Lot 3202* - A215 Impressionismus & Moderne - Freitag, 28. November 2025, 16.30 Uhr
EUGÈNE LOUIS BOUDIN
(Honfleur 1824–1898 Deauville)
Laveuses sur la Touques près du vieux pont. 1878.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert: E. Boudin 78.
41,5 × 55 cm.
Provenienz:
- Tooth & Sons, London.
- Sir Chester Beatty, Dublin.
- Graphisches Kabinett Kunsthandel Wolfgang Werner, Bremen (verso mit Etikett).
- Privatsammlung Deutschland.
Literatur:
- R.L. Benjamin: Eugène Boudin, New York 1937, S. 175.
Eugène Boudin ist bekannt für seine Hafenstücke mit den majestätischen Segelschiffen und seine Strandansichten der Normandie, bevölkert mit elegant gekleideten Frauen und Männern der französischen "haute société".
Inspiriert durch die etwas älteren grossen Realisten seiner Zeit, Daubigny und Corot, liegt Boudin aber auch die Darstellung des bescheidenen Lebens der Arbeiterschicht am Herzen. Und so entsteht eine Reihe von Kompositionen, welche Wäscherinnen am Ufer des Flusses Touques in der Normandie ins Zentrum stellen.
Diese Werke sind gewissermassen die Antithese seiner Strandszenen: Im Gegensatz zu den Menschen, die sich an den weiten Stränden vergnügen und dem Nichtstun frönen, arbeiten die Wäscherinnen hart den ganzen Tag. Boudin stellt sie von hinten dar, mit gekrümmtem Rücken und konzentriert auf die mühselige Arbeit. Bezeichnend auch, dass sich die Figuren nicht einander zuwenden oder miteinander schwatzen.
Das Segelschiff am linken Bildrand gleitet nicht erhaben durch das Wasser, sondern ist gestrandet und wird von Schiffsarbeitern wieder in Stand gesetzt.
Unverändert bleibt jedoch Boudins meisterhafte Behandlung von Farbe und Licht:
"(...) Die Wäscherinnen boten dem Künstler ein ideales Motiv, das es ihm ermöglichte, die Beobachtung der menschlichen Natur mühelos mit der Darstellung von Wasser, Himmel und Landschaft zu verbinden. Boudin erkundete eine Vielzahl von Farbharmonien, die reichhaltige Lichteffekte – wie in Wandteppichen – erzeugen." (Übersetzt aus: Hamilton, Ausst.-Kat. Boudin at Trouville, Glasgow Museums, Glasgow 1992, S. 123).
Inspiriert durch die etwas älteren grossen Realisten seiner Zeit, Daubigny und Corot, liegt Boudin aber auch die Darstellung des bescheidenen Lebens der Arbeiterschicht am Herzen. Und so entsteht eine Reihe von Kompositionen, welche Wäscherinnen am Ufer des Flusses Touques in der Normandie ins Zentrum stellen.
Diese Werke sind gewissermassen die Antithese seiner Strandszenen: Im Gegensatz zu den Menschen, die sich an den weiten Stränden vergnügen und dem Nichtstun frönen, arbeiten die Wäscherinnen hart den ganzen Tag. Boudin stellt sie von hinten dar, mit gekrümmtem Rücken und konzentriert auf die mühselige Arbeit. Bezeichnend auch, dass sich die Figuren nicht einander zuwenden oder miteinander schwatzen.
Das Segelschiff am linken Bildrand gleitet nicht erhaben durch das Wasser, sondern ist gestrandet und wird von Schiffsarbeitern wieder in Stand gesetzt.
Unverändert bleibt jedoch Boudins meisterhafte Behandlung von Farbe und Licht:
"(...) Die Wäscherinnen boten dem Künstler ein ideales Motiv, das es ihm ermöglichte, die Beobachtung der menschlichen Natur mühelos mit der Darstellung von Wasser, Himmel und Landschaft zu verbinden. Boudin erkundete eine Vielzahl von Farbharmonien, die reichhaltige Lichteffekte – wie in Wandteppichen – erzeugen." (Übersetzt aus: Hamilton, Ausst.-Kat. Boudin at Trouville, Glasgow Museums, Glasgow 1992, S. 123).
CHF 80 000 / 120 000 | (€ 82 470 / 123 710)
Verkauft für CHF 106 250 (inkl. Aufgeld)