Lot 3059 - A216 Gemälde Alter Meister - Freitag, 27. März 2026, 14.00 Uhr
ADRIAEN VERDOEL d. J.
(Middelburg, aktiv 1691–1700)
Hafenszene mit Kaufleuten. 1700.
Öl auf Leinwand.
Mittig auf dem Sockel der Statue signiert und datiert: A. Verdoel. Fcit. Anno. 1700.
84,5 × 107,3 cm.
Provenienz:
- Galerie de Jonckheere, Paris (verso mit Etikett).
- Schweizer Privatbesitz.
Literatur:
Es herrscht reges Treiben an dem Hafen, den uns Adriaen Verdoel d. J. in diesem Gemälde zeigt, wobei er bei der malerischen Ausführung des Werkes viel Wert aufs Detail legt. Den Hafen bevölkern Seemänner und elegant gekleidete Kaufleute, den architektonischen Rahmen der Kulisse bilden eine Barockkirche und Obelisken links im Bild, die Statue mittig auf dem Sockel, die als Personifizierung der Hoffnung identifiziert werden kann, sowie der Leuchtturm im Bildhintergrund. Zu sehen sind zudem mehrere Segelschiffe, wobei der imposante Dreimaster rechts einen Eindruck von See- und Handelsmacht vermittelt.
In der barocken Kirche links kann man die achteckige Kuppelkirche Oostkerk in Middelburg erkennen. Middelburg, die Heimatstadt Verdoels, war Ende des 17. Jahrhunderts mit etwa 30'000 Einwohnern die fünftgrösste Stadt der niederländischen Republik und wichtiges Zentrum des holländischen Überseehandels. So hatten die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC), wie auch die Niederländische Westindien-Kompanie (WIC) Niederlassungen in Middelburg und der dortige Hafen diente als wichtiger Umschlagplatz für Handelswaren.
Adriaen Verdoel gelingt mit diesem Gemälde ein Paradestück des Hafen-Capriccios, das von grossen Meistern dieses Genres, wie Abraham Storck (1635–1710), beeinflusst ist und das als Allegorie des Handels mit dem Orient gedeutet werden kann, worauf nicht nur die Verortung der Szene nach Middelburg hinweist, sondern auch die Darstellungen fernländischer Protagonisten im Gemälde.
In der barocken Kirche links kann man die achteckige Kuppelkirche Oostkerk in Middelburg erkennen. Middelburg, die Heimatstadt Verdoels, war Ende des 17. Jahrhunderts mit etwa 30'000 Einwohnern die fünftgrösste Stadt der niederländischen Republik und wichtiges Zentrum des holländischen Überseehandels. So hatten die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC), wie auch die Niederländische Westindien-Kompanie (WIC) Niederlassungen in Middelburg und der dortige Hafen diente als wichtiger Umschlagplatz für Handelswaren.
Adriaen Verdoel gelingt mit diesem Gemälde ein Paradestück des Hafen-Capriccios, das von grossen Meistern dieses Genres, wie Abraham Storck (1635–1710), beeinflusst ist und das als Allegorie des Handels mit dem Orient gedeutet werden kann, worauf nicht nur die Verortung der Szene nach Middelburg hinweist, sondern auch die Darstellungen fernländischer Protagonisten im Gemälde.
CHF 30 000 / 50 000 | (€ 30 930 / 51 550)
Verkauft für CHF 37 500 (inkl. Aufgeld)