LA FAMIGLIA
GIACOMETTI
DIE VERFLECHTUNGEN DER WERKE SIND VIELFÄLTIG, DIE GEGENSEITIGE BEZUGNAHME KAUM ZU ÜBERSCHÄTZEN.
Der 1868 geborene Giovanni Giacometti gilt als der Schweizer Postimpressionist der ersten Stunde. Die Söhne Alberto, Diego und Bruno traten auf unterschiedliche Weise in die künstlerischen Fussstapfen ihres Vaters, während Ottilia, die einzige Tochter, auf unzähligen Porträts für die Nachwelt festgehalten wurde. Mutter Annetta bildete mit dem Haus in Stampa einen Ruhepol, von dem aus sich die «Giacometti-Kometen» durch das Universum von Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts bewegten. Den Kontrapunkt zur Bündner Bergwelt bildeten die Schauplätze in den Metropolen, allen voran Paris, wo die Künstler starke Spuren hinterliessen.
Alle zusammen verbrachten glückliche Jahre, die sich in den Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen tagebuchartig widerspiegeln. Wie ein Schatten legten sich der Tod des 65-jährigen Vaters und der erst 33-jährigen Tochter über die Familie. Die Verflechtungen der Werke sind vielfältig, die gegenseitige Bezugnahme kaum zu überschätzen. Vor allem Alberto und Diego waren menschlich und künstlerisch eng miteinander verbunden. Bruno, der Jüngste, dessen Taufpate kein Geringerer als Ferdinand Hodler war, trat als Architekt in Erscheinung, so Anfang der Fünfzigerjahre als Gestalter des Schweizer Pavillons an der Biennale von Venedig.
ALBERTO
GIACOMETTI
Lampe modèle «flambeau»,petit modèle. Um 1934.
Bronze. H 44,5 cm.
Schätzung:
CHF 150 000 / 250 000
In unserer Auktion Schweizer Kunst kommen gleich mehrere Giacomettis zum Aufruf: Die rot-gelb flirrende «Fiammetta II» ist ein bedeutendes Gemälde Giovannis von 1909, eine grossformatige Herbstlandschaft von 1932 repräsentiert das Spätwerk des Meisters. Ein Vetter Giovannis, Augusto Giacometti, entführt die Betrachtenden mit seiner «Theatervorstellung » in einen schillernden Musentempel. Alberto Giacometti schuf 1924 die Leuchte, «modèle flambeau».
AUGUSTO
GIACOMETTI
Theatervorstellung. 1920.Öl auf Leinwand.
107 × 100,5 cm.
Schätzung:
CHF 70 000 / 90 000
Den Kontrapunkt zur Bündner Bergwelt bildeten die Schauplätze in den Metropolen, allen voran Paris, wo die Künstler starke Spuren hinterliessen.
GIOVANNI
GIACOMETTI
Paesaggio d'autunno. 1932.Öl auf Leinwand.
121 × 150 cm.
Schätzung:
CHF 400 000 / 600 000











