Lot 1119 - A214 Works of Art & Decorative Arts - Donnerstag, 18. September 2025, 13.30 Uhr
IZNIK KERAMIK PLATTE AUS DER LAGONIKOS SAMMLUNG
Türkei, osmanisches Reich, um 1600.
Bemalt in Blau, Smaragdgrün und engobiertem Bolus-Rot mit einem Saz-Blatt, Tulpen, Rosen und Nelken in einer Bordüre aus rankenden grünen Tulpen und blauen Blüten. Auf der Rückseite alternierende Blüten und eine Wellenbandlinie.
Ø 33,5 cm.
Restauriert
Provenienz:
- Privatsammlung, Genf, seit 1966-1976, gemäss nicht spezifizierten Rechnungen.
Eine Gruppe einflussreicher und vermögender Griechen, die sich seit dem späten 19. Jh. im ägyptischen Alexandria niederliessen, gehörten zu den weltweit bekanntesten Iznik Sammlern des frühen 20. Jh. Unsere Platte trägt Reste eines Inventarlabels der Stefanos Lagonikos Sammlung.
Alexandria war seit dem ausgehenden 19. Jh. eine Drehscheibe für Handel, Kunst und Kreativität. Lagonikos und vor allen anderen Anthony Benaki, dessen Namen das bedeutende Benaki Museum in Athen trägt, Ch. A. Nomicos, ein griechischer Kunsthistoriker, die Familie der Choremis und die Salvagos, genossen eine Schlüsselposition in der alexandrinischen Gesellschaft und waren geschäftlich äusserst erfolgreich dank des boomenden Handels der ägyptischen Baumwollindustrie. Vor diesem Hintergrund entstanden namhafte Sammlungen von europäischen Antiquitäten.
Ein kleiner Kreis aus dieser Gruppe widmete sich dem Sammeln von islamischer Kunst, allen voran Anthony Benaki und Ch. A. Nomikos. So wurde Alexandria 1925 zum Schauplatz einer viel beachteten Ausstellung zu Islamischer Kunst, die ausschliesslich Objekte aus Privatsammlungen präsentierte, darunter auch einige Iznik Teller aus der Sammlung von Stefanos Lagonikos. Der damalige Louvre Kurator Gaston Migeon kuratierte die Ausstellung und schrieb das Vorwort zu "Exposition d'art Musulman", publiziert in Alexandria und Paris (Gaston Migeon, Exposition d'art musulman. Les amis de l'art, Alexandrie, mars 1925).
1991 gelangte ein grosser Teil der Lagonikos Sammlung in Monaco, unter Bearbeitung von John Carswell, zum Verkauf (La Collection Lagonico, Sotheby's Monaco, 7.12.1991).
Alexandria war seit dem ausgehenden 19. Jh. eine Drehscheibe für Handel, Kunst und Kreativität. Lagonikos und vor allen anderen Anthony Benaki, dessen Namen das bedeutende Benaki Museum in Athen trägt, Ch. A. Nomicos, ein griechischer Kunsthistoriker, die Familie der Choremis und die Salvagos, genossen eine Schlüsselposition in der alexandrinischen Gesellschaft und waren geschäftlich äusserst erfolgreich dank des boomenden Handels der ägyptischen Baumwollindustrie. Vor diesem Hintergrund entstanden namhafte Sammlungen von europäischen Antiquitäten.
Ein kleiner Kreis aus dieser Gruppe widmete sich dem Sammeln von islamischer Kunst, allen voran Anthony Benaki und Ch. A. Nomikos. So wurde Alexandria 1925 zum Schauplatz einer viel beachteten Ausstellung zu Islamischer Kunst, die ausschliesslich Objekte aus Privatsammlungen präsentierte, darunter auch einige Iznik Teller aus der Sammlung von Stefanos Lagonikos. Der damalige Louvre Kurator Gaston Migeon kuratierte die Ausstellung und schrieb das Vorwort zu "Exposition d'art Musulman", publiziert in Alexandria und Paris (Gaston Migeon, Exposition d'art musulman. Les amis de l'art, Alexandrie, mars 1925).
1991 gelangte ein grosser Teil der Lagonikos Sammlung in Monaco, unter Bearbeitung von John Carswell, zum Verkauf (La Collection Lagonico, Sotheby's Monaco, 7.12.1991).
CHF 1 000 / 2 000 | (€ 1 030 / 2 060)
Verkauft für CHF 4 125 (inkl. Aufgeld)