und wurde für CHF 54‘000 verkauft. Keith Harings „Pop Shop II”, ein Set von vier Lithographien, konnte ebenfalls für das Doppelte des Schätzpreises zugeschlagen werden (CHF 56‘000).

GIOVANNI GIACOMETTI
Skiläufer. 1899.
Öl auf Leinwand.
65,5 x 102 cm.
Ergebnis: CHF 488 000



ROBERT MANGOLD
Red with Green Ellipse / Black frame. 1988/89.
Acryl und Bleistift auf Leinwand (Diptychon).
140 x 210 cm.
Ergebnis: CHF 317 000

 



Ausgewählte Werke

JEAN FAUTRIER
La passoire. 1947.
Öl auf Vélin auf Leinwand.
46 x 55 cm.
Ergebnis: CHF 208 000



LOUISE NEVELSON
Cloud II. 1984.
Holz, bemalt.
84 x 115 x 6,5 cm.
Ergebnis: CHF 73 000



PIERO DORAZIO
Mimet. 1962.
Öl auf Leinwand.
46 x 33 cm.
Ergebnis: CHF 88 000



 

OSKAR KOKOSCHKA
Ann Windfohr. 1960.

Öl auf Leinwand.
91 x 70 cm.>
.
Ergebnis: CHF 147 000



FERDINAND HODLER
Schreitende. Um 1910.
Öl auf Leinwand.
46,5 x 40 cm.
Ergebnis: CHF 340 000



ADOLF DIETRICH
Vollmond über dem Untersee. 1919.
Öl auf Karton.
31 x 26 cm.
Ergebnis: CHF 171 000



 

KEITH HARING
Pop Shop II. 1988.
Los von 4 Farbserigrafien. 8/200.
30,5 x 38 cm.
Ergebnis: CHF 56 000



FRANZ GERTSCH
Gräser I. 2000.
Farbiger Holzschnitt. ea 4/7.
172 x 153 cm.
Ergebnis: CHF 64 000



MAGNUM PHOTOS
"Selection Esther Woerdehoff", 1947-2007.
Diverse Hoch- und Querformate
Portfolio mit 15 Original-Photographien.
Ergebnis: CHF 45 000





 

PRÄCHTIGES PHÖNIX-BECKEN
China, 17./18. Jh.
Bronze mit vergoldetem Reliefdekor.
H 24 cm, B 59 cm.
Ergebnis: CHF 4,8 Millionen

AUKTIONSNACHBERICHT

Asiatica-Auktion in Zürich 4. Juni 2019

Koller Auktionen erzielt Rekordpreis:

CHINESISCHES WEIHRAUCHBECKEN FÜR CHF 4,8 MIO. VERSTEIGERT

Ein bedeutendes chinesisches Weihrauchbecken aus der Zeit um 1700 erzielte an einer Auktion bei Koller in Zürich einen Rekordpreis von CHF 4,8 Millionen*. Das in teilvergoldeter Bronze gefertigte Becken stammte aus Schweizer Privatbesitz und befand sich seit drei Generationen in derselben Familie. Es diente als Behälter für Tennisbälle, als die Experten von Koller es im Herbst entdeckten.



Das Weihrauchgefäss war der Star der Antiquitätenmesse in Hong Kong, wo Koller es vom 25. – 28. Mai im Vorfeld der Auktion zusammen mit weiteren Highlights präsentiert hat. An der heutigen Auktion in Zürich beteiligten sich die wichtigsten asiatischen Sammler persönlich im Auktionssaal oder via Telefon und lieferten sich einen regelrechten Bieterwettkampf um das Becken. Das Rennen machte schliesslich ein Sammler aus China.

Qualität, Grösse und Design des Objekts sind einzigartig. Zwei Phönix-Köpfe, deren Schwingen in Pfingstrosen (Päonien) übergehen und das Gefäss umfassen, dienen als Henkel. Der Phönix gilt in China als Königin unter den Vögeln, die Päonie als Königin unter den Blumen. Zusammen symbolisieren sie Reichtum und Glück. Der Phönix steht auch für die chinesische Kaiserin, weshalb das Becken vermutlich für einen kaiserlichen Palast oder Tempel geschaffen wurde.

Ausgezeichnete Kontakte in China

Der erzielte Preis von CHF 4,8 Mio. ist Rekord für ein vergleichbares Objekt. Er ist auch das Ergebnis der ausgezeichneten Kontakte, die Koller seit Jahren zu Sammlern in China pflegt. Seit 2011 ist Koller mit einer Repräsentanz in Peking vertreten und jährlich an der wichtigsten Antiquitätenmesse in Hong Kong präsent.

Der am Dienstag erzielte Preis ist der Höhepunkt in einer Reihe von Spitzenergebnissen, die Koller in jüngerer Vergangenheit für bedeutende asiatische Kunstwerke erreichen konnte. So erzielte Koller für eine tibetische Bronze der Gottheit Panca Raksha CHF 3,24 Mio. Eine kaiserliche Wand aus geschnitztem Holz erreichte 2017 CHF 940’000. Im gleichen Jahr konnte Koller eine Bronzeskulptur des Buddha Shakyamuni auf einem Löwenthron für CHF 1,17 Mio. verkaufen und eine kaiserliche chinesische Bronze-Glocke wurde für CHF 1,2 Mio. versteigert.

Sehr gutes Gesamtresultat

Die Verkaufsbilanz fällt sehr gut aus: Mit einem Total von CHF 6,5 Mio wurde die vorangehende Schätzsumme um das Dreifache übertroffen. Eine Bronzefigur des Buddha Shakyamuni aus der Ming-Dinastie erzielte dabei CHF 98‘000, ein geschnitzter Nashornbecher für Trankopfer aus dem 17. Jh. brachte CHF 59‘000 ein und das Lot von zwei chinesischen Stickereien aus dem 18. Jh. überstieg bei Weitem die Schätzung und wurde bei CHF 50‘000 zugeschlagen. Eine seltene Skulptur des Manjushri um 1800, gefertigt aus einer Kupferlegierung, verdreifachte den Schätzpreis und erreichte CHF 49‘000. Cloisonné-Waren erzielten besonders starke Auktionspreise: ein signiertes Cloisonné-Paneel aus dem 18. Jh. vervierfachte die vorangehende Taxe und wurde für CHF 49‘000 verkauft, ein prächtiges Cloisonné-Räuchergefäss der Qianlong Periode erzielte CHF 47‘000. Aus dem reichen Angebot südostasiatischer Kunst stach eine seltene zentral-javanische Bronzefigur des Mahavairocana aus dem 9./10. Jh. hervor und übertraf mit dem Zuschlag bei CHF 51‘000 deutlich die Taxe.


*Alle Preise verstehen sich inkl. Aufgeld.

 



Ausgewählte Resultate

ZWEI STICKEREIEN
China, 18. Jh.
137,5 x 37,5 cm.
Ergebnis: CHF 50 000



BUDDHA SHAKYAMUNI
China, Ming-Dynastie.
Datiert Chenghua 6 (1470), H 41 cm.
Ergebnis: CHF 98 000

FEINES LOTOS-BOUQUET
China, 19./20 Jh. H 36 cm.
Aus exquisiter weisser Jade.
Ergebnis: CHF 44 000



 

PRÄCHTIGES CLOISONNÉ-RÄUCHERGEFÄSS
China, Qianlong-Periode.
H 53 cm.
Ergebnis: CHF 47 000



SELTENE FIGUR DES MAHAVAIROCANA
Zentral-Java, 9./10. Jh.
Bronze, H 21 cm.
Ergebnis: CHF 51 000



CLOISONNÉ-PANEEL
China, 18. Jh.
49 x 41 cm.
Ergebnis: CHF 49 000



 



 

LUCAS CRANACH D. Ä. UND WERKSTATT
Bildnis des sächsischen Kurfürsten
Friedrich der Weise. 1525.
Öl auf Buchenholz. 38,7 x 25,3 cm.
Ergebnis: CHF 264 000

AUKTIONSNACHBERICHT

Gemälde, Zeichnungen und Grafik Alter Meister und des 19. Jahrhunderts
Möbel und Dekorative Kunst – Schmuck & Juwelen – Bücher, Buchmalerei & Autographen

Auktionen in Zürich: 26. – 29. März 2019

VERKÄUFE VON ÜBER 100% DES SCHÄTZWERTS UND HOHE ZUSCHLÄGE:
DIE AUKTIONEN DER ALTEN MEISTER UND GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS BEI KOLLER

Die Auktionen der Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts bei Koller in Zürich am 29. März spielten über 100% des Schätzwertes ein. Ein Porträt seines Förderers, des sächsischen Kurfürsten Friedrichs des Weisen, von Lucas Cranach und seiner Werkstatt, erzielte stolze CHF 264‘000, was nahezu eine Verdreifachung der Schätzung darstellt. Arnold Böcklins kraftvoll-dynamischer „Kampf auf der Brücke“ wechselte für CHF 240‘000 den Besitzer.



JAN WELLENS DE COCK
Die Versuchung des Heiligen Antonius.
Öl auf Holz. 27,7 x 37,2 cm.
Ergebnis: CHF 168 000



CARL MORGENSTERN
Venedig mit Blick auf den Dogenpalast
und Santa Maria della Salute. 1863.
Öl auf Leinwand. 54 x 89 cm.
Ergebnis: CHF 72 000

Zu den weiteren Toplosen zählten eine wiederentdeckte Arbeit von Jan Wellens de Cock, die CHF 168‘000 einbrachte, und eine Arbeit von Gerrit Dou, die CHF 156‘000 realisierte. Unter den Gemälden des 19. Jahrhunderts wurden für Carl Morgensterns leuchtende Ansicht von Venedig CHF 72‘000 und für die humorvolle Darstellung eines Botanikers auf Schmetterlingsjagd von Carl Spitzweg CHF 114‘000 erzielt

Die Sammlung des niederländischen Filmemachers Jef Rademakers brachte ebenfalls sehr gute Ergebnisse, darunter CHF 90‘000 für eine nächtliche Eislaufszene von Andreas Schelfhout.

Auch die anderen Kapitel des Hauses erzielten in der Auktionswoche starke Verkaufsquoten, und in jeder Auktion wurden bedeutende Einzelzuschläge verzeichnet. Die Auktion für Bücher, Buchmalerei und Autographen vom 26. März etwa offerierte eine prächtig illustrierte Arbeit von Maria Sybilla Merian über die Insekten von Surinam, die ihre Vorverkaufsschätzung mit einem Zuschlag von CHF 132‘000 nahezu verdoppelte. Ein reich illustriertes botanisches Unikat von Johann Simon Kerner wurde – nach langem Bietgefecht – mit CHF 72‘000 für das sechsfache der Schätzung verkauft.

ANDREAS SCHELFHOUT
Eisvergnügen mit "Koek-en-zopie" bei Nacht. 1849.
Öl auf Holz. 31 x 42,5 cm.
Ergebnis: CHF 90 000



 



Ausgewählte Highlights

ARNOLD BÖCKLIN
Der Kampf auf der Brücke. 1889.
Öl auf Holz.
96 x 149,5 cm.
Ergebnis: CHF 240 000



GERRIT DOU
Eine Heringsverkäuferin mit Dienstmädchen in einer Nische.
Öl auf Holz.
46 x 36,2 cm.
Ergebnis: CHF 156 000

MARIA SYBILLA MERIAN
Dissertatio de generatione et metamorphosibus
insectorum Surinamensium.
Den Haag, 1726.
Ergebnis: CHF 132 000



 

CARL SPITZWEG
Der Schmetterlingsfänger (Botaniker). Um 1836/37.
Öl auf Leinwand.
29,8 x 24,5 cm.
Ergebnis: CHF 114 000



WEIDITZ, HANS D. J. auch als
PETRARCAMEISTER bekannt
Würfelnde Landstreicher und bäuerliches Paar.
Um 1525-30. Feder in Schwarz, partiell laviert.
Ergebnis: CHF 120 000



JEAN LOUIS ERNEST MEISSONNIER
Bronzefigur, “Napoléon à cheval” oder
“Le voyageur”, um 1900.
L 59 cm, H 48 cm.
Ergebnis: CHF 180 000



 



 

FELIX VALLOTTON
Coucher de soleil jaune et vert.
Öl auf Leinwand. 54 x 81 cm.
Ergebnis: CHF 883 000

AUKTIONSNACHBERICHT

Schweizer Kunst, Impressionismus & Klassische Moderne, PostWar & Contemporary: 7. / 8. Dezember 2018

SCHWEIZER, MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST ERZIELT STARKE PREISE BEI KOLLERS DEZEMBER-AUKTIONEN
AUKTIONSWELTREKORDE FÜR FELIX VALLOTTON, GUILLERMO WIEDEMANN UND ANDY WARHOL

21’000 ... 22’000 ... 23’000 ... Die vom Versteigerer Cyril Koller ausgerufenen Gebote regten Bieter im überfüllten Auktionssaal an, ihre Kataloge zu überprüfen. Das erste Los von Kollers Auktion Grafik & Multiples vom 8. Dezember war nur auf CHF 1’500 bis 2’500 geschätzt, doch die Gebote lagen schon im fünfstelligen Bereich. Trotz seiner geringen Grösse wurde die von Felix Vallotton ausgeführte Folge von zehn kleinen Holzschnitten, Les Petites Baigneuses benannt, zu einem wahren „must have“ für mehrere Sammler. 45’000 ... 46’000 ... 47’000 ... ging es in Tausender-Schritten zügig aufwärts. Am Ende führten zwei Sammler ein heftiges Bietgefecht, durch das es die Grafikfolge bis zu einem neuen Auktionsweltrekord für jeglichen Drucksatz dieses Künstlers schaffte: Beim finalen Hammerschlag standen CHF 168’000 zu Buche!





FELIX VALLOTTON
Les Petites Baigneuses (Detail). 1893.
Portfolio mit 10 Holzschnitten. 12 x 16,5 cm.
Ergebnis: CHF 168 000. Weltrekord.

