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Selection of Silver from Koller's September auction

STILVOLL TRINKEN


VORSCHAU AUF DIE AUKTION WORKS OF
ART & DECORATIVE ARTS VOM 17. SEPTEMBER 2026

In der Silberauktion vom 17. September kommt eine faszinierende Gruppe von Deckelhumpen zum Aufruf. In Renaissance und Barock waren kostbare Trinkgefässe weit mehr als reine Gebrauchsgegenstände: Sie zeugten vom Wohlstand und gesellschaftlichen Rang ihrer Besitzer. Besonders prächtige Exemplare aus Edelmetallen oder exotischen Materialien wie Nautilusschalen und Strausseneiern mit Silber- oder Goldmontierungen wurden repräsentativ zur Schau gestellt. Humpen hingegen waren stärker für den Gebrauch bestimmt, konnten aber, wie die hier angebotenen Beispiele zeigen, ebenso kostbar gearbeitet und aufwendig verziert sein.

VERMEIL-
DECKELHUMPEN

Winterthur, Ende 17. Jh.
Meistermarke Ludwig I Forrer.
Schätzung: CHF 12 000/24 000

Ein besonders prachtvolles Beispiel ist der hier vorgestellte, vergoldete Silberhumpen aus dem späten 17. Jahrhundert. Der vom Winterthurer Goldschmied Ludwig Forrer I. geschaffene Humpen zeigt einen fein modellierten Löwen, der das Allianzwappen der angesehenen Familien Hauser von Glarus und Sulzer präsentiert. Die Daumenrast ist als Meerjungfrau gestaltet, der Henkel in Form einer Herme. Selbst der geprägte ‘Schlangenhaut’-Dekor auf der Wandung diente nicht allein der Zierde: Die reliefierte Oberfläche machte das Gefäss griffiger – ein durchaus praktischer Vorteil zu einer Zeit, als noch häufig mit den Händen gegessen wurde. Nach damaliger Vorstellung sollte das Schlangenhautmuster zudem vor bestimmten Giften schützen.

TEILVERGOLDETER
PRUNKHUMPEN

Königsberg, um 1700.
Meistermarke Christianus Friederichs.
Schätzung: CHF 6 000/10 000

TEILVERGOLDETER
PRUNKHUMPEN

Königsberg, um 1700.
Meistermarke Christianus Friederichs.
Schätzung: CHF 6 000/10 000

Ein weiterer Höhepunkt ist ein teilvergoldeter Silberhumpen aus Königsberg. Seine Wandung schmückt ein aussergewöhnlich fein gearbeitetes Relief mit der Königin von Saba vor König Salomo, dem sie Rätsel aufgibt, um seine Weisheit zu prüfen. Königsberg – das heutige Kaliningrad – war ein bedeutendes Zentrum der Gold- und Silberschmiedekunst. Von deren Blüte zeugt auch die berühmte ‘Silberbibliothek’ Herzog Albrechts von Preussen, deren kostbare Bände in kunstvoll gearbeitete Silbereinbände gefasst sind.

DECKELHUMPEN MIT
SCHLANGENHAUT­PUNZIERUNG

Zürich, um 1680.
Meistermarke Hans Jacob III Bullinger.
Schätzung: CHF 12 000/18 000

Corinne Koller, Koller Auctions

KONTAKT FÜR
ANFRAGEN UND
EINLIEFERUNGEN:


CORINNE KOLLER

Abteilungsleiterin
Silber

ckoller@kollerauktionen.com
+41 44 445 63 22