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Giovanni Giacometti. Fiammetta II. 1909.

LA FAMIGLIA
GIACOMETTI


DIE VERFLECHTUNGEN DER WERKE SIND VIELFÄLTIG, DIE GEGENSEITIGE BEZUGNAHME KAUM ZU ÜBERSCHÄTZEN.

Der 1868 geborene Giovanni Giacometti gilt als der Schweizer Postimpressionist der ersten Stunde. Die Söhne Alberto, Diego und Bruno traten auf unterschiedliche Weise in die künstlerischen Fussstapfen ihres Vaters, während Ottilia, die einzige Tochter, auf unzähligen Porträts für die Nachwelt festgehalten wurde. Mutter Annetta bildete mit dem Haus in Stampa einen Ruhepol, von dem aus sich die «Giacometti-Kometen» durch das Universum von Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts bewegten. Den Kontrapunkt zur Bündner Bergwelt bildeten die Schauplätze in den Metropolen, allen voran Paris, wo die Künstler starke Spuren hinterliessen.

Giovanni Giacometti. Fiammetta II. 1909.

GIOVANNI
GIACOMETTI

Fiammetta II. 1909.
Öl auf Leinwand. 76,5 × 61 cm.
Schätzung:
CHF 250 000 / 350 000

Alle zusammen verbrachten glückliche Jahre, die sich in den Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen tagebuchartig widerspiegeln. Wie ein Schatten legten sich der Tod des 65-jährigen Vaters und der erst 33-jährigen Tochter über die Familie. Die Verflechtungen der Werke sind vielfältig, die gegenseitige Bezugnahme kaum zu überschätzen. Vor allem Alberto und Diego waren menschlich und künstlerisch eng miteinander verbunden. Bruno, der Jüngste, dessen Taufpate kein Geringerer als Ferdinand Hodler war, trat als Architekt in Erscheinung, so Anfang der Fünfzigerjahre als Gestalter des Schweizer Pavillons an der Biennale von Venedig.


ALBERTO
GIACOMETTI

Lampe modèle «flambeau»,
petit modèle. Um 1934.
Bronze. H 44,5 cm.
Schätzung:
CHF 150 000 / 250 000
Alberto Giacometti. Lampe modèle «flambeau», petit modèle. Um 1934.

In unserer Auktion Schweizer Kunst kommen gleich mehrere Giacomettis zum Aufruf: Die rot-gelb flirrende «Fiammetta II» ist ein bedeutendes Gemälde Giovannis von 1909, eine grossformatige Herbstlandschaft von 1932 repräsentiert das Spätwerk des Meisters. Ein Vetter Giovannis, Augusto Giacometti, entführt die Betrachtenden mit seiner «Theatervorstellung » in einen schillernden Musentempel. Alberto Giacometti schuf 1924 die Leuchte, «modèle flambeau».

Augusto Giacometti. Theatervorstellung. 1920.

AUGUSTO
GIACOMETTI

Theatervorstellung. 1920.
Öl auf Leinwand.
107 × 100,5 cm.
Schätzung:
CHF 70 000 / 90 000

Den Kontrapunkt zur Bündner Bergwelt bildeten die Schauplätze in den Metropolen, allen voran Paris, wo die Künstler starke Spuren hinterliessen.


GIOVANNI
GIACOMETTI

Paesaggio d'autunno. 1932.
Öl auf Leinwand.
121 × 150 cm.
Schätzung:
CHF 400 000 / 600 000
Giovanni Giacometti. Paesaggio d'autunno. 1932.

WEITERE WERKE
AUS DER FAMILIE GIACOMETTI

Il noce. Der Nussbaum. 1916..


GIOVANNI
GIACOMETTI

Il noce. Der Nussbaum. 1916.
Öl auf Leinwand.
100 × 76 cm.
Schätzung:
CHF 60 000 / 90 000
Bitaberghsee mit Lagrev. 1953.


GIOVANNI
GIACOMETTI

Die Schwestern. 1922.
Öl auf Leinwand.
80 × 76 cm.
Schätzung:
CHF 30 000 / 50 000
Alberto Giacometti. Annette assise dans l'atelier. 1959.


ALBERTO
GIACOMETTI

Annette assise dans l'atelier. 1959.
Bleistift auf Papier.
50 × 32,6 cm.
Schätzung:
CHF 30 000 / 50 000
Augusto Giacometti. Bücher und Tasse. 1940.


AUGUSTO
GIACOMETTI

Bücher und Tasse. 1940.
Öl auf Leinwand.
52 × 61 cm.
Schätzung:
CHF 35 000 / 50 000
Laura Koller, Koller Auktionen

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LAURA KOLLER

Co-Abteilungsleiterin
Schweizer Kunst

lkoller@kollerauktionen.ch
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Jara Koller, Koller Auktionen

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JARA KOLLER

Abteilungsleiterin
Impressionismus & Moderne

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