Die Auktionen Schweizer, Moderner & Zeitgenössischer Kunst vom 7. und 8. Dezember bei Koller wiesen einen starken Bieterwettkampf in allen Kategorien der bildenden Künste auf – mit Preisen, die die Schätzungen im Allgemeinen deutlich übertrafen. Die Auktion Schweizer Kunst offerierte zwei meisterliche Sonnenuntergänge, gemalt von Adolf Dietrich und Felix Vallotton; beide Gemälde wurden an Schweizer Privatsammlungen vermittelt. Das Dietrich-Gemälde Abendstimmung am Untersee, 1926, konnte bei einem Zuschlag bei CHF 480’000 seine Schätzung mehr als verdoppeln. Vallottons Coucher de soleil jaune et vert von 1911, taxiert auf CHF 700’000, erzielte einen Preis von CHF 883’000. Der farbenfrohe Blick auf das Val Bregaglia von Giovanni Giacometti verdoppelte seine mittlere Schätzung und konnte für CHF 312’000 veräussert werden.

Während der Kunstauktion Impressionismus & Moderne waren Werke deutscher Künstler aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts besonders begehrt. Die Offerte wurde angeführt von einem auffallenden Doppelporträt Emil Noldes. Das Doppelbild (Sie seltsames Licht), 1918, wechselte für CHF 1 Million den Besitzer. Eine Landschaft von Otto Dix aus den Dreissigerjahren, Wintertag in Randegg betitelt, wurde für CHF 174’000 verkauft und auch Werke von Christian Schaad und Paul Klee fanden neue Besitzer. Mit einem Zuschlag bei CHF 77’000 markierte Koller einen neuen Auktionsrekord für ein Gemälde des deutsch-kolumbianischen Künstlers Guillermo Wiedemann, Nocturno, entstanden 1947.

 

EMIL NOLDE
Doppelbild (Sie seltsames Licht). 1918.
Öl auf Leinwand. 60,6 x 56,2 cm.
Ergebnis: CHF 1 Million

Die Auktion Postwar & Contemporary wurde dominiert von einem unbetitelten Werk des Franzosen Pierre Soulages aus dem Jahr 1973, in tiefen kräftigen Schwarz- und Blautönen gearbeitet, das auf mehr als das Vierfache seiner Schätzung stieg und für CHF 324’000 veräussert wurde. Ein mehrfarbiger, mit Diamantstaub versehener Siebdruck von Andy Warhol aus dem Jahr 1981 zeigt eine Darstellung von Micky Mouse und gelangte für CHF 168’000 in neue Hände, ein Weltrekord für diese Grafik.



 



Ausgewählte Highlights

ADOLF DIETRICH
Abendstimmung am Untersee. 1926.
Öl auf Karton. 32,7 x 42,9 cm.
Ergebnis: CHF 480 000



GIOVANNI GIACOMETTI
Bergell mit Blick auf die Sciora-Gruppe. 1931.
Öl auf Leinwand. 75,5 x 80 cm.
Ergebnis: CHF 312 000



OTTO DIX
Wintertag in Randegg. 1933.
Mischtechnik auf Holz. 60 x 80 cm.
Ergebnis: CHF 174 000



 

GUILLERMO WIEDEMANN
Nocturno. 1947.

Öl auf Karton. 80 x 60 cm.
.
Ergebnis: CHF 77 000 | Weltrekord




ANDY WARHOL
Mickey Mouse. 1981.
Farbsiebdruck mit Diamantstaub. 96,5 x 96,5 cm.
Ergebnis: CHF 96 000 | Weltrekord



PIERRE SOULAGES
Untitled. 1973.
Gouache auf Papier auf Leinwand. 75 x 54,5 cm.
Ergebnis: CHF 324 000





 

ANTWERPENER MEISTER, UM 1610-1615
Kopfstudie eines Mönchs nach oben blickend.
Öl auf Holz.
Ergebnis: CHF 336 000

AUKTIONSNACHBERICHT


Auktionen für Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts vom 28. September 2018.
Wiederentdeckte Altmeister dominieren Auktionen von Koller Zürich.

Eine der begehrtesten Arbeiten der Altmeister-Auktionen bei Koller Zürich war eine bemerkenswerte Entdeckung: die Öl-Studie eines Mönchskopfes, welche kürzlich als Modell für eine Arbeit von Peter Paul Rubens identifiziert wurde. Sie diente dem Grossmeister als Vorlage für den Heiligen Dominikus auf dem Altargemälde „Die Heiligen Dominikus und Franziskus von Assisi als Beschützer der Welt vor dem Zorn Christi“, das sich heute im Musée des Beaux Arts in Lyon befindet. Der Kopf zeichnet sich durch minimale kraftvolle Pinselstriche aus und erscheint dadurch auch heute noch, nach Vierhundertjahren ausgesprochen modern. Nach lebhaftem Bietergefecht um die kunsthistorisch bedeutende Arbeit, erhielt ein Privatsammler bei CHF 336 000 den Zuschlag.



SIMON DE VOS
Die Heimsuchung. Um 1639.
Öl auf Holz. 23 × 17,3 cm.
Ergebnis: CHF 30 000



HIERONYMUS BOSCH (NACHFOLGER UM 1550)
Nächtliche Landschaft mit der Versuchung
des Hl. Antonius.
Öl auf Holz. 45 x 57 cm.
Ergebnis: CHF 204 000

Eine weitere stark umworbene Entdeckung war eine flämische Darstellung mit der Heimsuchung aus dem 17. Jh.. Diese wurde von den Experten bei Koller in einer Privatsammlung entdeckt und als eine Arbeit des Antwerpener Malers Simon de Vos identifiziert. Weitere Recherchen ergaben, dass die Darstellung identisch ist mit einem 1639 geschaffenen Altargemälde in der Antwerpener St. Jacobs Kirche, die bislang Victor Wolfvoet zugewiesen wurde. Diese kunsthistorischen Erkenntnisse verdreifachten die Schätzung und führten zu einem Auktionsresultat von CHF 30 000.

Unter den weiteren Highlights der Altmeistergemälde befanden sich eine Winterlandschaft von Joos de Momper und Pieter Brueghel dem Älteren, welche für CHF 144 000 versteigert werden konnte, sowie die Darstellung einer Mitte des 16. Jh. geschaffenen nächtlichen Landschaft mit der Versuchung des Heiligen Antonius, die CHF 204 000 erzielte. Ein Kupferstich von Martin Schongauer mit demselben Motiv um 1469-73 verdoppelte die Schätzung in der Auktion für Altmeistergraphiken und erzielte CHF 58 000.

Für Aufsehen sorgte an der Auktion für Gemälde des 19. Jh. ein frühes und seltenes Stillleben mit Äpfeln von Gustave Courbet. Es verkaufte sich für mehr als das Fünffache der Schätzung bei CHF 138 000. Ebenso übertraf die 1884 von Eugène Boudin geschaffene Ansicht der Maas bei Dordrecht (Dordrecht. Bateaux sur la Meuse) ihre Schätzung und verkaufte sich bei CHF 118 000.

IVAN FEDOROVIC CHOULTSÉ
Gletscher von Spitzbergen 1911.
Öl auf Leinwand. 60,5 x 90,7 cm.
Ergebnis: CHF 120 000



 



Ausgewählte Highlights

JOOS DE MOMPER & JAN BRUEGHEL THE ELDER
Winterlandschaft mit Figuren.
Öl auf Holz. 45 x 68,5 cm.
Ergebnis: CHF 144 000



GUSTAVE COURBET
Stillleben mit Äpfeln in einem Teller und Wein auf einem Tisch.
Um 1846–47. Öl auf Holz. 45,5 x 55 cm.
Ergebnis: CHF 138 000



EUGÈNE BOUDIN
Dordrecht. Bateaux sur la Meuse. 1884.
Öl auf Leinwand. 46,5 x 65,3 cm.
Ergebnis: CHF 118 000



 

MARTIN SCHONGAUER
Der heilige Antonius, von Dämonen gepeinigt.

Um 1469–73. Kupferstich auf Bütten
.
Ergebnis: CHF 58 000



JAGDHORN / OLIFANT
Portugal, wohl um 1480.
Elfenbein. L 40 cm.
Ergebnis: CHF 96 000



FELIX ZIEM
Fête de l'Assomption, dans le bassin.
Öl auf Leinwand. 67 x 82 cm.
Ergebnis: CHF 87 000



 

MEISTER DER MADONNA LAZZARONI
Madonna dell'Umiltà. Um 1375.
Tempera und Goldgrund auf Holz. 90,5 x 50,5 cm.
Ergebnis: CHF 96 000



LACK-SEKRETÄR "A ABATTANT"
Louis XV, mit Sign. L. BOUDIN.
Paris um 1760/65. 104 x 40 x 144 cm.
Ergebnis: CHF 78 000



EULENPOKAL
Wohl Luzern Ende 19./Angang 20. Jh.
Wohl aus dem Atelier Bossard. H 27,5 cm.
Ergebnis: CHF 16 000





 

 

AUKTIONSNACHBERICHT

KUNST DES 20. UND 21. JH. BEI KOLLER ZÜRICH

AUKTIONEN VOM 29. BIS 30. JUNI 2018

– GROSSES INTERESSE FÜR MODERNE UND ZEITGENÖSSISCHE WERKE VON VAN DONGEN, KIRCHNER & CRAGG

– ERFOLG FÜR POP ART VON CHAMBERLAIN, HARING & WARHOL

– «L’ÉGYPTIENNE» VON KEES VAN DONGEN AUS SCHWEIZER PRIVATSAMMLUNG FÜR CHF 1,7 MIO. VERSTEIGERT

Zahlreiche starke Gebote prägten die Auktionen für Moderne- und Zeitgenössische Kunst vom 29. und 30. Juni bei Koller Zürich. Viele der Lots liessen sich weit über den Erwartungen ersteigern. Der Gesamterlös für Werke der bildenden Kunst übertraf die Schätzungen um ein Vielfaches.

Kees Van Dongen
L’Egyptienne. 1910-11.
Öl auf Leinwand.
100 x 73 cm.
Auktionsergebnis: CHF 1.7 Mio.

Sowohl im Auktionssaal als auch an den Telefonen und im Internet wurde anlässlich der Auktionen für Moderne- und Zeitgenössische Kunst sehr aktiv mitgeboten. An der Spitze des Angebotes stand Kees van Dongens fauvistisches Meisterwerk «Rouge et Jaune (l’Égyptienne)» aus dem Jahre 1910-11, das für CHF 1,7 Mio. von einer europäischen Privatsammlung ersteigert wurde. Aus derselben dem Auktionshaus anvertrauten Schweizer Privatsammlung, welche in den 20er-Jahren angelegt wurde, verkauften sich mit «Portrait de femme» von 1913 ein weiteres Gemälde von Van Dongen für CHF 240 500, «L’Allée» von Maurice de Vlaminck für CHF 204 500 (Lot 3231) sowie mehrere Werke von Gen Paul.

Auch für Skulpturen bestand eine grosse Nachfrage. Mit CHF 324 500 konnte die «Büste des emporsteigenden Jünglings» von Wilhelm Lehmbruck für mehr als das Doppelte der Schätzung zugeschlagen werden. Die seltene, rot bemalte, «Obstschale II» von Ernst Ludwig Kirchner erzielte CHF 186 500 und die zu Tony Craggs «Early Forms» zählende, ganz in rot gefasste Metallskulptur «Red Square» von 2007, verkaufte sich für CHF 144 500.

Besonders umworben von Bietern aus den USA, Deutschland und Asien war die Komposition «Kiss #14» aus gepresstem Stahl von John Chamberlain, welche schliesslich mit CHF 526 500 zum doppelten Schätzwert den Besitzer wechselte. Unter den weiteren Werken der Pop Art aus der PostWar & Contemporary Auktion stach Andy Warhols kleinformatiges «Clockwork Panda Drummer», ausgerufen zum Schätzpreis von CHF 80 000 bis CHF 140 000, mit einem Zuschlag von CHF 192 500 heraus. Unter den insgesamt acht Farbserigraphien von Keith Haring verdoppelten nicht weniger als fünf ihre Schätzung. So wechselte etwa das auf CHF 25 000 bis CHF 35 000 dotierte «Growing» von 1988 für CHF 58 100 den Besitzer.

Der mit 234x181cm eindrücklich grosse Holzschnitt «Dominique» des Schweizers Franz Gertsch aus dem Jahre 1988 erzielte ferner einen Zuschlagpreis von CHF 168 500. «Lord of the Rings I», eine Fantasielandschaft des Alien-Schöpfers H.R. Giger verdoppelte mit CHF 144 500 ebenso die vorangehende Schätzung. Die Wiederbelebung der Werke von Victor Vasarely liess sich am weit über der Erwartung liegenden Ergebnis von CHF 198 500 für sein 1968/75 geschaffenes Werk «Kedzi-Domb» erkennen, welches Koller aus einer Schweizer Privatsammlung anvertraut wurde.

Ein Highlight der PostWar Auktion waren schliesslich die Lots von zeitgenössischen Deutschen Künstlern. Exemplarisch dafür steht etwa das unbetitelte Werk der Düsseldorferin Karin Kneffel aus dem Jahre 2005, das mit CHF 106 100 das Doppelte der Taxe erzielte und damit einen der besten Auktionspreise für diese Serie darstellt. Ebenso realisierte die mit CHF 15 000 bis 25 000 ausgerufene Komposition «1020S» der Berlinerin Katherina Grosse von 2006 mit CHF 58 100 ein exzellentes Resultat.

 



AUSGEWÄHLTE HIGHLIGHTS

KEES VAN DONGEN

Portrait de femme. Um 1913.

Öl auf Leinwand. 65 x 55 cm.

Auktionsergebnis: CHF 240 500

 


WILHELM LEHMBRUCK

Büste des Emporsteigenden Jünglings. 1913.

Steinguss, Lebzeit.

Auktionsergebnis: CHF 324 500

 


ERNST LUDWIG KIRCHNER

Obstschale II. Um 1910.

Holz, rot bemalt.

