Lot 1147 - A218 Sammlung Dr. Peter Ducret - Donnerstag, 17. September 2026, 14.00 Uhr
NISTENDES REBHUHN ALS KLEINE BUTTERTERRINE
Süddeutschland, Mosbach (?), um 1770.
Fayence mit Muffelfarben. Der aufgeplusterte Vogel staffiert in Hellbraunschattierungen und gelbem Schnabel, als abnehmbarer Deckel auf einem mit Korbgeflecht modellierten Nest. Ohne Marke.
Ø 11 cm.
Zwei kleine flache Bestossungen, Haarriss.
Provenienz:
Sulzbach und Mosbach (1752 - 1774) bzw. (1770 – 1836)
Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz erteilte mit ungefähr 20 Jahren Abstand die Erlaubnis zur Errichtung der beiden Fayencemanufakturen.
Das Privileg zur Fayenceherstellung auf dem Hammerwerk Philippsburg in Sulzbach ging an den zuvor in Ansbach und Nürnberg als Brenner, Dreher und Maler tätigen Andreas Herbst. Im Jahr 1755 schied Herbst aus, Nachfolger wurde Andreas Windschlügel. Dieser leitete die Manufaktur auch weiter, als der Kurfürst 1757 das Unternehmen übernahm. Hervorragendster Maler war der in den Jahren 1770/ 1771 aus Bayreuth stammende Johann Georg Fliegel. 1774 stellte die Manufaktur den Betrieb ein.
In Mosbach fiel das Privileg an den Franzosen Pierre Berthevin, dem zugleich eine erhebliche Subvention gewährt wurde. Der Gründer hatte Verbindungen zu den Manufakturen von Straßburg und Frankenthal. Nach der Entlassung Berthevins 1772 kam die Manufaktur zunächst unter herrschaftliche Verwaltung, danach übernahm 1778 Johann Samuel Tännich die Fayencemanufaktur. Ein Jahr später kam es wieder zu einer herrschaftlichen Regie, Tännich blieb jedoch künstlerischer und technischer Leiter. 1782 ging die Leitung an den Durlacher Johann Gottfried List, 1787 an Johann Martin Roemer. Die Produktion wurde 1836 eingestellt.
Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz erteilte mit ungefähr 20 Jahren Abstand die Erlaubnis zur Errichtung der beiden Fayencemanufakturen.
Das Privileg zur Fayenceherstellung auf dem Hammerwerk Philippsburg in Sulzbach ging an den zuvor in Ansbach und Nürnberg als Brenner, Dreher und Maler tätigen Andreas Herbst. Im Jahr 1755 schied Herbst aus, Nachfolger wurde Andreas Windschlügel. Dieser leitete die Manufaktur auch weiter, als der Kurfürst 1757 das Unternehmen übernahm. Hervorragendster Maler war der in den Jahren 1770/ 1771 aus Bayreuth stammende Johann Georg Fliegel. 1774 stellte die Manufaktur den Betrieb ein.
In Mosbach fiel das Privileg an den Franzosen Pierre Berthevin, dem zugleich eine erhebliche Subvention gewährt wurde. Der Gründer hatte Verbindungen zu den Manufakturen von Straßburg und Frankenthal. Nach der Entlassung Berthevins 1772 kam die Manufaktur zunächst unter herrschaftliche Verwaltung, danach übernahm 1778 Johann Samuel Tännich die Fayencemanufaktur. Ein Jahr später kam es wieder zu einer herrschaftlichen Regie, Tännich blieb jedoch künstlerischer und technischer Leiter. 1782 ging die Leitung an den Durlacher Johann Gottfried List, 1787 an Johann Martin Roemer. Die Produktion wurde 1836 eingestellt.
CHF 800 / 1 200 | (€ 820 / 1 240)
Verkauft für CHF 813 (inkl. Aufgeld)