Lot 3406* - A217 Post-War & Contemporary - Donnerstag, 25. Juni 2026, 15.00 Uhr
SERGE POLIAKOFF
(Moskau 1900–1969 Paris)
Composition Polychrome. 1946.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert: Serge Poliakoff 1946, sowie verso signiert, datiert und mit Ortsangabe: SERGE POLIAKOFF PARIS 1941.
50 × 61 cm.
Provenienz:
- Sammlung Jean Bauret, Paris.
- Sammlung Frankreich.
Ausstellung:
- Paris 1970, Serge Poliakoff, Musée National d’Art Moderne, 22.9.–16.11.1970, Kat. Nr. 8 (verso mit Etikett).
Literatur:
Serge Poliakoff zählt zu den bedeutendsten Künstlern der lyrischen Abstraktion innerhalb der Nouvelle École de Paris. Nach seiner Flucht aus Russland im Jahr 1917 gelangt er über verschiedene Stationen 1923 nach Paris, wo er zunächst als Musiker arbeitet, bevor er sich ganz der Malerei widmet. Seine Ausbildung an der Slade School in London und die Begegnung mit Wassily Kandinsky sowie Sonia und Robert Delaunay prägen seinen Weg zur Gegenstandslosigkeit massgeblich. Poliakoff entwickelt eine unverwechselbare Formensprache, in der Farbe nicht mehr als Mittel zur Darstellung, sondern als autonomes Material und raumbildendes Element fungiert.
Das Gemälde "Composition Polychrome" aus dem Jahr 1946 markiert eine entscheidende Phase in Poliakoffs Frühwerk. Es entfaltet sich ein dichtes Geflecht aus kleinteiligen, meist eckigen Farbsegmenten. Das Werk zeigt eine lebhafte Polychromie, bei der kräftige Farben wie Blau, Orange und Rot mit Grüntönen sowie neutralem Schwarz und Weiss kontrastieren. Die Komposition ist noch stark vom Konstruktivismus und späten Kubismus beeinflusst; die Formen scheinen beinahe ineinander zu greifen oder sich gegenseitig zu bedrängen. In dieser Schaffensphase experimentiert Poliakoff intensiv mit der Aufteilung der Bildfläche, wobei die einzelnen Farbfelder durch klare Linien voneinander abgegrenzt sind und eine vibrierende, fast unruhige Dynamik erzeugen.
Das Gemälde "Composition Polychrome" aus dem Jahr 1946 markiert eine entscheidende Phase in Poliakoffs Frühwerk. Es entfaltet sich ein dichtes Geflecht aus kleinteiligen, meist eckigen Farbsegmenten. Das Werk zeigt eine lebhafte Polychromie, bei der kräftige Farben wie Blau, Orange und Rot mit Grüntönen sowie neutralem Schwarz und Weiss kontrastieren. Die Komposition ist noch stark vom Konstruktivismus und späten Kubismus beeinflusst; die Formen scheinen beinahe ineinander zu greifen oder sich gegenseitig zu bedrängen. In dieser Schaffensphase experimentiert Poliakoff intensiv mit der Aufteilung der Bildfläche, wobei die einzelnen Farbfelder durch klare Linien voneinander abgegrenzt sind und eine vibrierende, fast unruhige Dynamik erzeugen.
CHF 150 000 / 250 000 | (€ 154 640 / 257 730)
Verkauft für CHF 262 500 (inkl. Aufgeld)