Auktionsergebnis: CHF 186 500

 

 

VICTOR VASARELY

Kezdi-Domb. 1968/75.

Acryl auf Leinwand. 160 x 160 cm.

Auktionsergebnis: CHF 198 500

 

TONY CRAGG

Red Square. 2007.

Bronze, farbig gefasst. 70 x 80 x 66cm.

Auktionsergebnis: CHF 144 500

 

MAURICE DE VLAMINCK

L’Allée. Um 1912-14./span>

Öl auf Leinwand. 66 x 81 cm.

Auktionsergebnis: CHF 204 500

 



FRANZ GERTSCH

Dominique. 1988. Farbiger Holzschnitt. 7/18.

Darstellung 234 x 181 cm auf Japanpapier von Heizoburo 275 x 219 cm.

Auktionsergebnis: CHF 168 500

 

H. R. GIGER

Lord of the rings I. 1975.

Acryl auf Papier auf Holz. 100 x 70 cm.

Auktionsergebnis: CHF 144 500

 

ANDY WARHOL

Clockwork Panda Drummer. 1983.

Synthetisches Polymer und Siebdruck auf Leinwand. 35.5 x 27.7

Auktionsergebnis: CHF 192 500

 



KEITH HARING

Growing. 1988.

Farbserigrafie. AP 2/15.

Auktionsergebnis: CHF 58 100

 

KATHARINA GROSSE

1020S. 2006.

Acryl auf Leinwand. 142 x 82 cm.

Auktionsergebnis: CHF 58 100

 

JOHN CHAMBERLAIN

Kiss #18. 1979.

Bemalter Stahl. 68.5 x 59.5 x 61 cm.

Auktionsergebnis: CHF 526 500

 


Kataloge mit Ergebnissen, Juni-Auktionen

 

Auktionskalender 2018

 

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AUKTIONSNACHBERICHT
MÄRZ AUKTIONEN VOM 19. BIS 23. MÄRZ 2018

Intensives Bieten für Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts bei Koller Zürich

CARSTIAN LUYCKX
(1623 Antwerp 1677)
Memento Mori Stillleben. Öl auf Leinwand. 73,5 x 92,5 cm.
Auktionsergebnis: CHF 538 000

An der Auktion für Gemälde Alter Meister bei Koller Zürich wurde intensiv geboten. Zahlreiche Werke konnten zum Vielfachen ihrer Schätzung versteigert werden. Damit zeigte sich einmal mehr, dass der Markt in diesem Segment sehr aktiv ist, sofern die Qualität stimmt. Top-Los war ein Memento Mori Stillleben aus dem 17. Jahrhundert des flämischen Künstlers Carstian Luyckx, welches die verheerenden Kriegswirren jener Zeit durch eine faszinierende Symbolik erfasst. Das auf CHF 30 000 bis 40 000 geschätzte Werk ging mit einem Zuschlag von CHF 538 000, zum weltweit zweithöchsten Preis für ein Gemälde von Carstian Luyckx, an einen neuen Besitzer. Es gilt als Hauptwerk des Künstlers, und konnte nach langer Zeit in Familienbesitz dank der Wiederentdeckung durch Koller wieder auf dem Kunstmarkt angeboten werden.

 

ANTHONIS VAN DYCK
(Antwerpen 1599-1641 London)
Porträt einer italienischen Adligen.
Öl auf Leinwand. 48 x 37,7 cm.
Auktionsergebnis: CHF 264 500

Ein weiteres sehr gefragtes Gemälde war das Porträt einer italienischen Adeligen von Antonis van Dyck. Erzielte es an seiner letzten Versteigerung 1999 in New York etwas mehr als $50 000, weckte es nun grosses Interesse und konnte nach langem Bieterduell bei CHF 264 500 zugeschlagen werden. Ebenso intensiv war die Nachfrage nach Werken aus dem 17. Jahrhundert, wie von Bernardo Strozzi, Meindert Hobbema oder Clara Peeters, für die sechsstellige Resultate erzielt wurden.

 

LEO VON KLENZE
(Schladen 1784-1864 München)
Italienische Klosterhalle mit Ausblick auf Capri. 1855.
Öl auf Leinwand. 87,2 x 107,7 cm.
Auktionsergebnis: CHF 78 500

Auch bei den Gemälden aus dem 19. Jahrhundert konnten die Erwartungen übertroffen werden. So zum Beispiel bei der humorvollen Darstellung von Eduard Grützner, welche drei Mönche beim Studium eines erotischen Stiches zeigt. Die Schätzung wurde verdoppelt und der Zuschlag lag letztendlich bei CHF 102 500. Einen Sprung machte auch die hochinteressente Architekturdarstellung mit Ausblick auf Capri von Leo von Klenze, die auf CHF 25 000 bis 35 000 geschätzt war und bis auf CHF 78 500 stieg.


Die nächste Auktion für Gemälde Alter Meister und des 19 Jahrhunderts findet im September 2018 im Rahmen des 60- jährigen Jubiläums des Hauses Koller statt. Den Auftakt hierzu machen die Auktionen für Moderne und Zeitgenössische Kunst im Juni 2018.

 



Weitere Highlights der März-Auktionen

MEINDERT HOBBEMA

Bewaldete Flusslandschaft. Um 1663.

Öl auf Holz. 62,5 x 86,5 cm.

Auktionsergebnis: CHF 162 500

 


CARL MORGENSTERN

Kapuzinerkloster bei Amalfi. 1843.

Öl auf Leinwand. 31,8 x 48 cm.

Auktionsergebnis: CHF 36 500

 


CLARA PEETERS

Stillleben mit Katze, Fischen, Austern und Krustentieren.

Öl auf Holz. 38 x 48 cm.

Auktionsergebnis: CHF 132 500

 

 

EDUARD GRÜTZNER

Heimliche Studie. 1892.

Öl auf Leinwand. 38 x 48 cm.

Auktionsergebnis: CHF 156 500

 

BERNARDO STROZZI genannt IL CAPPUCCINO

Portät des Paolo Gregorio Raggi, Gouverneur von Corsica.

Öl auf Leinwand. 135 x 111 cm.

Auktionsergebnis: CHF 216 500

 

HOCHBEDEUTENDER TISCHLEUCHTER

Das Modell von Johann Gottlieb Kirchner, die Bemalung wohl von Johann Gregorius Höroldt.

Meissen, circa 1727. H 22 cm.

Auktionsergebnis: CHF 78 500

 



AMEUBLEMENT

Empire, sign. JACOB D.R. MESLEE, Paris um 1810.

Geschaffen im Auftrag des Generals und Duc d'Amaldie, Jean-de-Dieu Soult.

Auktionsergebnis: CHF 36 500

 

WILLIAM HAMILTON

Campi Phlegraei. Observations on the Volcanos of the Two Siciles.

Naepel, 1776-79.

Auktionsergebnis: CHF 78 500

 

PAAR BRONZEPFERDE

Nach der byzantinischen Quadrige der Piazza San Marco.

Venedig, 17. Jh.

Auktionsergebnis: CHF 55 700

 


Kataloge mit Ergebnisse, März-Auktionen

 

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AUKTIONSNACHBERICHT
Auktionen in Zürich: 04. – 09. Dezember 2017

BECKMANN, LICHTENSTEIN, VALLOTTON
AUSGEZEICHNETE RESULTATE FÜR KUNST DES 20. UND 21. JAHRHUNDERTS

“Weit über 1000 Bieter aus über 30 Ländern haben für eine enthusiastische Stimmung im Auktionssaal gesorgt. So macht es Freude, Auktionator zu sein“, sagt Auktionator Cyril Koller.

Von den 470 Werken moderner und zeitgenössischer Kunst, welche am 8. und 9. Dezember unter den Auktionshammer kamen, konnten 80% verkauft werden. Der Erlös von insgesamt 8 Mio. Franken übertraf die Summe der unteren Schätzung um 15%. Neben Geboten aus dem bis zum letzten Platz gefüllten Auktionssaal und vielen Bietern am Telefon, wurde auch das Mitsteigern am Internet bis in fünfstellige Preisbereiche rege genutzt.

 

ROY LICHTENSTEIN
Thinking Nude, State I. 1994.
Farbiger Reliefdruck. 89,9 x 142 cm.
Auktionsergebnis: CHF 222 500 (Auktionsrekord)

Mit einem Verkaufserlös von CHF 222‘500 (EUR 190‘000) wurde Roy Lichtensteins farbiger Reliefdruck «Thinking Nude, State I» (Los 3731) zum weltweit teuersten «Thinking Nude», der je über eine Auktion versteigert worden ist. Mit Publikumsapplaus wurde auch der erfolgreiche Käufer gewürdigt, der für die 1969/70 entstandene Papierarbeit „Blue Interval“ von Mark Tobey (Los 3414) nach minutenlangem Bietergefecht CHF 140‘900 (EUR 121‘000) und damit das 14-fache der Schätzung bewilligte. An Chinesische Sammler gingen die zwei Werke des bedeutenden Vertreters der lyrischen Abstraktion, Chu The-Chun (Los 3461 und 3462), die beide 1987 direkt beim Künstler erworben worden waren und nun CHF 240‘000 (EUR 206‘000) bzw. CHF 264‘000 (EUR 227‘000) erzielten.

 

MAX BECKMANN
Waldgracht mit Segeln. 1943.
Öl auf Leinwand.
Auktionsergebnis: CHF 503 500

Zum teuersten Werk unter den Klassikern wurde über CHF 500‘000 (EUR 430‘000) Max Beckmanns Landschaft „Waldgracht mit Segeln“ (Los 3228), welche 1943 im Exil in Amsterdam entstanden und kurz danach von Beckmanns wichtigem Händler Günther Franke an die Eltern des heutigen Besitzers verkauft worden war. Die selbe hervorragende Provenienz wies auch das expressiv-figurative Werk „Das Duett“ von Ernst Wilhelm Nay auf (Los 3258), welches seine untere Schätzung mit einem Verkaufserlös von CHF 360‘000 (EUR 310‘000) mehr als verdreifachte. Eine ähnliche Preissteigerung erzielte Koller für das impressionistische Landschaftsgemälde von Gustave Loiseau (Los 3212), das für CHF 240‘000 (EUR 206‘000) in den Besitz eines deutschen Sammlers geht. Und der Erlös von CHF 300‘500 (EUR 258‘000) für „Corbeille de mandarines et bananes“ von Félix Vallotton (Los 3057), der einer der höchsten für ein Stillleben dieses Künstlers ist, rundete das positive Bild dieser Dezemberauktionen ab.

 



Weitere Highlights

CHU TEH-CHUN

Ohne Titel. 1987.

Öl auf Leinwand. 73 x 92 cm.

Auktionsergebnis: CHF 264 500

 

ERNST WILHELM NAY

Das Duett. 1946.

Öl auf Leinwand. 56 x 79 cm.

Auktionsergebnis: CHF 198 500

 

FELIX VALLOTTON

Corbeille de mandarines et bananes. 1923.

Öl auf Leinwand. 50 x 65 cm.

Auktionsergebnis: CHF 300 500

 

 



Weitere Highlights, anderer Abteilungen

THANGKA DES ARHAT PINDOLA

Sino-Tibetisch, 15./16. Jh.

Auktionsergebnis: CHF 156 500

 

AUSSERORDENTLICHES NATURPERLEN-DIAMANT-COLLIER/TIARA MIT OHRHÄNGER

Catchpole & Williams, um 1890.

Auktionsergebnis: CHF 234 500

 

RICHARD AVEDON

Naomi Campbell, New York City, 2011.

Auktionsergebnis: CHF 32 900

 



Kataloge mit Ergebnisse, Dezember-Auktionen

 

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AUKTIONSNACHBERICHT
ARMBAND- UND TASCHENUHREN
Auktion in Zürich am 07. Dezember 2017


UHRENAUKTIONEN BOOMEN: 210 000 FRANKEN FÜR EINEN EWIGEN KALENDER VON PATEK PHILIPPE ERNEUT SEHR ERFOLGREICHE AUKTION FÜR EXKLUSIVE ARMBANDUHREN BEI KOLLER ZÜRICH

An der Dezember-Auktion für Armand- und Taschenuhren bei Koller Zürich fanden 94% der Lose neue Besitzer. Für 210 000 Franken sicherte sich ein deutscher Privatsammler eine der ersten Automatikuhren von Patek Philippe mit ewigem Kalender.

 

PATEK PHILIPPE
Extrem seltener ewiger kalender. 1985.
Auktionsergebnis: CHF 210 000

91 Lose, 87 Zuschläge. Wieder schliesst eine Uhrenauktion bei Koller Zürich mit einem hervorragenden Resultat ab. Mit regelmässigen Spitzenergebnissen für einzigartige Modelle konnte sich das 2015 eröffnete Fachgebiet innerhalb von kürzester Zeit bei einer weltweiten Sammlerschaft etablieren.

Highlight der Dezember-Auktion war eine der ersten Automatikuhren mit ewigem Kalender von Patek Philippe. Das 1985 gefertigte Modell, Ref. 3450, war nicht nur in hervorragendem Zustand, sondern verfügte auch über die seltene Händlersignatur «Gübelin» und das begehrte Automatikwerk mit Kaliber 27-460QB. Die extrem seltene Uhr ging für CHF 210 000 an einen Privatsammler aus Deutschland (Los 2555). Eine Rolex GMT Master II mit Diamanten, Rubinen und Saphiren aus dem Jahr 2015 in Gelbgold erzielte 46 100 (Los 2542). Ebenso zu den Top-Losen gehörten zwei Rolex Day Date aus dem Jahre 2010. Das Modell in Platin mit Diamantzifferblatt ging für CHF 30 500 (Los 2541), jenes mit Diamant- Rubin-Zifferblatt in Gelbgold für 24 500 (Los 2544) in neuen Besitz. Der höchste Zuschlag für eine Taschenuhr lag bei CHF 14 900 für eine um 1800 gefertigte museale Lepine in Roségold mit feinster Emailmalerei (Los 2566).

