Lot 3449 - A211 Post-War & Contemporary - Donnerstag, 28. November 2024, 16.00 Uhr
ALIGHIERO BOETTI
(Turin 1940–1994 Rom)
Tuffatori. 1980.
Pochoir auf Papier, Collage auf dünnem Karton.
Unten mittig signiert: alighiero boetti.
55 × 44,5 cm.
Gutachten:
Provenienz:
"I have done a lot of work which presents a visual disorder that is actually the representation of a mental order. It’s just a question of knowing the rules of the game. Someone who doesn’t know them will never see the order that reigns in things. It’s like looking at a starry sky. Someone who does not know the order of the stars will see only confusion, whereas an astronomer will have a very clear vision of things." Alighiero Boetti
In den 1960er Jahren schliesst sich Alighiero Boetti der Arte Povera an, eine Bewegung, die gezielt alltägliche und bescheidene Materialien nutzt. In den frühen 1970er Jahren erlangt der Autodidakt internationale Anerkennung. Der italienische Künstler, der sich mit geopolitischen, kulturellen und sozialen Themen auseinandersetzt, ist bekannt für seine konzeptuellen Werke, die auch Techniken wie Stickerei und Collage einbeziehen. Seine Karriere wird durch regelmässige Reisen nach Afghanistan bereichert, bis politische Unruhen Ende der 1970er Jahre diese verunmöglichen. Boettis künstlerischer Ansatz, intellektuell, spielerisch und experimentell, widerspiegelt sich in seinen Arbeiten.
Bewusst lässt Alighiero Boetti Konzepte wie Ordnung und Chaos, Individualität und Kollektivität, Realität und Fiktion in seinen Werken miteinander verschmelzen. In "Tuffatori" setzt er diese Leitthemen geschickt um, indem er Figuren in einem Spektrum von Aktivitäten wie Tauchen, Springen und Schwimmen präsentiert. Die Silhouetten verkörpern sowohl individuelle als auch kollektive Aspekte und strahlen gleichzeitig Einzigartigkeit und Gruppenzugehörigkeit aus. Ihre Anordnung im Wasser, das er in Nuancen von Grün, Blau, Rosa bis Orange zeigt, spielt mit den Grenzen von Organisation und Chaos – ein Spiel, das für die Betrachtenden zufällig erscheinen mag, jedoch strengen Überlegungen unterliegt. Diese dynamische Komposition betont sowohl die künstlerische Raffinesse als auch die Vielschichtigkeit des Werks und lädt dazu ein, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu hinterfragen.
In den 1960er Jahren schliesst sich Alighiero Boetti der Arte Povera an, eine Bewegung, die gezielt alltägliche und bescheidene Materialien nutzt. In den frühen 1970er Jahren erlangt der Autodidakt internationale Anerkennung. Der italienische Künstler, der sich mit geopolitischen, kulturellen und sozialen Themen auseinandersetzt, ist bekannt für seine konzeptuellen Werke, die auch Techniken wie Stickerei und Collage einbeziehen. Seine Karriere wird durch regelmässige Reisen nach Afghanistan bereichert, bis politische Unruhen Ende der 1970er Jahre diese verunmöglichen. Boettis künstlerischer Ansatz, intellektuell, spielerisch und experimentell, widerspiegelt sich in seinen Arbeiten.
Bewusst lässt Alighiero Boetti Konzepte wie Ordnung und Chaos, Individualität und Kollektivität, Realität und Fiktion in seinen Werken miteinander verschmelzen. In "Tuffatori" setzt er diese Leitthemen geschickt um, indem er Figuren in einem Spektrum von Aktivitäten wie Tauchen, Springen und Schwimmen präsentiert. Die Silhouetten verkörpern sowohl individuelle als auch kollektive Aspekte und strahlen gleichzeitig Einzigartigkeit und Gruppenzugehörigkeit aus. Ihre Anordnung im Wasser, das er in Nuancen von Grün, Blau, Rosa bis Orange zeigt, spielt mit den Grenzen von Organisation und Chaos – ein Spiel, das für die Betrachtenden zufällig erscheinen mag, jedoch strengen Überlegungen unterliegt. Diese dynamische Komposition betont sowohl die künstlerische Raffinesse als auch die Vielschichtigkeit des Werks und lädt dazu ein, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu hinterfragen.
CHF 10 000 / 18 000 | (€ 10 310 / 18 560)
Verkauft für CHF 12 500 (inkl. Aufgeld)