Die guten Ergebnisse bestätigen den Trend der 5 vorangegangenen Uhrenauktionen. So konnte Koller Auktionen im Dezember 2016 den saisonalen Rekordzuschlag von CHF 456 500 für den äusserst seltenen Stahl Chronograph mit two-tone Zifferblatt aus dem Jahre 1961 von Patek Philippe notieren. Das erfreulichste Gesamtresultat bildet mit 100% verkauften Losen und einem Umsatz von über einer Million Schweizer Franken, was 150% des Schätzwertes entsprach, die Juni Auktion 2017. Auch damals setzte sich eine Patek Philippe an der Spitze ab. Unter den Top drei Losen befanden sich ein Ewiger Kalender von Patek Philippe aus dem Jahre 1951 für CHF 114 500, eine Rolex Daytona «double SWISS», ca. 1964. für CHF 108 500 sowie eine IWC II Destriero Scafusia «Grand Complication», 90er Jahre für CHF 92 900.

 



Top-Zuschläge seit 2016

ROLEX

GMT Master II mit Diamanten, Rubinen und Saphiren. 2015.

Gelbgold 750. Ref. 116758.

Auktionsergebnis, Dez. 2017: CHF 46 100

 

ROLEX

Day Date mit Diamantzifferblatt. 2010.

Platin. Ref. 218206.

Auktionsergebnis, Dez. 2017: CHF 30 500

 

LEPINE

Museale Emailtaschenuhr mit digitaler, springender Stunde.

Circa 1800. Roségold.

Auktionsergebnis, Dez. 2017: CHF 14 900

 

 

IWC

II Destriero Scafusia "Grand Complication", 90er Jahre.

limitierte Ref. 1868, No 15/125.

Auktionsergebnis, Juni 2017: CHF  92 900

 

ROLEX

Daytona "Double Swiss", circa 1964.

Edelstahl. Ref. 6239 / 6238.

Auktionsergebnis, Juni 2017: CHF 108 500

 

PATEK PHILIPPE

Seltener ewiger Kalender. 1951.

Roségold. Ref. 1526.

Auktionsergebnis, Juni 2017: CHF 114 500

 



 

PATEK PHILIPPE

Jumbo Nautilis. 1978.

Gelbgold 750. Referenz 3700/1.

Auktionsergebnis, Juni 2017: CHF 46 100

 

PATEK PHILIPPE

Komplizierte Minutenrepetition mit Schleppzeigerchronograph und Minutenzähler, um 1911.

Auktionsergebnis, Dez. 2016: CHF 30 500

 

PATEK PHILIPPE

Extrem seltener Stahl Chronograph mit two-tone Zifferblatt, 1961.

Edelstahl. Ref. 1463.

Auktionsergebnis, Dez. 2016: CHF 456 500

 



Katalog mit Ergebnisse

 

Weitere Informationen, Taschen- und Armbanduhren bei Koller

 




AUKTIONSNACHBERICHT
Auktionen in Zürich: 18. – 22. September 2017

Lebhafte Auktionen für Alte Meister und Antiquitäten bei Koller

Die Auktionswoche für alte Kunst bei Koller in Zürich verzeichnete beindruckende Resultate. Das Angebot sorgte für eine aktive Beteiligung der Bieterinnen und Bieter. Sowohl für bildende als auch für angewandte Kunst gingen Objekte von Renaissance bis ins 19. Jahrhundert erst im sechsstelligen Bereich in neuen Besitz. „Trotz Höhenflug der modernen und zeitgenössischen Kunst, wurde in dieser Auktionsserie ein anhaltendes, gar anziehendes Interesse an Kunst vergangener Jahrhunderte offensichtlich“, sagt Cyril Koller, Präsident von Koller Auktionen. „Die Gebote lagen insbesondere für qualitativ hochwertige Objekte aus Privatsammlungen hoch.”

 

DIRCK VAN BABUREN
(um 1594 Utrecht 1624)

Violinspieler mit Weinglas. 1623.
Öl auf Leinwand. 80.4 x 67.1 cm.

Eines der seltenen Porträts des von Caravaggio inspirierten niederländischen Meisters, Dirck van Baburen, konnte anlässlich der Auktion für Gemälde Alter Meister am 22. September bei über einer halben Million Schweizer Franken zugeschlagen werden. Der Künstler schuf das Porträt eines Geigenspielers während einer kurzen und faszinierenden Periode der niederländischen Malerei. Er war Teil einer von 1621 – 1626 dauernden Künstler-Bewegung in Utrecht, dessen Mitglieder im Anschluss an eine Studienreise nach Rom den dramatischen Stil Caravaggios (1571 – 1610) übernahmen. Die Werke dieser sogenannten “Utrechter Caravaggisti“ sind an ihrem Chiaroscuro-Effekt mit beleuchteten Objekten vor dunklem, monochromem Hintergrund zu erkennen. Da van Baburen bereits mit dreissig Jahren starb, sind nur wenige Gemälde von ihm bekannt, weshalb umso aktiver und lebendiger für das kürzlich wiederentdeckte Gemälde geboten wurde.

Verkauft für CHF 595 000


 

IVAN KONSTANTINOVICH AIVAZOVSKY
(um 1594 Feodosia 1624)

Bewegte Meeransicht mit steiler Küste bei Sonnenuntergang. 1883.
Öl auf Leinwand. 66 x 103 cm.


Ein wichtiges Werk des russischen Malers Ivan Konstantinovich Aivazovsky erzielte ebenso über eine halbe Million Schweizer Franken. “Bewegte Meeransicht mit steiler Küste bei Sonnenuntergang“ (1883) dokumentiert Aivazovsky’s meisterlichen Pinselstrich und sein Gespür für Effekte. Dies bewog mehrere Kenner zu Geboten, wobei das letzte bei CHF 618 500 zu stehen kam. Ein weiteres Highlight der Auktion war eine charmante Genreszene aus dem 19. Jh. von Carl Spitzweg. Das kleinformatige, nur 30 x 14 cm grosse, jedoch sehr typische Bild erreichte einen Gegenwert von CHF 300 500 (Lot 3218).

Verkauft für CHF 618 500


 


GESCHENKSKOVSH VON ALEXEI I

Russland 1667/68.
Teilvergoldet. Mit mittig eingraviertem, gekröntem Doppeladler-Medaillon.
Verkauft für CHF 164 900

RUSSISCHES SILBER – GROSSES INTERESSE AN ZARENKOVSHS

Mit einem Gesamtwert von 375 000 Schweizer Franken war auch die Versteigerung der Sammlung F.F. Uthemann von wichtigem russischen Silber sehr erfolgreich. Die Sammlung, die anlässlich der Silberauktion vom 21. September veräussert wurde, enthielt 11 Silberobjekte aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, darunter Auftragsarbeiten der Zaren.

Die Top-Lose darunter waren zwei Geschenkskovshs aus dem 17. Jahrhundert, welche die russischen Zaren ihren Untertanen als Dank für ihre loyalen Dienste überreichten. Einer davon von Alexander von Russland und der andere von Ivan V und Peter dem Grossen. Kovshs dieser Art sind äusserst rar, auf dem Kunstmarkt praktisch nicht erhältlich und ausserhalb von Museen fast nicht vorzufinden, weshalb sie für über das Vierfache ihrer Schätzung bei für CHF 164 900 und 152 900 verkauft wurden.


 


LACKKOMMODE “AU DECOR CHINOIS“

Louis XV, Venedig um 1730/40.
Verkauft für CHF 408 500

HIGHLIGHTS DER MÖBELAUKTION

Die Möbelauktion offerierte eine norditalienische, vielfarbig bemalte Rokoko-Kommode, die für eindrückliche CHF 408 500 in neuen Besitz ging. Die Kommode aus einer italienischen Privatsammlung zeichnete sich nicht nur durch ihren exzellenten Zustand aus, sondern kann auch als eines der qualitätsvollsten Objekte ihrer Art gelten. Aus dem speziell kuratierten Bereich “von Barock bis Belle Époque“ stachen schliesslich zwei Lose hervor: Das Paar italienischer neoklassizistischer Marmor-Vasen nach einem Modell von Giovanni Battista Piranesi brachte es auf einen Gegenwert von CHF 132 500 und der Pierre Roussel zugeschriebene Louis-XV-Damen-Schreibtisch mit Marqueterie auf 101 300 Schweizer Franken.




Weitere Highlights:

NICCOLÒ DI SEGNA

Kreuzigungsszene. 1325-30.

Tempera und Goldgrund auf Holz. 35 x 21 cm.

Verkauft für CHF 96 500

 

WILLEM CLAESZ HEDA

Stillleben mit Römer, Zinnteller und geschälter Zitrone. 1634. Öl auf Holz. 41 x 31 cm.

Verkauft für CHF 198 500

 

CARL SPITZWEG

Der Gratulant. Um 1860.

Öl auf Eichenholz. 28.6 x 14.2 cm.

Verkauft für CHF 300 500

 

1 PAAR PRUNK-DECKELVASEN “A L’ANTIQUE“

Louis XVI, nach zeichnerischen Vorlagen

von G. B. Piranesi, Italien um 1780/1800.

Verkauft für CHF 132 500

 

GESCHENKSKOVSH VON IVAN V. UND PETER DEM GROSSEN

Moskau 1681/82. Teilvergoldet mit mittigem,

bekröntem Doppeladler-Medaillon.

Verkauft für CHF 152 900

 

DAMENBUREAU “A FLEURS“

Paris um 1760.

Louix XV, Pierre Roussel zuzuschreiben.

Verkauft für CHF 101 300


 





Auktionsnachbericht
Moderne und Zeitgenössische Kunst / Schweizer Kunst

 Auktionen vom 30. Juni und 01. Juli 2017


Starke Resultate bei Koller für Moderne und Zeitgenössische Kunst sowie für Schweizer Kunst: 126% des Schätzwertes erzielt.

Die Auktionen für Moderne, Zeitgenössische- und Schweizer Kunst bei Koller Zürich schlossen mit beeindruckenden Resultaten ab. Das Ergebnis lag dabei weit über der Gesamtschätzung. Zum Erfolg beigetragen haben insbesondere ein frühes Werk von Alberto Giacometti wie auch jene der deutschen Künstler Max Liebermann, Emil Nolde, Franz von Stuck und Ernst Wilhelm Nay. Nachdem Koller tags zuvor die Uhrenauktion durchführte, in welcher sämtliche rund 100 Objekte verkauft wurden und die Zuschläge den Schätzwert um 200% überstiegen, krönte die Gemäldeauktion eine durchweg erfolgreiche Juni-Auktionswoche.

"Das Angebot beinhaltete eine aussergewöhnliche Auswahl an Arbeiten, die grösstenteils aus privaten Sammlungen stammten und erstmals überhaupt auf dem Kunstmarkt angeboten wurden," sagt Cyril Koller, Chef von Koller Auktionen und Auktionator der Versteigerungen. "Über diese Erfolgskriterien hinaus beobachten wir im ersten Semester eine wachsende Anzahl neuer Bieter und die Tendenz, dass für die Objekte hartnäckiger geboten wird als früher."


Giovanni und Alberto Giacometti führen die Schweizer an
“Monte del Forno”, eine Landschaft von Alberto Giacometti aus der frühen Phase seiner künstlerischen Karriere, war das Top-Los der Auktionsserie. Es konnte knapp unter einer Million Schweizer Franken veräussert werden. In der selben Auktion konnten nicht weniger als drei Arbeiten von Albertos Vater, Giovanni Giacometti, im sechsstelligen Bereich verkauft werden. Angeführt wurde jene Reihe von dem aussergewöhnlichen, in der Tradition von Titian und Goya geschaffenen Frauenakt “Theodora”, der für CHF 538 000 in neuen Besitz ging. Für Aufsehen sorgte zudem ein Gemälde des Art-Brut-Künstlers Adolf Wölfli, das mit CHF 216 500, weit über der oberen Schätzung von CHF 40 000 bis 60 000 zugeschlagen werden konnte.


Starke Preise für deutsche Künstler
Werke von modernen und zeitgenössischen deutschen Künstlern waren besonders erfolgreich an der Juni-Auktion bei Koller. So die grossformatige Ansicht der Strasse am Wannsee von Max Liebermann, die für CHF 561 000 veräussert werden konnte, eine expressionistische Darstellung eines kleinen Dampfschiffes von Emil Nolde, die CHF 372 500 erzielte und ein farbenfrohes Werk des Nachkriegskünstlers Ernst Wilhelm Nay, “Mit vielfältigem Gelb” (CHF 186 500).


Nachkriegskunst übertraf Erwartungen
Auch die Resultate für verschiedene Arbeiten von internationalen Zeitgenössischen- und Nachkriegs-Künstlern übertrafen die Erwartungen. So das Werk des Pop-Art-Künstlers Carlos Cruz-Diez “Physichromie no. 668”, das für CHF 126 500 versteigert werden konnte, oder “Seven Small Mountains” von Ugo Rondinone, das CHF 31 700 erzielte und damit die Schätzung von CHF 7 000 bis 10 000 deutlich übertraf.



Die nächste Auktionen für Moderne- und Zeitgenössische Kunst sowie für Schweizer Kunst finden im Dezember 2017 statt.



Ausgewählte Resultate


ALBERTO GIACOMETTI

Monte del Forno. Um 1923.

Öl auf Leinwand. 60 x 50 cm.

Ergebnis: CHF 940 500

 

GIOVANNI GIACOMETTI

Theodora. 1914.

Öl auf Leinwand. 125 x 200 cm.

Ergebnis: CHF 538 000

 

ERNST WILHELM NAY

Mit vielfältigem Gelb. 1958.

Öl auf Leinwand. 100 x 81 cm.

Ergebnis: CHF 186 500

 

MAX LIEBERMANN

Grosse Seestrasse in Wannsee.

Öl auf Leinwand. 73 x 91.5 cm.

Ergebnis: CHF 561 000

 

EMIL NOLDE

Kleiner Dampfer. 1910.

Öl auf Leinwand. 34.5 x 28 cm.

Ergebnis: CHF 372 500

 

BERNARD AUBERTIN

Simplement Rouge. 1998/99.

Öl auf Leinwand. 300 x 500 cm.

Ergebnis: CHF 36 500

 






Auktionsnachbericht: Asiatica-Auktionen in Zürich: 13. – 14. Juni 2017

Hervorragende Resultate für asiatische Kunst in Zürich:
SELTENE KAISERLICHE KUNSTWERKE AUS CHINA UND SKULPTUREN AUS DEM HIMALAYA BEI KOLLER ZÜRICH ZU REKORDPREISEN VERSTEIGERT

Das Zürcher Auktionshaus Koller beendet seine Asiatica-Auktionen vom 13. und 14. Juni mit einer Reihe herausragender Resultate für chinesische und himalayische Kunst. Drei seltene kaiserliche Objekte aus China erzielten alleine 2,64 Millionen Schweizer Franken. Eine Buddhafigur aus Nordostindien löste einen Rekordpreis von 1,17 Millionen Schweizer Franken. Die Auktion erzielte ein Total von 8,4 Mio. Franken und lag damit um ein Vielfaches über der Gesamtschätzung von 2,9 Millionen Franken. Dies macht sie zur erfolgreichsten aller europäischen Asiatica-Auktionen dieses Jahres.

Regi Preiswerk, Leiterin der Abteilung für asiatische Kunst bei Koller: “Wir waren begeistert, diese einzigartigen Kunstwerke versteigern zu dürfen. Aufgrund einer intensiven Marketingkampagne in China, die auch einen Stand an der internationalen Antiquitätenmesse in Hong Kong beinhaltete, konnten wir eine bedeutende Anzahl neuer Bieter für unsere Auktion gewinnen.”

Kaiserliche Kunstschätze aus China sorgen für eine Sensation
Das sensationelle Angebot an bedeutenden kaiserlichen Kunstwerken aus China erregte grosses Interesse bis hin nach Beijing und Hong Kong. Die drei Objekte – eine meisterlich geschnitzte Palastwand, ein Paar kaiserliche bronzene Räuchergefässe und eine bronzene Musikglocke mit kaiserlicher Inschrift – waren über 100 Jahre in deutschem Privatbesitz und anlässlich der Auktion für asiatische Kunst bei Koller am 13. Juni erstmals überhaupt auf dem freien Kunstmarkt erhältlich. Durch den Verkauf werden nun alle Objekte mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder nach China gelangen.

Antikes chinesisches Musikinstrument für 1,2 Millionen Franken versteigert
Ein Bieter aus China hat die Bronze-Musikglocke «Bozhong» für 1.2 Millionen Franken erworben. Der Schätzwert betrug 200‘000 bis 300‘000 Franken. Die Bronzeglocke stammt aus dem 18. Jahrhundert und trägt eine Inschrift des Kaisers Qianlong (1711–1799). Hirten fanden im Jahr 1761 elf antike Glocken aus einer Zwölftonreihe, die alle einen individuellen Klang abgaben. Um vollkommene musikalische Harmonie zu erreichen, liess der Kaiser die fehlende Glocke «Bozhong» anfertigen.

940‘000 Franken für meisterhaft geschnitzte Palastwand
Die beeindruckend geschnitzte Palastwand wurde Recherchen zu Folge sehr wahrscheinlich für die Räumlichkeiten der Kaiserwitwe Cixi (1835–1908) angefertigt. Die beidseitig kunstvoll durchbrochene Wand ist ein charakteristisches Beispiel für die Innenausstattung der kaiserlichen Paläste der Qing-Zeit. Aus Peking sind zwei weitere vergleichbare Objekte mit oktogonaler Türöffnung bekannt: ein Raumteiler befand sich im Yiluandian Palast, wurde aber 1901 bei einem Brand vollständig zerstört. Die zweite Wand befindet sich in einem Wohngebäude im westlichen Teil der Verbotenen Stadt. Bei der hier ange botenen Trennwand handelte es sich um das einzige je auf dem weltweiten Kunstmarkt angebotene Kunstwerk dieser Art. Für 940’000 Franken gelangte es nun in asiatischen Besitz.

Kaiserliche Räuchergefäss für über das Achtfache der Schätzung verkauft
Die kaiserliche Provenienz des Paares einzigartiger Räuchergefässe war von Beginn an unbestritten. So befinden sich vergleichbare Exemplare noch heute vor zwei Palästen in der Verbotenen Stadt sowie am Eingang des Beihei Parks, der früher ebenfalls Teil der Verbotenen Stadt war. Die in Form der sagenhaften Drachen-Schildkröten, Bixi, gestalteten Gefässe entfachten ein dynamisches Bietergefecht, wobei die Schätzung bei einem Endergebnis von 486‘000 Franken um das Achtfache überboten wurde.

Rekordpreise für lamaistische Bronzeskulpturen
Die Nachfrage nach lamaistischer Kunst aus der Himalaya-Region war sehr stark. Viele der Skulpturen erzielten am 13. Juni hervorragende Preise. So etwa der sehr frühe Buddha Shakyamuni aus dem Pala-Reich, der gar einen Rekordpreis von 1.17 Millionen Franken erzielte. Eine nepalesische Figur des Manjushri aus dem Königreich Khasa Malla wurde für 538‘000 Franken ersteigert. Und die prächtige Figur eines stehenden Bodhisattvas aus Tibet erzielte 756‘000 Franken.

Umfassende Katalogbeschreibungen und hochaufgelöste Bilder finden Sie hier.



TOP TEN, ASIATICA:

 

BEDEUTENDE KAISERLICHE BRONZEGLOCKE “BOZHONG“

China, Qianlong. Datiert 1761. H 85 cm.

Mit kaiserlicher Inschrift

Ergebnis: CHF 1.2 Mio

 

BUDDHA SHAKYAMUNI

Nordostindien, Pala, 8. / 9. Jh. H 16.5 cm.

Bronze mit Silber- und Kupfereinlagen.

Ergebnis: CHF 1.17 Mio

 

MEISTERHAFT GESCHNITZTE PALASTWAND

China, 19. Jh.

287 x 396 x 11 cm.

Ergebnis: CHF 940 500


PRÄCHTIGE FIGUR EINES STEHENDEN BODHISATTVAS

Tibet, 14. Jh. H 27 cm.

Feuervergoldete Kupferlegierung.

Ergebnis: CHF 756 500

MANJUSHRI MIT AUREOLE

Nepal, Khasa Malla, 14. Jh. H 23 cm.

Feuervergoldete Kupferlegierung.

Ergebnis: CHF 538 000

 

RELIEF MIT ACHT LUOHAN

China, Qing-Dynastie. 14.5 x 21.5 cm.

Seladonfarbene Jadeplatte.

Ergebnis: CHF 515 000

 

PAAR KAISERLICHE RÄUCHERBECKEN MIT DRACHEN-SCHILDKRÖTEN (BIXI)

China, 18. / 19. Jh. L 42 cm. Bronze mit reicher, grüner Patina.

Ergebnis: CHF 486 250


SITZENDER BUDDHA

China, Ming-Dynastie. H 81 cm.

Trockenlack mit Resten von Vergoldung.

Ergebnis: CHF 288 500

KAISERLICHER ZITAN-STELLSCHIRM

China, frühes 19. Jh.

H 204 cm.

Ergebnis: CHF 240 500

 

SITZENDER BUDDHA

Tibet, 16. Jh. H 27 cm.

Feuervergoldete Kupferlegierung.

Ergebnis: CHF 180 500

 

 



 


AUKTIONSNACHBERICHT
Dezemberauktionen in Zürich für Moderne- & Zeitgenössische Kunst, Schweizer Kunst, Schmuck & Uhren, Design sowie Asiatica:
30. November bis 8. Dezember 2016


Die Moderne, Zeitgenössische und Schweizer Kunst Auktionen realisierten 98% des gesamten Schätzwertes; Die gesamte Auktionswoche erreichte 91%.

Die Dezember-Auktionen bei Koller verzeichneten starke Resultat für Arbeiten von Keith Haring, Ai Weiwei und Banksy. Für über eine Million Schweizer Franken ging ein Werk des Schweizer Heimatmalers Albert Anker in neuen Besitz. Erfolgreich waren auch die kürzlich neu geschaffenen Abteilungen für Armbanduhren bzw. Fotografie. So konnte bei den Uhren eine Patek Philippe für beinahe eine halbe Million Schweizer Franken versteigert werden.

 

KEITH HARING.
Red, Yellow, Blue #22. 1987. Verkauft für CHF 408 500.

Moderne & Zeitgenössische Kunst
Keith Haring und Ai Weiwei teilen sich die Bühne mit Picasso und Renoir

Das von Keith Haring als Geburtstagsgeschenk für den Sohn des österreichischen Schauspielers und Dichters, André Heller, geschaffene «Red, Yellow & Blue #22» liess sich etwas über der oberen Schätzung bei CHF 408 500 verkaufen (Lot 3477). Ebenso fanden sich viele Bieter für die filigrane Skulptur des chinesischen Konzeptkünstlers Ai Weiwei, welches schliesslich bei CHF 228 500 einen neuen Besitzer fand (Lot 3486). Auch weitere Arbeiten grosser zeitgenössischer Künstler, wie der einzigartige Druck «Girl with Hair» von Louise Bourgeois und «Choose your Weapon» von Banksy erzielten mit CHF 60 500 bzw. CHF 22 100 beachtliche Resultate (Lot 3744 und Lot 3761). Erfolgreich waren aber auch Klassiker wie eine Serie von Drucken und Keramiken von Picasso. Der sehr schöne farbige Linolschnitt «Danaé» aus dem Jahre 1962 erzielte CHF 66 500 (Lot 3659).

Unter den Impressionisten war Auguste Renoirs «Pré, arbres et femmes» um 1899 mit einem Zuschlag von CHF 264 500 als sicherer Wert besonders gefragt (Lot 3204). Einen neuen Weltrekord konnte Koller Auktionen für den italienischen Künstler Vittorio Zecchin verzeichnen. CHF 120 500 für das Ölgemälde «Le Mille e una Notte» aus dem Jahre 1914 ist der höchste je an einer Auktion bezahlte Preis für ein Werk des Künstlers (Lot 3215).



Ausgewählte Resultate, Moderne & Zeitgenössische Kunst:

PIERRE-AUGUSTE RENOIR

Pré, arbres et femmes. Um 1899.

Öl auf Leinwand.

Verkauft für CHF 264 500

 

AI WEIWEI.

Ohne Titel (Foster Divina). 2010.

Verkauft für CHF 228 500


PABLO PICASSO

Danaé. 1962. Linolschnitt.

Verkauft für CHF 66 500

 



 

ALBERT ANKER. Grossmutter und schlafender Knabe. Verkauft für CHF 1,17 million.

Schweizer Kunst
Anker-Gemälde über einer Million Schweizer Franken

Eine berührende Szene einer spinnenden Grossmutter mit ihrem schlafenden Enkel konnte an der Auktion für Schweizer Kunst vom 2. Dezember über der Schätzung bei CHF 1,17 Mio. versteigert werden (Lot 3032), und die anmutige Darstellung des Genfer-Sees bei Sonnenuntergang von Francois Bocion ging bei CHF 102 500 in neuen Besitz (Lot 3016). Von den Werken der Schweizer Künstler des 20. Jh. stach das Stillleben von Felix Vallotton mit einem Ergebnis von CHF 144 500 (Lot 3094) und Varlins grosses Porträt «L’Italiana» von 1962 für CHF 120 500 (Lot 3089) heraus.



Ausgewählte Resultate, Schweizer Kunst:

FELIX VALLOTTON

Vase vert et bol blanc. 1919.

Öl auf Leinwand.

Verkauft für CHF 144 500

 

CUNO AMIET

Lueg. 1930.
Öl auf Leinwand.

Verkauft für CHF 132 500


VARLIN (Willy Guggenheim)

"L'Italiana". 1962.
Öl und Kohle auf ungrundierter Leinwand.

Verkauft für CHF 120 500

 



 

THOMAS HOEPKER. Muhammad Ali showing off his right fist. Archival Pigment Print, um 2009.
Verkauft für CHF 20 900

Photographie
Erfolg für neu geschaffene Abteilung

Die erste eigenständige Auktion für Photographie seit über 10 Jahren realisierte sehr gute Preise. Insbesondere die Porträts von Muhammad Ali von Thomas Hoepker waren sehr begehrt. So konnte die sehr seltene «right fist» des kürzlich verstorbenen Box-Stars bei CHF 20 900 (Lot 1716) verkauft werden, während der Abzug seines Gebetes vor dem Kampf für CHF 16 100 zugeschlagen wurde. (Lot 1719). Richard Avedons’ Porträt von Erzbischof Desmond Tutu verkaufte sich bei CHF 17 300 (Lot 1727) und eine Serie von Porträts von Marilyn Monroe von Bert Stern setzte weitere Spitzenpreise wie für den späten Abzug der Photo "Marilyn Monroe mit Schmuck" für CHF 19 700 (Lot 1699).



Ausgewählte Resultate, Photographie:

ALBERT STEINER

Abend am Silvaplanersee. 1919.

Silbergelatine-Abzug, nach 1950.

Verkauft für CHF 11 250

 

DOUGLAS KIRKLAND

"Marilyn Monroe 1961".
Archival Pigment Print, späterer Abzug. Wohl 2013.

Verkauft für CHF 11 250


BERT STERN

Marilyn Monroe with Jewellery.
Archival Pigment Print, späterer Abzug. Um 2009.

Verkauft für CHF 19 700

 



 

PATEK PHILIPPE. Stah Chronograph mit two-tone Zifferblatt, 1961. Ref. 1463. Verkauft für CHF 456 500.

Uhren & Schmuck
Seltene Patek Philippe für beinahe eine halbe Million

Die Uhren-Auktion bei Koller vom 30. November führte eine sehr seltenen Stahl-Chronograph von Patek Philippe aus dem Jahre 1961 auf. Als legendäre Uhr für Sammler, wurde sie als erste wasserdichte Armband-Uhr von Patek Philippe überhaupt mit Referenznummer 1463 zwischen 1940 und 1965 in einer kleinen Auflage von 750 Exemplaren gefertigt. Da die meisten dieser Uhren in Gelb-Gold waren, konnte das bei Koller angebotene stählerne Exemplar in tadellosem Zustand einen umso höheren Sammlerwert erzielen. Nach intensivem Bietergefecht wurde die Uhr bei hervorragenden CHF 456 000 versteigert (Lot 2574 / Schätzung CHF 180 000 bis 300 000).

Der Rest der Uhrenauktion verzeichnete mit einer Verkaufsquote von 94% und einem Total von beinahe 200% des Wertes ebenso hervorragende Resultate. So kommentiert Uhrenexperte Uwe Vischer die Auktion folgendermassen: ”Wir sind sehr erfreut über das positive Ergebnis – in nur 18 Monaten konnten wir das zuvor zusammen mit Schmuck angebotene Uhrensegment zu einer eigenständigen Auktion von internationaler Beachtung entwickeln.  Das Vertrauen einer loyalen Sammlerschaft zeigt sich nicht zuletzt in ihrer Bereitschaft, für Objekte bester Qualität, wie die Patek Philippe 1463, international vergleichbare Gebote abzugeben.”

Das Highlight der Schmuck-Auktion vom 30. November war ein bezaubernder Burma-Rubin- und Diamant-Ring. Der unbehandelte Rubin von 7,05 ct. zog zahlreiche Gebote an und konnte für über das Doppelte der Schätzung bei CHF 228 500 verkauft werden (Lot 2122/ Schätzung CHF 90 000 bis 140 000). Signierte Schmuckstücke verkauften sich ebenfalls gut. So der Diamant-Ring des Düsseldorfers René Kern für CHF 168 500 (Lot 2024) und das mit Diamanten besetzte Art-Déco-Armband aus Platin von Van Cleef & Arpels für CHF 126 500 (Lot 2206).


Ausgewählte Resultate, Uhren & Schmuck:

BURMA-RUBIN-DIAMANT-RING

Besetzt mit 1 sehr feinen Burma-Rubin von 7.05 ct, unerhitzt.

Verkauft für CHF 228 500

 

PATEK PHILIPPE

Ewiger Kalender. 2001.
Ref. 3940J.

Verkauft für CHF 35 300


DIAMANT-ARMBAND, VAN CLEEF & ARPELS

Um 1930. Platin.
Verkauft für CHF 126 500

 



 

EMILE GALLE. Vase, um 1900. Verkauft für CHF 11 250.

Angewandte Kunst des 20. Jh.
Design, Art Nouveau & Art Deco

Erneut waren an der Design-Auktion vom 2. Dezember moderne Wandbehänge gefragt. Über der Schätzung versteigerte sich die Tapisserie «Dirty Blues» von Alexander Calder bei CHF 29 300 (Lot 1249). Unter den Objekten des Art Déco konnte die exquisite Vase von Emile Gallé mit Unterwassermotiven für CHF 11 250 verkauft werden (Lot 1076). Top-Lot unter den Art-Nouveau-Objekten war eine in Silber und Emaille geschaffene Schmuckschatulle von Josef Hoffmann für CHF 28 100, die in ihrem schlichten Design eine Lücke zwischen der Kunst des 20. Jh. und der Moderne schliesst (Lot 1093).


Ausgewählte Resultate, Angewandte Kunst des 20. Jh.:

ALEXANDER CALDER

Tapisserie "Dirty Blues". 

Exemplaire d'artiste.

Verkauft für CHF 29 300

 

MARZIO CECCHI

Pult, Modell "Diapason".
Entwurf 1968 für Studio Most ed.

Verkauft für CHF 20 900

JOSEF HOFFMANN

Schmuckschatulle, um 1905.
Silber und Email.

Verkauft für CHF 28 100


 



 

SELTENER BEMALTER SCHRANK. Conrad Starck (1769-1817). Appenzell, 18. Jh. Verkauft für CHF 58 100.

Sammlung Fröhlich
Erfolg für Ostschweizer Volkskunst

Die alpenländischen Möbel, Gebrauchs- und Dekorations-Objekte des kürzlich verstorbenen renommierten St. Galler Kunsthändlers Hansueli Fröhlich zog am 1. Dezember zahlreiche Bieter an.  Unter den über 180 Lots seltenster Ostschweizer Volkskunst schönster Qualität war ein reich bemalter und farbenfroher Appenzeller Bauernschrank von Conrad Starck (1769 bis 1817) das Top-Lot. Er erzielte CHF 60 000 und trug ebenso zu einem Gesamterlös des Nachlasses von über 150% der Schätzung bei (Lot 4156).



Ausgewählte Resultate, Sammlung Fröhlich:

EINZEIGRIGE EISENUHR MIT WECKER

Gotisch, Winterthur, datiert 1597.

Monogrammiert UL (Ulrich und Andreas Liechti).

Verkauft für CHF 34 100

 

SPÄTGOTISCHER WANGENTISCH

GrAUBÜNDEN, 16./17. Jh.

Verkauft für CHF 6 875


BEMALTER SCHLITTENSITZ

Toggenburg, um 1800.

Verkauft für CHF 2 500

 



 

STEHENDER AVALOKITESHVARA. Tibet, 15. Jh. Verkauft für CHF 138 500.

Asiatica
Grosse Nachfrage nach tibetischen Buddha-Figuren und erfolgreiche Jade-Objekte

An der zweitägigen Auktion für Asiatische Kunst erzielten buddhistische Figuren aus Tibet erneut starke Preise. Top-Lot der Auktion war eine feuervergoldete Kupferfigur aus dem 16./17. Jahrhundert des Vairocana, einem der fünf grossen transzendenten Buddhas. Für die Darstellung mit detailliert herausgearbeitetem friedvollen Ausdruck wurden CHF 144 500 geboten, was rund dem Dreifachen der Schätzung betrug (Lot 115). Von den anderen buddhistischen Figuren erzielte die Figur der elfköpfigen Gottheit Avalokiteshvara CHF 138 500 (Lot 111), und eine elegante Figur der Maitreya CHF 62 900 (Lot 108).

Grosses Interesse war auch für Arbeiten in Huanghuali-Holz vorhanden. So konnte ein zweitüriger Kabinettschrank aus dem 19. Jahrhundert für CHF 72 500 versteigert werden (Lot 295). Hohe Preise liessen sich ferner mit den auserlesenen Jade-Objekten erzielen, wobei eine fein gearbeitete Kamel-Figur für CHF 30 500 in neuen Besitz ging (Lot 185). Highlight der Porzellan-Arbeiten waren die beiden „Sanduo-Schalen“, mit Yongzheng-Marke, die einen Auktionspreis von CHF 72 500 erzielten (Lot 379).

Unter den Lots der Auktion für Japanische und Südostasiatische Kunst, ragte ein fast drei Meter hoher sitzender Buddha aus Burma aus dem 18./19. Jahrhundert nicht nur optisch, sondern auch preislich aus dem Angebot heraus. Für den aus der Schweiz eingelieferten Buddha wurden denn CHF 46 100 geboten (Lot 459).


Ausgewählte Resultate, Asiatica:

SARVAVID VAIROCANA

Tibet, 16. / 17. Jh.

Verkauft für CHF 144 500

 

LIEGENDES KAMEL AUS JADE

China, frühe Qing-Dynastie.
Verkauft für CHF 30 500


ZWEI SELTENE "SANDUO"-SCHALEN

China, Yongzheng-Marke und aus der Periode.
Verkauft für CHF 72 500

 



 



AUKTIONSNACHBERICHT
September-Auktionen vom 19. bis zum 24. September 2016 bei Koller Zürich

Gute Ergebnisse für Altmeistergemälde, Möbel und Fayencen: CHF 745 000 für Abel Grimmers Allegorien der Monate und 90% vom Gesamtwert der Trompe-l’oeil-Objekte der Sammlung Schmitz-Eichhoff verkauft.

 

ABEL GRIMMER (ca. 1570 Antwerp 1620).
Fünf Allegorien der Monate Februar, März, April, Oktober und Dezember. Öl auf Holz. Je D 25 cm. Verkauft für CHF 745 000.

Gemälde Alter Meister und des 19. Jh. sowie Zeichnungen und alte Graphik
Eine seltene Renaissance-Allegorie der Monate übertraf die Erwartungeneltene

Eines der Top-Lots der Auktion für Gemälde alter Meister vom 23. September war die seltene Serie allegorischer Gemälde der Monate Februar, März, April, Oktober und Dezember von Abel Grimmer (ca. 1570 bis ca. 1620). Die Gemälde befanden sich seit über 300 Jahren im selben Familienbesitz, sodass deren Zustand und Seltenheit einen privaten Sammler zu einem Höchstgebot von CHF 745 000 bewog (Lots 3033A bis 3033E, Schätzung CHF 500 000 bis 700 000).

Zu den weiteren Highlights der Auktion zählte die Darstellung der Madonna mit Kind von Tommaso di Credi (tätig in Florenz ca. 1490 bis 1510), die für CHF 96 500 versteigert werden konnte (Lot 3012). Ebenso erfolgreich war die Interpretation einer badenden Nymphe von Carl Spitzweg (1808 München 1885), die bei CHF 96 500 den Besitzer wechselte (Lot 3232).

Beispielhaft für die Auktion von Zeichnungen und alter Graphik waren zwei Werke von Giovanni Domenico Tiepolo (1727 Venedig 1804). Eine Ölskizze mit dem Sujet der «Rast auf der Flucht nach Ägypten», die wahrscheinlich als Modell für Tiepolos Werkstatt diente, erzielte CHF 24 500 und eine in braun gehaltene Tintenzeichnung einer stehenden Figur in orientalischer Kleidung verkaufte sich für CHF 8 750 (Lots 3425 und 3452).

 

TROMPE L'OEIL TELLER MIT EIERN. Nordfrankreich, mitte 18. Jh.
Verkauft für CHF 9 375.

Möbel und Angewandte Kunst
Die Sammlung Schmitz-Eichhoff: Hohe Nachfrage für Trompe-l’oeil-Keramiken

Die wunderschöne Sammlung von barocken Trompe-l’oeil-Fayencen aus der Sammlung von Marie Teres Schmitz-Eichhoff erhielt am 19. September internationale Aufmerksamkeit und verkaufte sich zu über 90% vom Wert. Der Katalog beinhaltete rund 250 Fayencen in der Form von Tieren und Gerichten aus dem 18. Jh: Kohl-Terrinen, Teller mit Spargeln, Platten mit Eiern, Bohnen und Nüssen. Viele dieser Objekte waren 1999 Gegenstand von Ausstellungen im Museum für Angewandte Kunst in Köln (MAK) sowie 2006 im Hetjens Museum in Düsseldorf.
 
Zu den Highlights gehörte die Platte mit zwei gekochten Eiern, die bei einer Schätzung von CHF 4 000 bis 6 000 für CHF 9 375 verkauft werden konnte (Lot 1751) sowie eine grosse Kohlförmige Terrine aus Brüssel für CHF 9 375 (Lot 1758). Bei einer Porzellan-Vase von Höchst mit detailgetreuen Blumendarstellungen stiegen die Gebote bis auf CHF 10 625 (Lot 1783).

 

LYUBOV POPOVA. 5 x 5 = 25. (Katalog der Austellung Moskau 1921). Verkauft für CHF 42 500.

Bücher & Autographen
Fossilien und Erotica

Mit der ersten illustrierten Arbeit über Fossilien bot Koller Auktionen anlässlich der Bücher- und Autographen-Auktion vom 24. September eine einzigartige Rarität, die von einer internationalen Sammlerschaft mit grosser Spannung erwartet wurde (Lot 428). Ausgehend von einer Schätzung von CHF 14 000 bis 20 000 erzielte der von Conrad Gessner reich illustrierte, um 1565/66 herausgegebene Band mit CHF 74 900 mehr als das Fünffache der Erwartungen.

Ein sicherer Wert stellte auch die Sammlung von Erotica dar. Für das erste von Marquis de Sade publizierte Werk «La nouvelle Justine», welches er in Gefangenschaft in der Bastille verfasste, bezahlte ein privater Sammler CHF 58 100 (Lot 191). Unter den moderneren Lots verkaufte sich eine Avant-Garde-Illustration der Russin Lyubov Popova zum 1921 verfassten Ausstellungskatalog «5 x 5 = 25» für CHF 42 500 und damit über dem Zehnfachen der unteren Schätzung (Lot 256).

 



 


AUKTIONSNACHBERICHT

Juni Auktionen bei Koller
Bestätigung der Schweizer Kunst Marktführerschaft mit zwei Weltrekorden und höchstem Umsatz


Weltrekord für Giovanni Giacometti und Albert Anker.

Zahlreiche Resultate im sechsstelligen Bereich für Kiefer, Poliakoff, Renoir, Soutine und weitere moderne und zeitgenössische Künstler.

Vermehrt jüngeres Publikum durch Kooperation mit Artsy.com
 

 
GIOVANNI GIACOMETTI. Das Flimser Panorama. 1904. Verkauft für den Weltrekordpreis von CHF 4.05 Millionen.


Schweizer Kunst
Koller bleibt Marktführer

Koller Auktionen hat mit Giovanni Giacometti einen neuen Künstlerrekord erzielt. Das bedeutende und bekannte Flimser Panorama, wechselt anlässlich der Schweizer Kunst Auktion vom 24. Juni für CHF 4,05 Mio. in neuen Schweizer Privatbesitz. Mit einem Umsatz von insgesamt CHF 9,2 Mio. nur für Schweizer Kunst bleibt Koller Auktionen auch dieses Jahr Marktführer in diesem Bereich.

«Wir sind glücklich, dass dieses bedeutende Gemälde der Schweiz erhalten bleibt und wahrscheinlich schon bald wieder der interessierten Öffentlichkeit zugänglich sein wird», sagt Auktionator und Geschäftsführer Cyril Koller.

Giovanni Giacometti, der Vater von Alberto und Diego Giacometti, schuf das Triptychon in Öl auf Leinwand für das Luxushotel Waldhaus Flims, das heute unter dem Namen Waldhaus Flims Mountain Resort & Spa firmiert. Doch kurz nachdem man das Gemälde dort anhängte, wurde es aus unbekannten Gründen eingelagert und geriet beinahe in Vergessenheit. Erst 1986 wurde es wiederentdeckt und umgehend wieder im Hotel aufgehängt. Mit der Übernahme des Waldhauses durch die Investmentgesellschaft Z Capital gelang das «Flimser Panorama» schliesslich zur erfolgreichen Veräusserung durch Koller Auktionen. Der Erlös von rund CHF 4 Mio. soll nun für die Renovation des Hotels verwendet werden.

Ein weiterer Weltrekord kann Koller für die Kohlezeichnung «Brustbild eines Mädchens mit blondem Haar» von Albert Anker verkünden. So stellen die dafür gebotenen CHF 1 Mio. den höchsten Wert für eine Zeichnung des Schweizer Künstlers dar. Ebenso die Millionengrenze geknackt hat mit CHF 1,4 Mio. Albert Ankers Genregemälde «Die Armensuppe». Beide Werke gelangten in Schweizer Privatbesitz.


PIERRE-AUGUSTE RENOIR. La partie de croquet. Verkauft für CHF 733 500.


Impressionismus und Moderne Kunst / Art Deco & Art Nouveau
Hohe Gebote für spätes 19. Jh. und frühes 20. Jh.

Der Markt für Kunstwerke aus dem späten 19. Jh. und frühen 20. Jh. zeigte sich sehr robust. Dies zeigte sich in hohen Zuschlägen für angewandte und bildende Kunst aus dieser Periode.
 
Die Auktion für moderne Kunst beinhaltete nicht weniger als drei Werke von Pierre-Auguste Renoir, die sich im sechsstelligen Bereich verkauften. Angeführt wurde das Trio von «La Partie de Croquet» aus dem Jahre 1895 (Lot 3213), das sich für CHF 733 500 verkaufte. Weitere Highlights waren eine Landschaft von Chaim Soutine aus dem Jahre 1919, das für CHF 240 500 in neuen Besitz ging (Lot 3241) sowie eine Bronze von Alberto Giacometti, die CHF 192 500 erzielte (Lot 3249).

Unter den angewandten Kunstwerken stiegen die Gebote für eine Pâte-de-Verre Vase um 1925 in seltenen Blau-, Aqua- und Grüntönen von einer Schätzung bei CHF 25 000 bis 35 000 auf CHF 41 300 (Lot 1089). Die klassische Skulptur «Starfish», eine stehende Tänzerin aus Bronze und Elfenbein, von Demeter H. Chiparus aus dem Jahre 1920 wechselte bei CHF 26 900 den Besitzer.


ANSELM KIEFER. Nigredo-Albedo-Rubedo. 2006. Verkauft für CHF 360 500.


PostWar & Contemporary / Design / Armbanduhren
Viel junges Publikum bei Koller auch dank Artsy.com

In den letzten Jahren hat Koller Auktionen sein Angebot vermehrt auf ein junges Publikum ausgerichtet. Zusätzlich schloss sich das Schweizer Auktionshaus anlässlich seiner Juni-Auktionen als erstes Auktionshaus mit der amerikanischen Kunstmarkt-Plattform Artsy.com zusammen und übertrug damit seine bereits etablierten Online-Auktionen erstmals für die Bereiche Grafik- und PostWar live auf die Rechner von hunderttausenden jungen Sammlerinnen und Sammlern weltweit.

Mit hohen Preisen für zeitgenössische Kunst und Design trugen diese Bemühungen auch Früchte. So erzielte Anselm Kiefers seltene massive Buchskulptur «Nigredo-Albedo-Rubedo» aus dem Jahre 2006, mit thematischem Bezug zur europäischen Mystik und Alchemie CHF 360 500.- (Lot 3480). Werke der 60er-Jahre, darunter ein Paradebeispiel des damaligen Action Paintings von Kazuo Shiraga aus dem Jahre 1961 und  Serge Poliakoffs «Composition Abstrait» von 1966, erzielten CHF 216 500.- bzw. CHF 135 500 (Lots 3429 und 3439).

Als typische Sammlerbereiche für jüngere Generationen zeichnen sich jedoch mehr und mehr Design und Armbanduhren ab. Top-Lot der Uhrenauktion vom 22. Juni war sodann die Patek Philippe Jumbo Nautilus von ca. 1977 aus poliertem Stahl (Lot 2545, CHF 36 500). Dass Patek damit mit der Tradition der Golduhren im Luxus-Segment brechen wollte, unterstrich das Haus damals mit dem Werbeslogan «Eine der teuersten Uhren der Welt ist aus Stahl!». Eines der Design-Top-Lots war schliesslich eine Tapisserie von Victor Vasarely aus dem Jahre 1980 (Lot 1261), die für CHF 15 500 an einen neuen Eigentümer ging. Der spürbare Trend für Design-Tapisserien zeichnete sich ebenso bei Werken des Ungarisch-Französischen Künstlers Mathieu Matégot und dem Franzosen Bernard Buffet ab.


 



 

Koller erzielt neuen Auktionsrekord: CHF 4.05 Millionen für Giacomettis „Flimserpanorama“

Zürich, 24. Juni 2016 – Ein Schweizer Privatsammler hat heute Nachmittag an der Auktion bei Koller das berühmte Flimserpanorama von Giovanni Giacometti für den Rekordpreis von 4.05 Mio. Franken* ersteigert. Noch nie wurde an einer Auktion für ein Werk Giacomettis ein höherer Preis erzielt. Die Auktion Schweizer Kunst erzielte einen Umsatz von 9.2 Mio. Damit ist Koller auch in dieser Auktionssaison Marktführer in diesem Bereich.

„Wir sind glücklich, dass dieses bedeutende Gemälde der Schweiz erhalten bleibt und wahrscheinlich schon bald wieder der interessierten Öffentlichkeit zugänglich sein wird“, sagt Auktionator und Geschäftsführer Cyril Koller.

Das dreiteilige Werk entstand 1904 für das neu erbaute Park Hotel Waldhaus in Flims (das heutige Mountain Resort & Spa „Waldhaus Flims“). Wenige Jahre nach seiner Vollendung und Platzierung im Waldhaus Flims wurde das Werk aus bis heute nicht gänzlich geklärten Gründen wieder entfernt. Es geriet in Vergessenheit, bis es im August 1986 wiederentdeckt und seither im Park Hotel Waldhaus ausgestellt wurde. Letztes Jahr wurde das Waldhaus Flims von der Gruppe Z Capital Partners erworben. Der Erlös aus dem Giacometti Verkauf wird der Renovation des Hotels zugute kommen.


Giovanni Giacometti, Das Flimser Panorama. 1904. Verkauft am 24. Juni 2016 an Kollers Auktion Schweizer Kunst für den Rekordpreis von CHF 4.05 Millionen.

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Albert Ankers „Armensuppe“

An der gleichen Auktion von Koller erzielte Albert Ankers Frühwerk „Die Armensuppe“ CHF 1.4 Mio. Käufer dieses Werkes ist ebenfalls ein passionierter Schweizer Sammler.

Insgesamt wurden an der Auktion Schweizer Kunst bei Koller im Juni Gemälde von Anker, Giacometti, Segantini, Amiet, Dietrich u.v.m. für CHF 9.2 Mio. verkauft. Einmal mehr hat Koller im Bereich Schweizer Kunst somit den höchsten Umsatz der Auktions-Saison erzielt.
 

Giovanni Giacometti
(Stampa 1868 – 1933 Glion)
Das Flimser Panorama. 1904. Öl auf Leinwand.
Monogrammiert und datiert auf dem Mittelteil unten links:
GG 1904. 150 x 100 cm; 180 x 200 cm; 150 x 100 cm.

 



 

DIE AUKTIONEN FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST BEI KOLLER WERDEN DIE ERSTEN AUKTIONEN SEIN, BEI DENEN LIVE AUF ARTSY.NET MITGEBOTEN WERDEN KANN.

Artsy hat sich die Auktionen "Postwar & Contemporary" und "Grafik, Multiples & Fotografie" von Koller am 25. Juni 2016 ausgesucht, um ihre neue Technologie einzuführen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.


Koller Auktionen AG freut sich, die Einführung der neuen „live auction integration“ Technologie von Artsy.net als Partner zu präsentieren. Artsy ist die führende Online-Plattform für das Lernen über und Sammeln von Kunst mit mehr als 4000 Galerien, 600 Museen und Institutionen und einer ausgewählten Anzahl an herausragenden Auktionshäusern.

Die „Postwar & Contemporary“ Auktion von Koller am Samstag, 25.Juni 2016, um 14 Uhr, gefolgt von der „Grafik, Multiples & Fotografie“ Auktion um 16 Uhr, werden die ersten Auktionen sein,  die live durch die neue Artsy-Technologie übertragen werden und bei denen Sie direkt von der Artsy.net Website mitbieten können. Bei allen übrigen Auktionen in dieser Woche können Sie wie gewohnt auf unsere Website über unseren online Partner Invaluable.com mitbieten.

„Wir sind begeistert, gemeinsam mit Artsy diese neue Technologie einzuführen, da es hervorragend unser Ziel unterstützt, unsere Auktionen einem größeren Kundenkreis zugänglich zu machen,“ sagt Cyril Koller, Firmenchef von Koller Auktionen AG. „ Wir freuen uns sehr auf den positiven Synergie-Effekt, den die Begeisterung und der Reiz der Live-Auktionen zusammen mit Artsy erzeugen werden.“

Sebastian Cwillich, Präsident und Geschäftsführer von Artsy, meint: „Unseren  weltweiten Sammlern die Möglichkeiten zu eröffnen, live in den führenden Auktionshäusern zu bieten, ist ein wichtiger Schritt in unserem Vorhaben, alle Kunstwerke dieser Welt jedem zugänglich zu machen, der über eine Internet Verbindung verfügt. Wir sind begeistert, mit führenden Auktionshäusern wie Koller zusammen zu arbeiten, um der weltweiten Gemeinschaft der Artsy Sammler die aufregende Erfahrung des Live-Bietens zu ermöglichen.“

Sie können die Pressebericht von Artsy hier lesen.

 



 

10 Jahre Swiss Art bei Koller Auktionen

Koller feiert zehn Jahre Auktionen für Schweizer Kunst. Als ein führendes Auktionshaus in diesem Bereich darf es seither regelmässig Rekordzuschläge für sich beanspruchen. Pünktlich zum Jubiläumsjahr wird am 24. Juni 2016 Giovanni Giacomettis berühmtes Flimser-Panorama mit einer Schätzung von CHF 3 bis 4 Mio. ausgerufen.


Giovanni Giacometti. Panorama von Flims. 1904. Öl auf Leinwand. 150 x 100 cm,
180 x 200 cm, 150 x 100 cm. Auktion vom 24. Juni 2016 Schätzung: CHF 3 bis 4 Mio.

Im Juni 2006 erschien der erste Katalog für Schweizer Kunst bei Koller Auktionen. Erstmals wurden darin ausschliesslich Werke von Schweizer Malern bis ins 20. Jahrhundert gebündelt, nachdem diese bis anhin in zeitlich gegliederten Gemäldeauktionen angeboten worden waren. Schon bald erwies sich diese Marktsegmentierung für die Sammlerschaft als willkommene Massnahme und erste Millionenlose liessen nicht lange auf sich warten. Bereits 2007 erzielte das von Alberto Giacometti 1961 geschaffene Porträt von Pierre Josse CHF 3 Mio.

 

 

Führendes Auktionshaus für Schweizer Kunst

Am 24. Juni 2011 erzielte das Auktionshaus alleine mit Schweizer Kunst CHF 14 Mio. Anlässlich seiner 12. Auktion für Schweizer Kunst knackte Koller im Dezember 2011 mit einem Zuschlag von CHF 7,3 Mio. für Albert Ankers Gemälde «Die ältere Schwester» erstmals den Rekord für diesen Künstler. Und im Juni 2013 setzte es mit dem Verkauf der «Turnstunde von Ins» für CHF 7,5 Mio. die aktuelle Bestmarke für ein Werk von Albert Anker. Im Jahr 2013 konnte das Auktionshaus für CHF 26 Mio. Schweizer Kunst absetzen, womit es sich als Marktführer auf diesem Gebiet etablierte. Herausragende Resultate verzeichnete Koller auch mit Ferdinand Hodler. Beispielhaft dafür steht das um 1890 geschaffene Gemälde «Die Strasse von Evordes», das im Juni 2013 inkl. Aufgeld für CHF 1,1 Mio. verkauft werden konnte. Regelmässig hohe Zuschläge verzeichnen zudem Werke von Giovanni und Gottardo Segantini, Felix Vallotton, Cuno Amiet, Adolf Dietrich und Paul Klee.

 

Flimser-Panorama von Giovanni Giacometti zum Jubiläum

Geprägt werden die Auktionen für Schweizer Kunst auch von der Künstlerfamilie Giacometti. Im Juni 2012 waren mit Werken von Giovanni (1868-1933), dessen jüngerem Cousin zweiten Grades, Augusto (1877-1947) sowie von Giovannis Söhnen, Alberto (1901-1966) und Diego (1902-1985) alle kunstschaffenden Familienmitglieder in einer Auktion vertreten. Den höchsten Preis erzielte bisher Giovanni Giacomettis «Haus und Weg bei Capolago» von 1921, das im Juni 2011 inklusive Aufgeld CHF 1,63 Mio. löste. Gekürt wird diese Reihe im aktuellen Jubiläumsjahr einerseits mit der Versteigerung der Bronze « Figure. 1933/34» von Alberto sowie mit der Versteigerung des ebenso berühmten wie bedeutenden Flimser-Panoramas von Giovanni Giacometti. Das dreiteilige Werk entstand 1904 für das neu erbaute Park Hotel Waldhaus in Flims (das heutige Mountain Resort & Spa «Waldhaus Flims») und gilt als wegweisend für die künstlerische Entwicklung Giacomettis. Im Mittelteil ist das Waldhaus Flims erkennbar, eingebettet in eine lichtdurchflutete Frühlingslandschaft mit Blick auf die das Tal umfassenden Alpenketten. Der rechte Teil zeigt den Caumasee mit der 1880 erbauten Badeanstalt, während Giacometti auf dem linken Bild eine weitere Ansicht des oberhalb des Sees gelegenen Kurhaus-Komplexes Waldhaus und Bellavista festhält. Das Triptychon wird auf CHF 3 bis 4 Millionen geschätzt.

 


Ausgewählte Highlights vergangener Auktionen seit 2007

ALBERT ANKER

Turnstunde in Ins. 1879.

Öl auf Leinwand.

Verkauft für CHF 7,5 Mio.

2013

ALBERT ANKER

Das Winzerfest. 1865.

Öl auf Leinwand.

Verkauft für CHF 4,1 Mio.

2015

FELIX VALLOTTON

Brume de matin aux Andelys. 1917.

Öl auf Leinwand.

Verkauft für CHF 687 000

2014

PAUL KLEE

Vier Türme. 1923, 100.

Aquarell und Bleistift auf Papier,

Verkauft für CHF 1,05 Mio.

2007

GIOVANNI GIACOMETTI

Haus und Weg in Capolago.

1921. Öl auf Leinwand.

Verkauft für CHF 1.63 Mio.

2011

FERDINAND HODLER

Die Strasse von Evordes. Um 1890.

Öl auf Leinwand.

Verkauft für CHF 1,1 Mio.

2013

 

ALBERTO GIACOMETTI

(Stampa 1901 - 1966 Chur)

Portrait de Pierre Josse. 1961.

Öl auf Leinwand.

Verkauft für CHF 3 Mio.

2007

 



 

Auktionsnachbericht

Frühjahrsauktionen bei Koller Zürich vom 17. bis 23. März

Michaelina Wautier, Porträt von Martino Martini, verkauft für CHF 480 500.

Neuer Rekord für Altmeistergemälde bei Koller Zürich

Die Auktionswoche für Alte Kunst verzeichnete zahlreiche hervorragende Resultate. Besonders gefragt waren die angebotenen Arbeiten von Caspar David Friedrich, Osias Beert und Michaelina Wautier. Für letzteren Künstler darf Koller mit einem Ergebnis von rund einer halben Million Schweizer Franken für das Porträt eines Jesuiten-Missionars den neuen Künstlerrekord für sich beanspruchen.

 

Osias Beert, verkauft für CHF 480 500.

Gemälde Alter Meister

Eines der lediglich 25 bekannten Gemälde des flämischen Malers Michaelina Wautier gehörte zu den Highlights der Auktion für Altmeistergemälde. Ein erstes dieser raren Werke durfte Koller 2003 zum damaligen Künstlerrekord von CHF 54 000 verkaufen. Mit einem weit über den Erwartungen liegenden Ergebnis von CHF 480 500 für das nun angebotene Porträt des Jesuiten-Missionars Martino Martini in asiatischer Kleidung darf das Schweizer Auktionshaus den Rekord für ein Gemälde von Wautier erneut für sich beanspruchen (Lot 3057). Erfolgreich konnte auch das frühe und seltene Stillleben von Osias Beert vermittelt werden, welches ebenfalls CHF 480 500 erzielte (Lot 3031)

 

Eduard Grützner, verkauft für CHF 67 700.

Gemälde des 19. Jh.

Weit über den Schätzungen lagen die Ergebnisse für Gemälde aus der Serie zu passionierten Bier- und Weingeniessern in ihren Kellergewölben des bayrischen Malers Eduard Grützner. So brachte das auf CHF 15 000 bis 20 000 geschätzte Porträt eines sichtlich zufriedenen Braumeisters mit Zigarre CHF 67 700 (Lot 3209). Eine Waldlandschaft von Jean-Baptiste Camille Corot, die einst im Besitz des schottischen Eisenbahningenieurs James Staats Forbes war, ging für CHF 84 500 in neuen Besitz (Lot 3214) und die erfrischende Ansicht des Hafens von Marseille von Félix François Ziem versteigerte sich bei CHF 59 300 (Lot 3205).

 

Porträt des Prinzen Alexandros Mavrokordatos, verkauft für CHF 30 500.

Zeichnungen und alte Graphik

Über dem Doppelten seiner Schätzung lag das Ergebnis für die Bleistiftzeichnung einer kahlen Eiche des 29-jährigen Caspar David Friedrich. Für die ehemals zur Sammlung der Kunsthalle Mannheim gehörende Skizze, welche bereits ein typisches Beispiel für Friedrichs Naturporträts darstellt, wurden CHF 65 300 geboten (Lot 3457). Dreimal höher als die Schätzung lag ferner ein Porträt des griechischen Premierministers und Freiheitskämpfers Alexandros Mavrokordatos von Suzanne Eynard-Chatelin mit CHF 30 500 (Lot 3468).

 

Meissen Flaming-Tortoise-Platte
verkauft für CHF 36 500.

Porzellan und Silber

Mit einem Erlös von CHF 36 500 war die äusserst seltene Flaming-Tortoise-Platte in Kakiemon-Stil aus dem Besitz Augusts III., König von Polen und Kurfürst von Sachsen, das Top-Lot der Sammlung Max Fahrländer (Lot 1737). Mit angebrachter August-Rex-Marke war die in den 1730er-Jahren gefertigte Platte nicht nur Teil der privaten Sammlung Augusts III., sondern auch Zeuge eines Französisch-Sächsischen Skandals mitsamt Betrug, Gier und dem Fall des mächtigen sächsischen Kabinettsministers Carl Heinrich von Hoym (die detaillierte Geschichte finden Sie hier). Zu den weiteren Highlights der Auktion zählten eine Meissen-Platte aus dem Sulkowski-Service für einen Kindheitsfreund August III. für CHF 30 500 (Lot 1778) sowie eine aussergewöhnlich geformte Meissner Chinoiserie-Terrine für CHF 22 100 (Lot 1775).

 

Louis Renard, verkauft für CHF 90 500.

Bücher und Autographen

Die Auktion von Büchern und Autographen führte einige sehr fein illustrierte naturhistorische Bände aus Privatsammlungen auf. Darunter ein frühes Werk aus dem 18. Jh. von Louis Renard, das zu den frühesten Büchern mit Illustrationen exotischer Fische zählt. Mit einem Ergebnis von CHF 90 500 löste das sehr begehrte Werk, dessen Illustrationen talentierte Seefahrer der Ostindischen Handelskompanie «on the spot» schufen, mehr als das Doppelte seiner Schätzung (Lot 353). Ebenso umkämpft war François Levaillants 1801-05 geschaffenes Werk über Papageien, das für CHF 102 500 ersteigert wurde (Lot 356). Die Gesamtausgabe der ersten Auflage von Diderots und D’Alemberts «Encyclopédie» mit den damals vom Vatikan verbotenen Bänden, erzielte ferner CHF 90 500 (Lot 328). Hohe Gebote fielen auch für mehrere Künstlerkorrespondenzen. So brachte es die umfangreiche Korrespondenz zwischen Oskar Kokoschka und dem damaligen Direktor des Kunsthauses Zürich, Wilhelm Wartmann, auf CHF 10 000, und die Briefe und Postkarten von Edvard Munch aus den 1920ern und 1930er Jahren auf CHF 23 300 (Lots 420 und 421).

 

Marilyn Monroe von Bert Stern,
verkauft für CHF 23 300

Photographie

Das von Bert Stern handkolorierte Porträt «Marilyn Monroe mit orangen Rosen» aus dessen berühmten «Last Sitting» war einem Sammler CHF 23 300 wert, womit das Ergebnis über dem Vierfachen der Schätzung zu liegen kam (Lot 561). Ein Album mit Vintage-Photos von Rio de Janeiro aus dem Jahr 1880 von Marc Ferrez erzielte CHF 7 500 (Lot 525), und ein bezaubernder Frauenakt des Schweizer Photographen René Groebli ging bei CHF 6 875 in neuen Besitz (Lot 557).

 

Perlen-Diamant-Broche, Chaumet,
verkauft für CHF 17 300.

Schmuck

Von einer Schätzung von CHF 160 000 auf ein Ergebnis von CHF 192 500 gesteigert wurde ein klassischer Burma-Saphir-Diamant-Ring mit Saphir von 13.7 ct (Lot 2033). Aber nicht nur das Top-Lot, sondern auch die vielen Lots signierter Schmuckstücke wie etwa von Cartier, Chaumet oder Bulgari waren begehrt. So erzielte eine mit Perlen und Diamanten besetzte Broche von Chaumet CHF 17 300 (Lot 2032) und ein Saphir-Diamantring von Bulgari CHF 48 500 (Lot 2182).

 

Damenbureau, Louis XV, J.-P. Latz zugeschrieben, verkauft für CHF 192 500.

Möbel und Dekorationen

Die Gebote für qualitativ hochstehende Möbel lagen auch an der Möbelauktion vom 23. März hoch. Das exquisite Damenbureau von J. P. Latz mit feinen Intarsien und Bronze-Monturen mit seltenem «c couronné-Stempel» ersteigerte ein Schweizer Privatsammler für 192 500 (Lot 1107). Für CHF 79 700 ging eine italienische Rococo-Konsole in privaten russischen Besitz (Lot 1037) und der vom genovesischen Meister Andrea Torazza in der Mitte des 18. Jh. gefertigte mechanische Spieltisch konnte für CHF 72 500 in eine italienische Privatsammlung nach Genova vermittelt werden (Lot 1051).

 



 

Koller Auktionen versteigert Giovanni Giacomettis berühmtes Flimser-Panorama

Am 24. Juni 2016 versteigert Koller Auktionen in Zürich im Rahmen ihrer Auktion Schweizer Kunst das ebenso berühmte wie bedeutende Flimser-Panorama von Giovanni Giacometti. Das dreiteilige Werk entstand 1904 für das neu erbaute Park Hotel Waldhaus in Flims (das heutige Mountain Resort & Spa „Waldhaus Flims“) und gilt als wegweisend für die künstlerische Entwicklung Giacomettis. Im Mittelteil ist das Waldhaus Flims erkennbar, eingebettet in eine lichtdurchflutete Frühlingslandschaft mit Blick auf die das Tal umfassenden Alpenketten. Der rechte Teil zeigt den Caumasee mit der 1880 erbauten Badeanstalt, während Giacometti auf dem linken Bild eine weitere Ansicht des oberhalb des Sees gelegenen Kurhaus-Komplexes Waldhaus und Bellavista festhält.

 

Giovanni Giacometti. Das Flimser Panorama. 1904. Das Gemälde wird am 24. Juni 2016 bei Koller in Zürich versteigert. Die Preiserwartung liegt bei 3 und 4 Mio. Franken.
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Ein Schlüsselwerk in Giacomettis künstlerischer Entwicklung

Während sich Giacomettis Malweise bereits in der mittleren, grossartigen Panoramaansicht von demjenigen seines wenige Jahre zuvor verstorbenen Vorbildes Giovanni Segantini distanziert, entwickelt Giacometti vor allem in den Seitenbildern einen progressiven und eigenständigen Stil. Damit ist das Flimser-Panorama nicht nur ein ästhetisch herausragendes Gemälde, sondern auch ein kunsthistorisch bedeutendes Werk, das am Beginn von Giovanni Giacomettis künstlerischem Durchbruch steht.

Giovanni Giacometti

(Stampa 1868 – 1933 Glion) Panorama von Flims.

1904. Öl auf Leinwand.

Monogrammiert und datiert auf dem Mittelteil unten links:
GG 1904. 150 x 100 cm, 180 x 200 cm, 150 x 100 cm.



In Vergessenheit geraten und nach 80 Jahren wiederentdeckt

Wenige Jahre nach seiner Vollendung und Platzierung im Waldhaus Flims 1904 wurde das Werk aus bis heute nicht gänzlich geklärten Gründen wieder entfernt. Danach geriet das Bild jahrzehntelang in Vergessenheit bis es rund 80 Jahre später im August 1986 vom damaligen Direktor Josef Müller im Fundus des Waldhaus Flims wiederentdeckt wurde. In Anwesenheit von Giovannis Sohn Bruno Giacometti und begleitet von grossem Medienecho wurde das wiedergefundene Werk 1987 der Öffentlichkeit vorgestellt und blieb danach bis vor kurzem im Waldhaus Flims ausgestellt. Letztes Jahr wurde das Waldhaus Flims von der Gruppe Z Capital Partners erworben, welche das Hotel bald renovieren wird, um das historische Traditionshaus und Flims für seine zahlreichen Gäste noch attraktiver zu gestalten. Der Entscheid von Z Capital Partners zum Verkauf des Flimser Panoramas begründet sich aus der Überzeugung, dass ein so bedeutendes Werk in einer öffentlichen oder privaten Sammlung besser aufgehoben ist als in einem beliebten und stark frequentierten Hotel.




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Medienkontakt:

Karl Green, green@kollerauctions.com, +41 44 445 63 82

 


 

ÜBER KOLLER AUKTIONEN

Koller ist das führende Schweizer Auktionshaus mit Repräsentanzen in München, Düsseldorf, Mailand, Moskau und Beijing. Pro Jahr führt Koller in Zürich und Genf über 60 Auktionen in 20 Fachbereichen durch. Das Spektrum an Sammelgebieten erstreckt sich dabei von Asiatica, Alter und Zeitgenössischer Kunst, Antiquitäten, bis hin zu Schmuck und Wein. Regelmässig erzielt Koller Rekordpreise und kann sich eines international breit gefächerten Bieterpublikums erfreuen. Mit einem Team ausgewiesener Experten für jedes Fachgebiet vereinigt das Familienunternehmen die Vorteile eines international tätigen Auktionshauses mit Schweizer Effizienz und Verlässlichkeit.